Neue Bauweise für Plungerpumpe nach API 674: geteiltes Gehäuse und verbesserte Wartungsmöglichkeiten

23.04.2014

Lewa Plungerpumpen kommen überall dort zum Einsatz, wo hohe hydraulische Leistungen gefordert sind, vor allem im Öl- und Gas-Bereich sowie der Prozessindustrie. Die Pumpen zeichnen sich durch ihre kompakte Bauweise und das geringe Gewicht aus, was insbesondere bei Offshore-Installationen von Bedeutung ist. Um den speziellen Anforderungen der Kunden noch besser gerecht zu werden, bietet Lewa jetzt eine neue Pumpengeneration mit geteiltem Getriebegehäuse an.

Neue Bauweise für Plungerpumpe nach API 674: geteiltes Gehäuse und verbesserte Wartungsmöglichkeiten

Das geteilte Getriebegehäuse der neuen Quintuplex-Pumpe erlaubt den Einsatz einer vollgewuchteten Kurbelwelle und erleichtert die Wartung. (Foto: Lewa)

Diese Besonderheit erleichtert die Wartung erheblich und erlaubt den Einsatz einer vollgewuchteten Kurbelwelle, welche weniger Schall und Vibrationen erzeugt und somit den Verschleiß reduziert. Außerdem wurde der Leistungsbereich durch zwei Quintuplex-Plungerpumpen erweitert.

Die sehr kurze Bauart der Lewa Plungerpumpen wird durch eine spezielle Ausrichtung von Plunger und Kreuzkopf ermöglicht. Außerdem zeichnen sie sich durch ihren hervorragenden Wirkungsgrad, einen geringen Energieverbrauch und eine lange Lebensdauer aus. Die neue Konstruktion mit dem geteilten Getriebegehäuse und der vollgewuchteten Kurbelwelle reduziert nicht nur den Verschleiß, sie erleichtert insbesondere die Instandhaltung. Außerdem erlaubt die Konstruktion der Pumpe eine Wartung von Bauteilen, ohne dass die Prozessrohrleitung demontiert werden muss. Die Kurbelwellen sind gesenkgeschmiedet und kugelgestrahlt, was zu einem gleichmäßigen Faserverlauf und einem niedrigen Spannungsniveau führt. Das integrierte Getriebe ist darüber hinaus selbstjustierend und sowohl Kurbel- als auch Ritzelwelle sind praktisch axiallastfrei.

Die Lewa Plungerpumpen sind sehr leistungsstark und arbeiten volumetrisch exakt. Durch die großen Ventilquerschnitte sind die erforderlichen Saugdrücke vergleichsweise gering. Dadurch kann häufig auf eine Boosterpumpe verzichtet werden. Beginnend bei einer Leistung von 15 kW ist ein flexibler Einsatz bei unterschiedlichen Antriebsdrehzahlen bis zu 800 kW möglich, wobei Drücke von bis zu 3.500 bar und ein Förderstrom von maximal 209 m3/h erreicht werden. Sie eignen sich vor allem für unkritische, in Bezug auf Ihre Viskosität wasserähnliche Fluide, wie Glykol, Methanol oder Inhibitoren.

Neu sind die beiden Quintuplex-Varianten G5K 500 und G5K 800 mit einer maximalen Leistung von bis zu 800 kW. Durch die Erhöhung der Plungeranzahl, reduziert sich bei gleicher hydraulischer Leistung die Baugröße der einzelnen Komponenten. Dies führt zu einer Reduzierung der Gewichte, was wiederum die Wartung erleichtert. Außerdem zeichnet sie sich aufgrund der fünf Plunger durch eine geringe Restpulsationen von etwa sieben Prozent aus.

Einfache Instandhaltung und große Flexibilität

Um das Getriebe gegen einen niedrigen Ölstand und zu hohe Temperaturen abzusichern, wird die Pumpe standardmäßig durch einen Temperatur- und Druckschalter überwacht. Im Öl- und Gas-Bereich wird dies oft über Transmitter realisiert. Innerhalb des Getriebegehäuses werden die Kreuzkopfbolzen und Gleitlager durch eine integrierte Druckölschmierung versorgt, so dass keine zusätzlichen Systeme notwendig sind. Da alle Öldichtungen von außen zugänglich sind, muss bei Instandhaltungsarbeiten kein Getriebeöl abgelassen werden, was sich günstig auf die Stillstandzeiten auswirkt. Der Pumpenkopf ist mit einer innovativen Kolbenabdichtung ausgestattet. Durch Druck- beziehungsweise Federunterstützung der Dichtungspackung wird eine lange Lebensdauer und eine hohe Verfügbarkeit erreicht. Die Stopfbuchspackung ist vollkommen wartungsfrei, es muss weder die Vorspannung eingestellt noch die Packung nachgezogen werden. Eventuelle Packungsleckagen werden intern zurückgeführt, so dass keine externe Pumpe mit Verrohrung zur Leckage-Rückführung und Überwachung notwendig ist.

Aufgrund des modularen Aufbaus, kann auf die aus der Anwendung resultierenden Anforderungen eine entsprechende Pumpe konfiguriert werden. Hierzu stehen unterschiedliche Pumpenkopfkonstruktionen und Ventile zur Verfügung. Die Pumpenkopfkonstruktion erlaubt es, den kompletten Wechselsatz, das heißt Plunger und Stopfbuchse, auszutauschen und somit das Fördervolumen sowie den Förderdruck in einem bestimmten Bereich anzupassen. Alle Pumpen sind optimiert für den Betrieb mit drehzahlgeregelten Elektro- beziehungsweise Dieselmotoren, können aber natürlich auch ohne Frequenzumrichter betrieben werden. Der maximale Regelbereich liegt dabei zwischen zehn und hundert Prozent der Nominaldrehzahl. Je nach Anwendung beziehungsweise Fluid stehen verschiedenste Werkstoffe zur Auswahl. Darüber hinaus sind vielfältige Anschlussgeometrien sowie mehrere Optionen zur Überwachung und Spülung verfügbar.

Quelle: LEWA GmbH

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