Neue Druckerhöhungsanlagen für die Wasserversorgung

15.02.2022
Die neuen anschlussfertigen Druckerhöhungsanlagen der Baureihe KSB Delta Macro sind für große Fördermengen konzipiert. Der maximale Förderstrom pro Anlage beträgt 960 m³/h und die größte Förderhöhe liegt serienmäßig bei 160 Metern. Die anschlussfertigen Einheiten arbeiten vollautomatisch und sind mit zwei bis sechs Movitec Hocheffizienzkreiselpumpen ausgestattet.
Neue Druckerhöhungsanlagen für die Wasserversorgung

KSB Delta Macro SVP sind anschlussfertige, vollautomatische Druckerhöhungsanlagen für große Volumenströme in der Gebäudetechnik. (Bildquelle: KSB SE & Co. KGaA)

Die Mikroprozessorsteuerung (Booster Command Pro+) schaltet die Pumpen entweder kaskadenartig (F-Ausführung) oder geregelt durch Frequenzumrichter (VC und SVP) bedarfsabhängig ein und aus. LEDs auf der Bedieneinheit zeigen die Betriebszustände der Anlage an. Eine serienmäßig vorhandene Modbus-RTU-Schnittstelle sorgt für die Anbindung an die externe Kommunikation. Zur Weiterleitung von Warnungen oder Alarmen an eine übergeordnete Leitwarte stehen neben anderen optionalen Signalklemmen standardmäßig zwei potenzialfreie Kontakte auf Klemmen zur Verfügung.

Über eine Bluetooth LE-Schnittstelle lassen sich die Anlagen mit der KSB-Delta-FlowManager-App verbinden. Diese zeigt den aktuellen Status der Pumpen, die Drücke auf Saug- und Druckseite sowie die programmierten Parameter an. Darüber hinaus bietet die App die Möglichkeit, das System direkt zu steuern, zu bedienen und Einstellungen zu ändern.

Die SVP-Version ist mit hocheffizienten IE5-Synchron-Reluktanzmotoren der Baureihe Supreme und dem Drehzahlregelsystem PumpDrive ausgerüstet. Die F- und die VC-Varianten sind mit IE3-Motoren ausgestattet. Das Einschalten der ersten Pumpe erfolgt durch den Druckabfall im Leitungsnetz, der beim Öffnen eines Verbrauchers entsteht. Solange die Druckerhöhungsanlage in Betrieb ist, schaltet die Mikroprozessorsteuerung die Pumpen bedarfsabhängig zu und ab.

Stoppt die Wasserabnahme, gehen alle Pumpen bei Erreichen des Ausschaltdrucks nacheinander sanft vom Netz. So ist gewährleistet, dass die Pumpen nur entsprechend dem tatsächlichen Bedarf zum Einsatz kommen. Ist eine Pumpe 24 Stunden nicht gelaufen, startet die Mikroprozessorsteuerung mit dieser einen Testlauf. Kommt es zu einem Wassermangel im Zulauf, stoppt die Anlage automatisch und verhindert so einen schädlichen Trockenlauf.

Der Hersteller montiert und testet alle Anlagen vor dem Versand im Werk. So bekommen alle Betreiber eine anschlussfertige Einheit geliefert. Das erlaubt dem Servicepersonal eine einfache und schnelle Inbetriebnahme. Absperrhähne vor und nach jeder Pumpe ermöglichen deren Austausch, ohne dass man die Rohrleitung vorher entleeren müsste.

Alle medienberührten Bauteile sind entweder aus Edelstahl oder Messing. Die Dichtungen sind aus für Trinkwasser zugelassenem EPDM. Das sorgt für Korrosionsbeständigkeit und lange Standzeiten. Die Anlagen sowie die mit dem Medium in Berührung kommenden Anbauteile besitzen eine Zulassung entsprechend des deutschen Umweltbundesamtes (UBA), des DVGW-, der französischen ACS- und der britischen WRAS-Trinkwasserverordnungen. Alle verbauten Ventile und Rückschlagarmaturen haben zudem eine deutsche Trinkwasserzulassung gemäß DVGW.

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