dena gründet Plattform für Pumpspeicherwerke

10.01.2014

Um Lösungsvorschläge für eine zukunftsfähige Integration von Pumpspeicherwerken (PSW) in das Energiesystem herauszuarbeiten, hat die Deutsche Energie-Agentur (dena) die Plattform „Pumpspeicherwerke – Partner der Energiewende“ gegründet. Partner sind unter anderem Kraftwerksbetreiber, Anlagenbauer, Energieversorger und Netzbetreiber.

Mit ihrer Initiative bringt die dena wichtige Unternehmen unterschiedlicher Branchen zusammen und bündelt das Know-how. Auf der Agenda stehen insbesondere die Erarbeitung gemeinsamer Positionen für den wirtschaftlichen Betrieb von Pumpspeichern im Energiesystem, die Identifikation von Herausforderungen, Stellungnahmen zu aktuellen Fragestellungen sowie Veranstaltungen und Dialogangebote.

„Im Rahmen der PSW-Plattform möchten wir im Dialog mit der Politik Vorschläge für sinnvolle Rahmenbedingungen erarbeiten und sicherstellen, dass die Potenziale von Pumpspeicherwerken bei der anstehenden Neugestaltung des Energiemarktdesigns genutzt werden“, betont Stephan Kohler, Vorsitzender der Geschäftsführung der dena. „Nur durch eine gezielte Anpassung existierender Rahmenbedingungen können wir gewährleisten, dass in die notwendige Erneuerung von Bestandsanlagen, aber auch in den Bau neuer Pumpspeicher investiert wird.“

Pumpspeicherwerke spielen im Hinblick auf die Systemintegration der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien eine wichtige Rolle. Sie sind derzeit die einzige großtechnische verfügbare und praxiserprobte Technologie für die Speicherung von Strom. Darüber hinaus leisten sie einen wesentlichen Beitrag zur Funktion des Stromnetzbetriebs. Aufgrund der derzeitigen Rahmenbedingungen ist ein wirtschaftlicher Betrieb von Pumpspeichern jedoch infrage gestellt. Hier ist die Politik gefordert, kurzfristig tragfähige Lösungen zu finden. Pumpspeicher werden bereits heute für das Energiesystem benötigt und ihre energiewirtschaftliche Bedeutung wird in den kommenden Jahren stark ansteigen. Aufgrund der langen Planungs- und Realisierungszeiten muss heute mit der Projektplanung für Pumpspeicherkraftwerke begonnen werden, die in zehn bis 20 Jahren in Betrieb gehen sollen. Nur so kann die Energiewende gelingen.

Das Bündnis wird von der dena mit folgenden Projektpartnern durchgeführt: 50Hertz Transmission GmbH, Allgäuer Überlandwerk GmbH, Bilfinger Construction GmbH, E.ON Kraftwerke GmbH, EnBW Erneuerbare und Konventionelle Erzeugung AG, HOCHTIEF Solutions AG, Schluchseewerk AG, Stadtwerke Mainz AG, SWT Stadtwerke Trier Versorgungs-GmbH, TransnetBW GmbH, Trianel GmbH, Vattenfall Europe Generation AG, Verbund AG, Voith GmbH.

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