Verbesserte Tauchmotoren vorgestellt

19.09.2014

Der Fürther Pumpenhersteller Caprari präsentierte seinen Mac6-Tauchmotor in überarbeiteter Ausführung als bislang leistungsstärksten asychronen Drehstromantrieb der Baureihe.

Verbesserte Tauchmotoren vorgestellt

Neuer MAC6-Tauchmotor von Caprari: Ein robuster Motor ist die technische Basis einer zuverlässigen Pumpenanlage (Foto: Caprari)

Zuvor wurden bereits große Teile des Pumpenprogramms unter der Sammelbezeichnung „Next Generation“ mit speziellem Fokus auf unterschiedliche Anwendungsszenarien rundum erneuert. Mit der nun vorgestellten neuen Generation des bereits in hoher Stückzahl international verkauften Mac6-Tauchpumpenmotors will der Hersteller die Leistung, Effizienz und Kostenkalkulation der Pumpenanwendung nochmals verbessern. Die ab sofort lieferbaren Motoren wurden laut Caprari in allen wesentlichen Bereichen optimiert. Der Hersteller verweist insbesondere auf die Motorwicklung, um den Antrieb auch für sehr hohe Betriebstemperaturen tauglich zu machen, sowie auf die nun „extrem starken“ Belastungen widerstehenden Axialtraglager.

Die Mac6 folgen als Standard-Drehstromasynchronmotoren der klassischen Bauform für Pumpenmotoren. Durch die realisierten Verbesserungen sieht Caprari die Leistungs- und Belastungsfähigkeit dieser Motoren auf ein neues Niveau gehievt. Das Designziel der neuen Motorengeneration sei vor allem die Belastungsresistenz selbst bei hoher mechanischer und thermischer Beanspruchung gewesen, teilte Capraris Technikspezialist Holger Berg mit. Das Betriebsprofil der Anlage oder ein falsch eingestellter Motorschutz sei in vielen Fällen der Grund für den Ausfall eines Motors. Ein robuster Antrieb bilde daher die Grundlage, auf der alle weiteren Überlegungen bei der Anlagenkonzeption fußen sollten. Caprari hat den Motor so aufgebaut, dass er als Nachrüstsystem mit normierten Anschlussmaßen nach NEMA voll kompatibel zum Rest einer bereits vorhandenen Anlage ist. Dabei kann er unbeschränkt auch von Frequenzumrichtern angesteuert werden – nicht allein zum Motorschutz, sondern auch um ein individuell optimiertes Betriebsprofil fahren können, beispielsweise zum sanften Anlauf oder für den reduzierten Nachtbetrieb. Die hohe Belastungsresistenz des neuen Motors gelte insbesondere auch gegenüber den typischen Störeinflüssen von Standard-Frequenzumrichtern, so Berg. Mit der Überarbeitung profitiere der Kunde von einem verbesserten Wirkungsgrad, für den allein ein Frequenzumrichter nicht erforderlich sei.

Als Pumpenhersteller zieht Caprari einige Register, um dem Anwender ein nachhaltig gutes Preis-Leistungsverhältnis zu bieten. Technische Besonderheiten wie die Schutzeinrichtung „Defender“ gibt es beispielsweise nur bei Caprari: Eine Passivierungstechnik, um Edelstahlbauteile und Gussteile vor korrosiven Einflüssen zu schützen. Sie soll auch den neuen Mac6 vor elektrochemischer Korrosion und galvanischen Einflüssen bewahren. Eine hohe Sandresistenz ist bei Caprari seit jeher obligatorisch.

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