De.mem übernimmt Spezialdienstleister für Bergbaukunden

25.06.2024
De.mem, der internationale Anbieter von dezentralen Wasseraufbereitungssystemen und Membrantechnologie, wartet mit der nächsten Akquisition auf. Nach der erst kürzlich vollzogenen Transaktion, bei der De.mem den Pumpenhersteller Border Pumpworks übernahm, hat sich das Unternehmen mit Hauptsitz in Australien nun einen weiteren Übernahmekandidaten auf dem stark fragmentierten australischen Markt geschnappt: Auswater Systems.
De.mem übernimmt Spezialdienstleister für Bergbaukunden

Bildquelle: De.mem Limited

De.mem folgt auch bei dieser Übernahme der Strategie, seine Technologie in langfristig bestehende Kundenbeziehungen einzubringen.

Auswater Systems hat seinen Firmensitz im westaustralischen Perth und ist Anbieter von Spezialdienstleistungen vorrangig für mehr als 50 etablierte Bergbaukunden in ganz Westaustralien. Als rentables Dienstleistungsunternehmen mit fast 30-jähriger Firmenhistorie betreibt Auswater Wasser- und Abwasserbehandlungsanlagen für industrielle Kunden, zudem liefert es Chemikalien und Verbrauchsmaterialien für den laufenden Betrieb.

Übernahme mit zahlreichen positiven Effekten
„Auswater passt hervorragend zu uns und sichert uns weitere stabile und wiederkehrende Umsätze sowie hohe Margen“, erklärt De.mem Firmenchef Andreas Kröll die Vorteile für sein Unternehmen. Die Umsätze von Auswater sind fast ausschließlich wiederkehrend und tragen zu den bestehenden rund 91 Prozent wiederkehrenden Bargeldeinnahmen von De.mem bei. Die Bruttomarge von Auswater liegt bei mehr als 60 Prozent und wird die Gesamtbruttomarge von De.mem von 36 Prozent (Geschäftsjahr 2023) weiter steigern.

Das Unternehmen erziele aber nicht nur hohe Margen, sondern bietet De.mem die Möglichkeit, das Geschäft in der wichtigen Region Westaustralien weiter ausbauen zu koennen. Die Übernahme von Auswater eröffnet zudem weitere Umsatz-Cross-Selling und Kostensynergien. Die betrieblichen Synergien sollen vor allem mit der Unternehmenstochter De.mem-Capic entstehen, die bereits seit 2006 für Kunden im Bereich Bergbau tätig ist. Es gebe nur wenig Überschneidungen mit bereits bestehenden Kunden. Der Kundenstamm von Auswater sei für De.mem daher sehr attraktiv.

Das kombinierte De.mem Capic-Auswater-Geschäft habe nun eine führende Position in der hoch strategischen Bergbauregion von Westaustralien und bediene Kunden aus dem Bergbau- und Ressourcensektor durch Bereitstellung technischer Dienstleistungen, Spezialchemikalien und Verbrauchsmaterialien, erläutert Andreas Kröll weiter.

Insgesamt verspricht die Übernahme viele Chancen bei einem vergleichbar überschaubaren Risiko. So sieht es Firmenlenker Andreas Kröll. Das Unternehmen sei attraktiv bewertet und bringt De.mem seinem Ziel eines ausgeglichenen EBITDAs deutlich näher. „De.mem hatte im Geschäftsjahr 2023 noch einen Verlust von 750.000 AUD, zusammen mit dem Ergebnis von Auswater hätte dieser nur bei 300.000 AUD gelegen“, rechnet Kröll vor. Eine konkrete Schätzung für das aktuelle Geschäftsjahr gibt es nicht. Kröll geht aber fest davon aus, in den kommenden Quartalen nahe an die Gewinnschwelle zu kommen.

Finanziert wird die Übernahme, die rund 2,1 Mio. AUD kostet, durch eine Aktienplatzierung. Diese wird von neuen und bestehenden Investoren gleichermaßen unterstützt. Mit von der Partie sind auch neue institutionelle Fondsmanager und Führungskräfte aus dem Unternehmen. So haben sich etwa der Aufsichtsratsvorsitzende Cosimo Trimigliozzi, Aufsichtsratsmitglied Harry De Wit und Finanzvorstand Herr Andrew Tay verpflichtet, im Rahmen dieser Platzierung 300.000 AUD zu investieren.

Integration dauert an
Eine weitere Übernahme ist laut Andreas Kröll aktuell nicht in Sicht. Das Unternehmen werde in den kommenden Monaten gut mit der Integration der beiden Firmen beschäftigt sein. De.mem blickt mittlerweile auf eine ganze Reihe erfolgreicher Übernahmen zurück. Seit 2019 ist es nun die sechste Transaktion. Die fünf vorangegangenen Akquisitionen führten jeweils zu erheblichen Umsatzsteigerungen.

Für die ersten vier Übernahmen lag das durchschnittliche Umsatzwachstum bei 63 Prozent. „Das Modell, unsere innovativen Membrantechnologien in etablierte Kundenbeziehungen einbringen zu können, halten wir nach wie vor für äußerst attraktiv. Daher werden wir an dieser Strategie festhalten“, erklärt Andreas Kröll.

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