Mit innovativer Technologie von Brauchwasser zu Trinkwasser

30.03.2017

Matthias Enzenhofer, Managing Partner und CEO bei QWAIR Group, einem deutschen Wassertechnologie-Anbieter mit Sitz in Heilbronn, kommentiert den Weltwassertag, der unter dem Motto „Wastewater“ steht.

„Die Oberfläche der Erde ist zu zwei Dritteln mit Wasser bedeckt. Der Süßwasseranteil beträgt jedoch leider nur drei Prozent. Hinzu kommt, dass das verfügbare Wasser, immer weniger wird und auch die Qualität zunehmend zurückgeht. Ursachen dafür sind unter anderem, die zunehmenden Bevölkerungszahlen auf der Erde, der stetig steigende Verbrauch von Trinkwasser sowie der Ausbau der industriellen Landwirtschaft. Aber auch der Klimawandel leistet einen Beitrag, indem er Flüsse und Seen austrocknet.

Heute nutzen laut Zahlen der UN gut 1,8 Milliarden Menschen Wasser, das kontaminiert ist. Hier müssen Strategien zum Wassermanagement und zur gerechteren Aufteilung der Ressource entwickelt werden. Es müssen Lösungen gefunden werden, wie der Bedarf an Trinkwasser trotz einer stetig wachsenden Weltbevölkerung gedeckt werden kann.

Gerade Schwellenländer stehen hier vor einer großen Herausforderung. Allerdings verfügen viele dieser Länder nicht über die entsprechende Infrastruktur, um ein effizientes und nachhaltiges Wassermanagement umzusetzen. Gerade Brauchwasser ist aber eine Ressource, die hervorragend genutzt werden kann, um wieder Trinkwasser zu erzeugen. Dabei kommt der Reinigung des Wassers eine zentrale Bedeutung zu. Was dabei häufig übersehen wird: die Kosten eines Systems zu effizienten Wasseraufbereitung sind deutlich niedriger, als gemeinhin angenommen wird. Es wirkt sich vielmehr positiv auf die Gesundheit der Bevölkerung sowie die Umwelt aus und unterstützt so die wirtschaftliche Entwicklung. Zudem schafft eine Professionalisierung der Wasserwirtschaft zusätzliche Arbeitsplätze.

Es sind allerdings innovative Lösungen gefragt, die ressourcenschonend und zu ökonomisch vertretbaren Kosten Trinkwasser gewinnen können. Wir, bei QWAIR, haben eine einzigartige Technologie entwickelt, um sauberes Trinkwasser ohne den Einsatz von Chemie oder Filtern aus Meerwasser zu gewinnen. Darüber hinaus eignet sich unsere Technologie auch für die Aufbereitung von Brauchwasser und punktet dabei mit niedrigem Energiebedarf, geringen Rückständen und zusätzlich erzeugter Kälte.“

Quelle: QWAIR Group

Weitere Artikel zum Thema

VDMA macht sich für eine europaweit einheitliche Trinkwasserregulierung stark

28.05.2024 -

„Sauberes Trinkwasser ist ein Menschenrecht. Und es zählt zu den wichtigsten Zukunftsthemen unserer Zeit“, sagt Dr. Laura Dorfer, Geschäftsführerin des VDMA Fachverbandes Armaturen. Die Armaturenindustrie leistet mit der Verwendung trinkwasserhygienisch geeigneter und zugelassener Werkstoffe und wassereffizienter Technologien einen wesentlichen Beitrag zum verantwortungsvollen Umgang mit dieser wichtigen Ressource und zur Sicherung sauberen Trinkwassers.

Mehr lesen

Elektrolyseanlage von Lutz-Jesco erzeugt Natriumhypochlorit aus handelsüblichem Salz

17.05.2024 -

Chlor ist in der Industrie fester Bestandteil von Desinfektionsprozessen. Doch der Umgang mit der Chemikalie ist gefährlich. Falsche Dosierungen oder direkter Kontakt führen schlimmstenfalls zu Schädigungen von Lunge, Augen und Haut. Die Lösung von Lutz-Jesco: MINICHLORGEN – eine Elektrolyseanlage, die Natriumhypochlorit aus harmlosen Salztabletten herstellt und für Desinfektionsprozesse bereitstellt.

Mehr lesen

DVGW präsentiert innovative Strategien und Lösungen zu Trinkwasser und Wasserstoff

03.04.2024 -

Als Partner der IFAT, der Weltleitmesse für Umwelttechnologien, präsentiert der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) vom 13. bis 17. Mai in München einem internationalen Fachpublikum sein Know-how zu Trinkwasser und Wasserstoff. Ziel ist, die Herausforderungen für die Energie- und Wasserversorgung im Spannungsfeld zwischen Sicherheit und Wirtschaftlichkeit auf der einen sowie Klimawandel und Energiewende auf der anderen Seite transparent zu machen.

Mehr lesen