Galvanik-Abwasserbehandlung: De.mem-Geutec zwischen Tradition und globalem Wachstum
Bildquelle: De.mem
Die Produkte und Dienstleistungen, die in Velbert produziert werden, werden speziell im Bereich der Galvanotechnik, der Leiterplattenindustrie, in Eloxal-, Pulverbeschichtungs- und Lackierbetrieben sowie in sonstigen Industriebetrieben mit Abwasseranfall eingesetzt. Sie ermöglichen zusammen mit De.mem’s Fachwissen einen reibungslosen Ablauf von betrieblichen Prozessen und bieten den Kunden ein breites Spektrum an Problemlösungen und Einsparpotentialen.
Galvanisieren ist ein elektrochemisches Verfahren, bei dem ein Metall mit einer dünnen Metallschichtüberzogen wird – zum Beispiel Stahl mit Zink, Kupfer mit Nickel oder Kunststoff mit Chrom.
Das Abwasser in der Galvanik spielt eine große Rolle, weil bei galvanischen Prozessen viele chemische Stoffe und Metallsalze eingesetzt werden. Diese gelangen beim Spülen der Werkstücke oder beim Austausch von Prozessbädern in das Abwasser. Sie müssen deshalb aufwendig behandelt werden, bevor sie in die Kanalisation oder Umwelt gelangen dürfen.
Laut dem Bundesumweltamt enthalten Galvanik-Abwässer typischerweise Schwermetalle wie Nickel, Kupfer, Chrom, Zink, Eisen oder Silber sowie zahlreiche Säuren, Laugen oder andere Verbindungen, die das Abwasser toxisch und somit umweltgefährdend machen.
Hierzulande müssen Galvanikbetriebe die Abwasserverordnung einhalten. Moderne Anlagen arbeiten mittlerweile zunehmend mit geschlossenen Wasserkreisläufen und Wertstoffrückgewinnung.
Hier besitzt die De.mem Gruppe mittels ihrer deutschen Tochter De.mem-Geutec mit Sitz in Velbert umfangreiches Fachwissen. Dies war beispielsweise auch seitens eines niederländischen Galvanik-Unternehmens gefragt. Der Oberbeflächenbeschichter bezog von der De.mem-Geutec im Jahre 2025 eine komplette Abwasserbehandlungsanlage für seine Produktion nahe der deutsch-holländischen Grenze.
Laut dem Zentralverband Oberflächentechnik (ZVO) und aktuellen Branchenanalysen gehört die Galvanotechnik weiterhin zu den Schlüsseltechnologien der deutschen Industrie – so liefert sie doch Beschichtungen für den Automobilbau, Maschinenbau, die Elektronik-, Bau- und Medizintechnik. Dennoch ist die wirtschaftliche Lage aufgrund der steigendenden Energiepreise angespannt.
Der weltweit größte Wachstumsmarkt für Galvanik ist Asien. China ist der mit Abstand größte Galvanikmarkt der Welt. De.mem treibt daher in seiner Unternehmensstrategie das Cross-Selling seiner Produkte weiter voran. Über die Niederlassung in Singapur hat das Unternehmen bereits erste Kunden aus dem Sektor beliefert, und bereitet eine weitere Expansion nach China wie auch Malaysia vor.
Größter Wachstumstreiber für De.mem ist insbesondere das Thema Nachhaltigkeit, das auch in den asiatischen Ländern immer wichtiger wird. „Insbesondere China hat in diesem Bereich in den vergangenen Jahren deutlich schärfere Gesetze erlassen“, erklärt De.mem‘s Firmenchef Andreas Kröll.
China hat seit 2025 eine umfassende Umweltreform eingeleitet. Nach Ansicht von Andreas Kröll werden sukzessive auch andere asiatische Länder ihre Vorschriften verschärfen. „Damit gehen wird davon aus, dass die Investitionen in Abwassertechnik in der Region steigen werden“, so Kröll abschließend.
Quelle: De.mem-GeUTec GmbH
