KSB mit gutem Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr

11.08.2022
Der Frankenthaler Pumpen- und Armaturenhersteller KSB hat im ersten Halbjahr 2022 den Auftragseingang erheblich gesteigert – trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds.

Der Auftragseingang betrug in den ersten sechs Monaten 1.487,2 Mio. € und ist um 238,2 Mio. € höher als im Vorjahreszeitraum. Dies entspricht einer Steigerung um 19,1 %. Alle Segmente und Regionen haben zu diesem Wachstum beigetragen. Einen Auftragseingang von 843,2 Mio. € (+ 23,7 %) erzielte das Segment Pumpen. Im Segment Armaturen lag der Auftragseingang bei 195,9 Mio. € (+ 11,4 %) und im Segment KSB SupremeServ, welches das Geschäft mit Ersatzteilen und Servicedienstleistungen abdeckt, wurde ein Auftragseingang in Höhe von 448,1 Mio. € (+ 14,5 %) erzielt.

Widrige Rahmenbedingungen wie die Corona-Pandemie und die daraus resultierenden Beschränkungen insbesondere in China führten zu Beeinträchtigungen der Lieferketten und zu Produktionsausfällen. So litt das KSB-Werk in Shanghai unter einer achtwöchigen Teilschließung. Darüber hinaus belasteten der Russland-Ukraine-Krieg und der Cyber-Angriff auf die KSB IT-Infrastruktur die geschäftliche Entwicklung.

Der Umsatz ist mit 1.145,7 Mio. € um 3,0 % (+ 33,7 Mio. €) gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Während im Segment Pumpen der Umsatz mit 608,0 Mio. € (+ 0,2 %) nahezu auf Vorjahresniveau lag, wuchs er im Segment Armaturen um 15,2 % auf 160,1 Mio. € und im Segment KSB SupremeServ auf 377,6 Mio. € (+ 3,0 %).

Besonders die Region Amerika hat die Ausbringung deutlich zweistellig gesteigert. Auch die Region Asien / Pazifik ist stark gewachsen, während die Region Mittlerer Osten / Afrika / Russland moderat zugelegt hat. Einzig die Region Europa hat die Vorjahreszahlen unterschritten.

Mit einem EBIT von 53,5 Mio. € ist das Ergebnis auf Vorjahresniveau (53,6 Mio. €). Bei der Bewertung müssen die zuvor genannten Herausforderungen sowie ein schwerer Hagelschaden im Armaturen-Werk in La Roche-Chalais, Frankreich, und Einmalkosten aufgrund des Cyber-Angriffs in Betracht gezogen werden.

„Angesichts der äußerst widrigen Rahmenbedingungen, durch die wir das Unternehmen gesteuert haben, sind wir mit dem ersten Halbjahr 2022 zufrieden“, sagt Dr. Stephan Timmermann, Sprecher der Geschäftsleitung. „Wir haben den Cyber-Angriff erfolgreich abgewehrt und arbeiten wieder vollumfänglich. Wir sind zuversichtlich, den Ausfall im Umsatz aufzuholen und unsere Jahresziele zu erreichen. Die fragile Weltwirtschaft, verbunden mit Rezessionsgefahr und Inflation, die Folgen des Krieges in der Ukraine, die Preissteigerungen bei Energie und wichtigen Rohstoffen sowie die Engpässe in den Lieferketten bleiben weiterhin herausfordernd und bergen ohne Zweifel Unsicherheiten.“

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