GEA erwartet Umsatz- und Ergebnissteigerung für 2021

09.03.2021
GEA hat im Jahr 2020 seine Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage in einem sehr anspruchsvollen Wirtschaftsumfeld weiter gestärkt. Sowohl Auftragseingang (4.703 Mio. EUR) als auch Umsatz (4.635 Mio. EUR) gingen trotz Covid-19-Pandemie nur leicht zurück.

Das EBITDA vor Restrukturierungsaufwand (532 Mio. EUR) und der ROCE (17,1 Prozent) konnten wesentlich gesteigert werden. Mit einer Erhöhung um 374 Mio. Euro auf 402 Mio. Euro stieg auch die Nettoliquidität signifikant. Auf dieser Basis wird GEA seinen Aktionären eine stabile Dividende von 0,85 Euro je Aktie vorschlagen. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen steigende Umsätze und Ergebnisse.

"GEA ist sehr gut durch das anspruchsvolle Jahr 2020 gekommen. Wir haben geliefert und zum Teil sogar übertroffen, was wir versprochen haben", kommentiert Stefan Klebert, Vorstandsvorsitzender der GEA Group AG. "Wir haben unsere Profitabilität über unsere anspruchsvollen Erwartungen hinaus gesteigert und wesentliche Finanzkennzahlen nachhaltig verbessert. Einige dieser Werte entsprechen trotz der Corona-Krise bereits jetzt den Zielwerten, die wir in unseren mittelfristigen Finanzzielen für 2022 angestrebt hatten. Das belegt erstens, wie stabil das Geschäftsmodell von GEA ist, und zweitens wie frühzeitig und wirkungsvoll wir die richtigen Maßnahmen umgesetzt haben."

Geplante Maßnahmen zur Effizienzsteigerung erfolgreich umgesetzt
Neben den kurzfristigen Maßnahmen zur Bewältigung der Covid-19-Pandemie haben insbesondere die bereits 2019 eingeleiteten Projekte zur Verbesserung der Effizienz und deren konsequente Umsetzung entscheidend zur positiven Entwicklung von GEA im Berichtsjahr beigetragen. Hierzu zählen unter anderem der Ende 2020 umgesetzte Stellenabbau von mehr als 800 Vollzeitkräften einschließlich Zeitmitarbeiter im Vergleich zum Stand 30. Juni 2019 und die Optimierung der Einkaufsprozesse. Darüber hinaus hat GEA im Berichtsjahr weitere strategische Projekte umgesetzt. So leitete GEA die Optimierung des Produktionsnetzwerks ein und verkaufte die drei Tochtergesellschaften GEA Bock, Japy sowie Royal De Boer.

Auftragseingang und Umsatz trotz Pandemie robust
Im Jahr 2020 lag der Auftragseingang im Konzern mit 4.703 Mio. EUR pandemiebedingt um 4,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau (4.931 Mio. EUR). Bereinigt um Wechselkurseffekte lag das Minus bei 2,2 Prozent. Rückgänge verzeichnete das Unternehmen vor allem im Projektgeschäft der Bereiche Nahrungsmittel und Getränke. Erfreulich war hingen die Entwicklung in den Kundenindustrien Pharma, Chemie, Milchverarbeitung und Milchproduktion.

Der Umsatzrückgang für das Geschäftsjahr betrug 5,0 Prozent auf 4.635 Mio. EUR, nach 4.880 Mio. EUR im Jahr 2019. Wechselkursbereinigt ist der Umsatz im Geschäftsjahr 2020 um 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Erwartung eines leicht rückläufigen Umsatzes (zu konstanten Wechselkursen) für das Geschäftsjahr hat sich damit bestätigt. Der Umsatz war in nahezu allen Kundenindustrien rückläufig bis auf die Kundenindustrien Beverage und Chemical, die ein Umsatzwachstum realisiert haben. Das Servicegeschäft ist bereinigt um Wechselkursänderungen mit 1,9 Prozent sogar leicht gewachsen. Sein Umsatzanteil stieg von 32,3 Prozent im Vorjahr auf nunmehr 33,6 Prozent.

Profitabilität und Effizienz deutlich gesteigert
Das EBITDA vor Restrukturierungsaufwand lag im Geschäftsjahr 2020 mit 532 Mio. EUR trotz des geringeren Umsatzvolumens um etwa 11 Prozent über dem Vorjahreswert (479 Mio. EUR). Die entsprechende Marge bewegte sich mit 11,5 Prozent um fast 170 Basispunkte über dem Vorjahreswert. GEA hatte für das Geschäftsjahr zunächst ein EBITDA vor Restrukturierungsaufwand von 430 bis 480 Mio. EUR prognostiziert. Im Juli sowie November wurde diese Erwartung auf zuletzt über 500 Mio. EUR angehoben. Mit währungsbereinigt sogar 542 Mio. EUR hat GEA diese Ergebnisprognose ebenfalls erfüllt.

Der starke Anstieg des Return on Capital Employed (ROCE) von 10,6 Prozent im Vorjahr auf 17,1 Prozent ist sowohl auf die gute Ergebnisentwicklung als auch auf das deutlich geringere eingesetzte Kapital (Capital Employed) zurückzuführen. Die Erwartung für das ROCE lag zunächst bei 9,0 bis 11,0 Prozent und wurde im Laufe des Jahres ebenfalls zwei Mal auf zuletzt 15,0 bis 17,0 Prozent angehoben. Mit dem erzielten Wert von 17,1 Prozent hat GEA diese erhöhte Prognose nochmals übertroffen.

Stringentes Net Working Capital Management und starke Cash-Generierung
Die Nettoliquidität lag zum 31. Dezember 2020 bei 402 Mio. EUR nach 28 Mio. EUR zum Ende des Vorjahres. Dieser deutliche Aufbau der Liquidität resultierte neben der besseren operativen Entwicklung aus dem starken Abbau des Net Working Capital um 266 Mio. EUR. Mit 7,9 Prozent zum Jahresende wurde dessen Relation zum Umsatz (Vorjahr 14,0 Prozent) fast halbiert.

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr 718 Mio. EUR und lag damit nochmals deutlich über dem Vorjahreswert (483 Mio. EUR). Hierzu trugen das höhere EBITDA und vor allem der genannte Abbau des Net Working Capital wesentlich bei.

Nachhaltigkeitsberichterstattung erneut ausgebaut
GEA steht auch und gerade in Pandemie-Zeiten zu seinen Bemühungen um Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Als ein internationaler Technologieführer mit dem Leitbild "engineering for a better world" nimmt GEA seine globale Verantwortung ernst. Dies bestätigt nicht nur die für das Jahr 2020 wiederholte Einstufung seiner Klimaschutzaktivitäten mit der Note "A-" im anspruchsvollen Nachhaltigkeitsranking von CDP (ehemals "Carbon Disclosure Project"). In der erstmaligen Beurteilung des Engagements im Umgang mit der Ressource Wasser hat GEA sogar direkt ein Rating der Note "A" erzielt. GEA will sein Engagement jedoch noch transparenter machen. Deshalb wurde der Nachhaltigkeitsbericht des Unternehmens inhaltlich erneut erweitert und erstmalig als eigenständige Publikation veröffentlicht.

Ausblick setzt trotz aktueller Herausforderungen auf Wachstum
"Wir schauen optimistisch in die Zukunft. Unsere Maßnahmen tragen Früchte und unser Geschäftsmodell erweist sich auch in Zeiten einer weltweiten Pandemie als stabil. Im laufenden Geschäftsjahr geht es nun darum, dass wir uns nicht auf den erzielten Erfolgen ausruhen, sondern unseren Weg konsequent weiterverfolgen. Wir sind voll und ganz vom weiteren Wachstumspotenzial der GEA überzeugt und werden bei unseren mittelfristigen Finanzzielen bis 2022 noch ambitionierter", erklärt Stefan Klebert.

Für das Geschäftsjahr 2021 erwartet GEA trotz der anhaltenden Pandemiesituation eine leichte organische Steigerung des Umsatzes, ein EBITDA vor Restrukturierungsaufwand zwischen 530 und 580 Mio. EUR und ein ROCE zwischen 16 und 20 Prozent.

Bei ausgewählten Kennzahlen, in denen das Unternehmen im letzten Jahr große Fortschritte gemacht hat, passt GEA die mittelfristigen Erwartungen an. Die EBITDA-Marge vor Restrukturierungsaufwand soll nun auf einen Zielkorridor von 12,5 bis 13,5 Prozent steigen (bisher 11,5 bis 13,5 Prozent). Beim Verhältnis des Net Working Capital zum Umsatz erwartet GEA jetzt bis 2022 einen Wert zwischen 8,0 und 10,0 Prozent (bisher 12,0 bis 14,0 Prozent).

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