Neuer “Wilo-Pumpenrechner”

10.04.2006

Selbst im IT-Zeitalter hat der gute alte Rechenschieber noch lange nicht ausgedient. Denn sein Funktionsprinzip eignet sich auch weiterhin zur Vereinfachung von komplexen Berechnungsverfahren – insbesondere auf der Baustelle, wenn “Kollege Computer” gerade nicht in Reichweite ist.

Neuer “Wilo-Pumpenrechner”

Mit dem Wilo-Pumpenrechner 2006 steht dem Anwender ein einfach zu bedienendes Hilfsmittel zur Verfügung (Bild: Wilo AG).

Die neueste Ausgabe, die der Hersteller zur IFH / Intherm 2006 in Nürnberg vorstellte, berücksichtigt die aktuellsten Normen und Richtlinien. Bei der Pumpenauswahl stehen jetzt neben Standardpumpen und geregelten Energiesparpumpen auch die Hocheffizienzpumpen der Baureihen “Wilo-Stratos” und “Wilo-Stratos ECO” zur Verfügung.

Mit dem “Wilo-Pumpenrechner 2006” erhält der Anwender ein einfach zu bedienendes Hilfsmittel, mit dem er direkt vor Ort – selbst im Heizungskeller des Kunden – einfach und schnell die für den jeweiligen Einsatzfall optimale Heizungspumpe ermitteln kann. Der praktische Begleiter ist inklusive ausführlicher Bedienungsanleitung kaum größer als ein herkömmlicher Briefumschlag und kann platzsparend in der Mappe für Kundenbesuche verstaut werden.

Eingesetzt werden kann die Berechnungshilfe nicht nur bei der Auslegung von Heizungspumpen in Neuanlagen, sondern auch bei der Überprüfung der Pumpendimensionierung in vorhandenen Heizungssystemen. Dass dies in vielen Fällen sinnvoll ist, zeigt eine aktuelle Untersuchung, der zufolge die Pumpen in deutschen Heizungskellern im Schnitt dreifach überdimensioniert sind. Daraus ergeben sich unnötig hohe Stromkosten für den Betreiber. Vor diesem Hintergrund rät Wilo dazu, wenn zum Beispiel eine defekte Pumpe ersetzt wird, nicht nur den Austauschspiegel zu Rate zu ziehen, sondern möglichst auch eine überschlägige Neuauslegung anhand der Objekt- und Anlagendaten vorzunehmen.

Mit dem Wilo-Pumpenrechner werden Schritt für Schritt alle für die Pumpenauslegung wichtigen Parameter erfasst. Die neueste Ausgabe ist hierfür besonders übersichtlich gestaltet und beschleunigt die Auslegung. Dabei wird zunächst der Nenn-Wärmebedarf des jeweiligen Objekts überschlägig errechnet. Hierfür werden der spezifische Wärmebedarf entsprechend des Dämmstandards – Baujahr vor 1982 bis Niedrigenergiebauweise nach EnEV 2002 – sowie die beheizte Fläche eingestellt. Mit diesem Wert wird in Verbindung mit der gewünschten Temperaturdifferenz der erforderliche Förderstrom ermittelt.

Zur Ermittlung der benötigten Förderhöhe wird der Druckabfall im Leitungsnetz errechnet. Hierfür wird die einfache Rohrleitungslänge der Hin- oder Rückleitung benötigt, bei der Berechung wird auch ein vom Gebäudetyp abhängiger spezifischer Rohrwiderstand einbezogen.

Eine Rechenfunktion für die Kühlsolenkorrektur ist ebenfalls integriert. Diese wird durchgeführt, wenn als Fördermedium statt Wasser Kühlsolen verwendet werden, die eine höhere Viskosität aufweisen. In Abhängigkeit von der Betriebstemperatur sowie der Art und Zusammensetzung des eingesetzten Fördermediums können in diesem Bereich des Pumpenrechners die entsprechenden Pumpenleistungszuschläge ermittelt werden.

Aus den ermittelten Daten für den Förderstrom Q und die Förderhöhe H ergibt sich der Nennbetriebspunkt der Pumpe bzw. des Rohrsystems. Auf der Rückseite des Pumpenrechners kann dann die geeignete Heizungspumpe aus dem Wilo-Sortiment ausgewählt werden. Hierfür sind auf einer verschiebbaren Fläche – aufgeteilt nach Pumpenkategorien – die Kennlinien der Hocheffizienzpumpen “Wilo-Stratos” und “Wilo-Stratos ECO” mit Energie-Label A, der geregelten Energiesparpumpen “Wilo-TOP-E” und “Wilo-Star-E” oder der ungeregelten Standard-Pumpen “Wilo-TOP-S” und “Wilo-Star-RS” abgebildet.

Der Wilo-Pumpenrechner inklusive einer umfangreichen Bedienungsanleitung kann angefordert werden beim Wilo-Kompetenzteam, Telefon 0231/4102-7516

oder auf der Wilo Website.

Quelle: WILO SE

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