TÜV-Zertifizierungen für Siemens-Prozessleittechnik in der Wasser- und Abwasserbranche

21.07.2020
Die fortschreitende Vernetzung und Digitalisierung von Automatisierungs- und IT-Systemen sowie die wachsende Bedrohung durch Cyberattacken zwingt Anlagenbetreiber, verstärkt in den entsprechenden Schutz ihrer Systeme und Anlagen zu investieren, um die Versorgungssicherheit sicherzustellen.
TÜV-Zertifizierungen für Siemens-Prozessleittechnik in der Wasser- und Abwasserbranche

Siemens-Lösungen für Cybersecurity in der Wasserindustrie mehrfach TÜV-zertifiziert (Bildquelle: Siemens Aktiengesellschaft)

Siemens bietet für die Cybersecurity erprobte und zertifizierte Sicherheitskonzepte wie beispielsweise das Defense-in-Depth-Konzept, spezielle Referenzlösungen sowie dazugehörige Services als integralen Bestandteil von Anlagenplanung, -engineering und -betrieb. Anwender profitieren damit von durchgängigen Konzepten und Lösung – mit Siemens als zuverlässigem Partner.

Aufgrund der sich wandelnden Automatisierungs- und IT-Landschaft sowie der zeitgleich wachsenden Bedrohungslage durch Cyberangriffe fordert der Gesetzgeber die Betreiber kritischer Infrastrukturen – zum Beispiel in der Wasser-/Abwasserwirtschaft – auf, zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit geeignete Schutzmaßnahmen für ihre Anlagen und Systeme zu implementieren. Aufgrund der Umgebungen in der Wasserwirtschaft müssen Systeme, Lösungen und Services zur Industrial Security speziellen Anforderungen genügen, so zum Beispiel den Spagat zwischen sicherem Betrieb einschließlich der Viren- und Security-Checks einerseits sowie hoher Verfügbarkeit mit Echtzeitfähigkeit andererseits leisten. Als führender Anbieter für die Industrieautomatisierung folgt Siemens seit 2016 als erstes Unternehmen einem nach IEC 62443-4-1 – dem führenden Standard für Security in der industriellen Automatisierung – zertifizierten, sicheren Entwicklungsprozess für sämtliche Produkte und Systeme im Bereich industrieller Automatisierungs-, Kommunikations- und Antriebstechnik, einschließlich der Industriesoftware.

Zertifizierte Systeme für die Wasserwirtschaft
Seit April 2020 bietet Siemens – als einer der erster System- und Lösungsanbieter überhaupt – Referenzarchitekturen (Blaupausen), die speziell auf die Erfordernisse der Branche Wasser/Abwasser/Entsalzung zugeschnitten sind. Diese Blaupausen sowie die entsprechende Dokumentation zur sicheren Konfiguration von Leitsystem und Kommunikation wurden im April 2020 erstmalig durch den TÜV-Süd nach IEC 62443-3-3 zertifiziert. Die Dokumente stehen neben den Siemens-Projektteams auch Systemintegratoren zur Verfügung, bieten eine solide Basis für ein Cybersecurity-Konzept und ermöglichen aufwands- und risikoarme Anpassungen an kundenspezifische Erfordernisse. Damit unterstützt Siemens die Betreiber kritischer Infrastrukturen bei der Erreichung des geeigneten Sicherheitslevels ihrer Anlagen auch gemäß nationaler Standards – zum Beispiel B3S WA sowie BSI IT-Grundschutz-Kompendium, das die internationale Norm IEC 62443 berücksichtigt. Wesentliche Grundlage bilden die Security-Funktionen des bereits seit 2016 nach IEC 62443-3-3 zertifizierte Prozessleitsystems Simatic PCS 7 einschließlich des Scalance-Portfolios mit Routern, Switches und Firewalls. Auf dieser Basis bieten die Blaupausen „Defense in Depth“ (tiefengestaffelte Verteidigung) zur Anlagensicherheit, Netzwerksicherheit sowie Systemintegrität, das von der Feldebene über die Leitwarten einschließlich der Fernwirktechnik und des umfassenden Netzwerkmanagements alle relevanten Funktionen umfasst.

Zertifizierte Lösungen für die Wasserwirtschaft
Seit November 2018 hält Siemens ein Zertifikat gemäß IEC 62443-2-4 zu den Security-relevanten Fähigkeiten, die Betreibern im Zuge des Applikationsengineerings sowie der Integrations- und Instandhaltungstätigkeiten einer Automatisierungslösung angeboten werden. Gemeinsam mit der Zertifizierung der Blaupausen wurde Siemens im April 2020 auch als Lösungsanbieter gemäß IEC 62443-2-4 speziell für Applikationen zu Wasser/Abwasser/ Entsalzung zertifiziert. Dies umfasst spezielle Trainings der Mitarbeiter im Bereich Projektleitung und Applikationsengineering, Prozesse in der Projektabwicklung und der Zusammenarbeit mit Kunden, Methoden für Engineering und Inbetriebnahme bis hin zu Tests der implementierten Security-Features einer installierten Lösung.

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