Turo Pumpen von Egger für die goldgelbe Farbe von Speiseölen

29.06.2023
Internationale Unternehmen, die auf dem Markt der Pflanzenölproduktion tätig sind, sind eng mit der Landwirtschaft verknüpft. Denn die tägliche Herstellung der riesigen Mengen an Pflanzenölen erfordert eine reibungslose Produktionskette – angefangen beim Landwirt, der die Felder bewirtschaftet. Sojaöl ist dabei heute die weltweit bedeutendste Ölpflanze.
Turo Pumpen von Egger für die goldgelbe Farbe von Speiseölen

Bildquelle: Emile Egger & Cie SA

Neben der Nahrungsmittelindustrie werden Pflanzenöle auch für die Herstellung von Biodiesel verwendet. Es gibt eine Vielzahl an Verfahren zur Gewinnung der Pflanzenöle. Industriell wird meistens eine Extraktion mit Lösungsmitteln wie Hexan oder eine Raffination mit Laugen eingesetzt. Die Sojabohnen werden geschrotet, gegebenenfalls entwässert und in Flocken gepresst.
„Nativ“ gewonnen, hat das Öl eine hellgelbe Farbe; wird es dagegen extrahiert, erhält es eine bräunliche Farbe und kann geschmacklich störend wirken. Für die Weiterverarbeitung zu Biodiesel ist dies ausreichend genug. Wir als Endverbraucher sind aber stark optisch geleitet und verbinden dieses mit Qualität und Geschmack. Deswegen wird das für die Lebensmittelindustrie bestimmte Sojaöl nachträglich gebleicht. Sogenannte „Bleicherde“ – ein oberflächenaktiver Stoff, der die unerwünschten Farbanteile und Teilchen absorbiert – wird mit dem Sojaöl vermischt. Nach ein paar Stunden erscheint das Sojaöl goldgelb. Im anschliessenden Prozess muss diese Bleicherde wieder vom Sojaöl getrennt werden, was mit Hilfe von Kammerfilterpressen geschieht. Für optimale Filterergebnisse werden vor dem Start der Filterung Filterhilfsmittel zugegeben. Diese Feststoffe sind teils stark abrasiv und müssen möglichst scherarm und schonend gefördert werden. Die Fördermengen liegen zwischen 5 und 65 m3/h, bei Drücken zwischen 2 bar und 8 bar zum Ende des Filtrationszyklus.

Standardpumpen ohne Berücksichtigung der speziellen Einsatzbedingungen haben teils sehr kurze Standzeiten von Tagen oder wenigen Monaten und das Filtrationsergebnis ist wenig zufriedenstellend – heisst es muss längere Zeit gefiltert werden. Ein weiteres Ziel der Filterkammerbeschickung ist einen Filterkuchen mit guter Trockensubstanz zu erzielen, der sich beim Öffnen der Filterpresse gut von den Tüchern löst.

Mit unserer TV-Baureihe aus verschleissfestem HG25.3 konnte die Standzeit erhöht werden und das Filtrationsergebnis gesteigert werden – also weniger lange Filtrationszeiten und somit einen höheren Durchsatz bei gleichzeitiger Energieeinsparung. Es wurden der Gesamtwirkungsgrad und die Anlagenverfügbarkeit verbessert, Personalkosten, Aufwand für Ersatzteile und Reparaturen konnten somit deutlich reduziert werden. Diese Erfolgsgeschichte ist das Resultat jahrelanger intensiver Prozessoptimierung zusammen mit dem Kunden.

Dieses Beschickungskonzept ist auch schon an anderen internationalen Standorten in der Pflanzenölherstellung sowie in anderen Industrien mit Kammerfilterpressen eingesetzt.

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