Schlankes Dosenlinienkonzept: Carlsberg und KHS setzen Projekte in China erfolgreich um

15.09.2021
Modernste Abfülltechnik, umweltschonende Verpackungen, ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele: Carlsberg gehört zu den technologischen Vorreitern der Getränkebranche. Die KHS Gruppe begleitet die Brauerei konsequent bei der konkreten Umsetzung ihrer Strategien.
Schlankes Dosenlinienkonzept: Carlsberg und KHS setzen Projekte in China erfolgreich um

Herzstück der Anlagen ist der hochmoderne Dosenfüller Innofill Can DVD. Er verarbeitet – wie hier in Yibin – bis zu 90.000 0,33-Liter-Dosen beziehungsweise bis zu 60.000 0,5-Liter-Dosen – von lokalen Marken bis hin zu bekannten Carlsberg-Produkten. (Bildquelle: KHS GmbH)

So konnten zuletzt mehrere Projekte in China erfolgreich realisiert werden – unter anderem die Installation zweier Dosenlinien. Im Zentrum stand die Umsetzung eines schlanken Layouts und Produktionsdesigns, das als Musterbeispiel für alle chinesischen Werke dienen soll.

Carlsberg war eine der ersten internationalen Brauereien, die vor ungefähr 150 Jahren mit dem Export von Bier nach China begann. Seit mehreren Jahrzehnten ist das Unternehmen mit eigenen Standorten auf dem chinesischen Markt vertreten, in der Vergangenheit wurden darüber hinaus zahlreiche Traditionsbetriebe im ganzen Land hinzugekauft. Dabei geht es dem Konzern – einer der führenden Bierproduzenten in China – darum, langfristig die Qualität der lokalen Biere zu verbessern und gemeinsam mit Partnern, Lieferanten und Mitarbeitern zu wachsen. Voraussetzung hierfür sind die stetige Modernisierung bestehender Anlagen sowie die Einführung neuer fortschrittlicher Technologien.

KHS als zuverlässiger Partner
Bei dieser Strategie kommt KHS eine bedeutende Rolle zu – zuletzt installierte der Systemanbieter an den Standorten Carlsberg Dali Brewery (Dali City, Provinz Yunnan) und Carlsberg Yibin Brewery (Yibin City, Provinz Sichuan) zwei Dosenlinien. „Mit KHS arbeiten wir seit circa zehn Jahren erfolgreich im asiatischen Markt zusammen und konnten uns gemeinsam weiterentwickeln. Diese Kontinuität über viele Projekte hinweg hat Vertrauen geschaffen und gibt uns das Gefühl, dass wir alle ein Team sind“, sagt Paul Kime, Asset & Projects Director bei Carlsberg Asia. Norman Gras, Global Key Account Manager bei KHS, bestätigt das: „Es ist kein Lieferanten-Kunden-Verhältnis mehr, wir sind unternehmensübergreifend zusammengewachsen. Unsere Teams arbeiten professionell und Hand in Hand zusammen. Das ist ein Schlüssel des Erfolgs.“

Die enge Partnerschaft ist für die Projektumsetzung ein wichtiger Baustein – wie das aktuelle Vorhaben zeigt: Trotz der Einschränkungen durch die Coronapandemie konnten die neuen Dosenlinien sogar noch vor dem eigentlich vereinbarten Termin in Betrieb genommen werden. Zentral für die schnelle Realisierung war unter anderem die bereits seit mehreren Jahren praktizierte Regionalisierungsstrategie der KHS. „Durch den Aufbau eigener Vertriebsorganisationen und die Ausweitung unseres lokalen Service-Know-hows schaffen wir vor Ort die Kompetenz, eigenständig Instandhaltungen, Montagen und Inbetriebnahmen mithilfe lokaler Teams durchzuführen“, erklärt Gras. In Zeiten von Reisebeschränkungen sei dies ein großer Vorteil. „Die Nähe zu den Kunden und die kurzen Transportwege haben entscheidend dazu beigetragen, dass die Lieferverpflichtungen über die gesamte Wertschöpfungskette eingehalten werden konnten“, fügt Gras hinzu.

Schlankes und klares Layout
Im Rahmen des Großprojektes war Carlsberg ein schlankes und klares Layout der Dosenlinien wichtig. Dieses sollte an beiden chinesischen Standorten weitgehend identisch umgesetzt werden. „In enger Zusammenarbeit mit dem Projektteam des Kunden ist es uns gelungen, das Linienkonzept intelligent, schnell und platzsparend umzusetzen“, sagt Gras. Durch die stark reduzierten Puffer- und Transportstrecken beim neuen Liniendesign ergeben sich höhere Anforderungen an die Anlagensteuerung und die Verfügbarkeit der Maschinen – die kürzeren Abstände zwischen den einzelnen Stationen der Linie verzeihen keine Fehler bei den Produktionsprozessen. Die hohe Zuverlässigkeit sowie Bedienungs- und Wartungsfreundlichkeit der KHS-Technologie konnten überzeugen. „Im Dosensegment setzt KHS Maßstäbe“, sagt Kime. „Der Ausschuss liegt bei unter einem Prozent und der Wirkungsgrad bei mehr als 95 Prozent, in Yibin sogar bei 100 Prozent. Das sind großartige Werte.“ Darüber hinaus besticht der Füller durch seine hohe Leistung.

Herzstück der Anlagen ist der hochmoderne Dosenfüller Innofill Can DVD. Er verarbeitet bis zu 90.000 0,33-Liter-Dosen beziehungsweise bis zu 60.000 0,5-Liter-Dosen – von lokalen Marken bis hin zu bekannten Carlsberg-Produkten. Ergänzt wird das Konzept durch den Tunnelpasteur Innopas SX sowie ein Verpackungssystem bestehend aus je einem Schrumpfpacker Innopack SP sowie zwei Wrap-Around-Packern in Yibin und einem in Dali, wo KHS vor einigen Jahren bereits mit der Installation von drei Mehrweg-Glaslinien überzeugen konnte.

Die Palettierung mit dem Beladertyp Innopal PB1 RG2 bietet durch hochmoderne Robotergruppierungen die notwendige Flexibilität, auch zukünftigen Aufgaben gerecht zu werden. Abgerundet wird das Gesamtpaket durch umfangreiche Sicherheitseinrichtungen wie ein Key-in-Pocket-Türsicherheitssystem und erweiterte Schutzeinhausungen.

Schmierfreies Konzept für den Behältertransport
Eine weitere Besonderheit beim aktuellen Projekt war der Wunsch nach einem schmierfreien Konzept für den Behältertransport sowie einer trockenen Produktionsumgebung. „Normalerweise arbeiten wir mit einer Bandschmierung, um Verschleiß zu minimieren und den Reibungskoeffizienten konstant zu halten“, erklärt Gras. „In beiden Werken laufen die Getränkedosen trocken auf den Bändern.“ Damit hat KHS ein altes Dogma widerlegt und unterstützt durch die Wassereinsparungen den Nachhaltigkeitsgedanken von Carlsberg. Denn früher herrschte bei Brauern einhellig die Meinung, dass der Boden nass sein müsse. „Die gesamten Vorgaben wurden ideal umgesetzt und sind maßgebliches Vorbild für künftige Dosenlinien-Setups“, sagt Gras. Auf Kundenseite blickt man ebenso positiv auf die weitere Zusammenarbeit. „Die erfolgreiche Umsetzung des aktuellen Projekts hat Signalwirkung für unsere chinesischen Werke. Wir werden die positiven Erfahrungen dazu nutzen, um uns immer weiter zu verbessern – auch mit Unterstützung durch KHS“, sagt Kime.

Quelle: KHS GmbH

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