Mehrstufige Lutz Tauchkreiselpumpen aus Kunststoff

15.07.2010

Im Bereich der Rauchgasreinigung, Gaswäsche oder Oberflächenreinigung steigt die Nachfrage nach Pumpen in vertikaler, nass aufgestellter Bauart mit hohen Förderdrücken. Diese sind notwendig, damit Arbeitsabläufe zuverlässiger und Reinigungsprozesse schneller durchgeführt werden können.

Mehrstufige Lutz Tauchkreiselpumpen aus Kunststoff

B80 KGK G3 (Foto: Lutz Pumpen)

Was bei Pumpen in Metallausführung Stand der Technik ist, kann aufgrund der technischen Eigenschaften nicht unverändert in den konstruktiven Aufbau einer Kunststoffpumpe übertragen werden. Da die thermische Belastbarkeit der Kunststoffe begrenzt ist, können nicht die gleichen hohen Lagerbelastungen einer metallischen Pumpe aufgenommen werden.

Mit wachsenden Laufradabmessungen steigen bei einstufigen Pumpen über 2000 mm Eintauchtiefe die Anforderungen an Gleit- und Zwischenlagerungen, um die hohen Radialkräfte bei schnell laufenden Pumpen auszugleichen. Hier sind thermoplastischen Werkstoffen Grenzen gesetzt.

Für diesen Zweck wurde im Baukastensystem eine zweistufige Pumpenbaureihe mit einer Nenndrehzahl von 1450 min-1 entwickelt, die den Anforderungen an Betriebssicherheit und Anlagenverfügbarkeit auch im Dauerbetrieb gerecht wird. Zwei hintereinander geschaltete Laufräder erreichen Förderhöhen bis 85 m. Zweistufige Pumpen haben beim Fördern von feststoffbeladenen Flüssigkeiten oder Medien mit geringen Schmiereigenschaften einen deutlichen Vorteil im Verschleißverhalten der Lagerung gegenüber einer schnell laufenden, einstufigen Pumpe.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil liegt in den deutlich geringeren Einbaumaßen der Pumpe, was im Anlagenbau ein wichtiger Aspekt ist. Aufgrund der eingesetzten

4-poligen Antriebe ist die Geräuschentwicklung der Pumpen deutlich niedriger.

Mit den neuen zweistufigen Tauchkreiselpumpen können Fördermengen bis 280 m³/h und Förderhöhen bis 85 m erreicht werden. Die Temperaturgrenzen liegen je nach Werkstoffauswahl bei -10 bis +90°C. Die Pumpen können mit einer Eintauchtiefe bis 4000 mm geliefert werden. Als Wellenabdichtungen zur Atmosphäre sind Gasdichtungen zum Schutz von Lagerung und Motor eingebaut. Weiter kann die Wellenabdichtung durch einfach wirkende Norm-Gleitringdichtungen erfolgen.

Axialkräfte werden durch fett-/ölgeschmierte Wälzlager aufgefangen. Verbleibende Radialkräfte übernehmen großzügig dimensionierte Gleitlagerungen, die je nach Beschaffenheit des Fördermediums aus PTFE-GF/Keramik oder SiC/SiC bestehen

Als Gehäusewerkstoffe stehen Polypropylen und PVDF zur Verfügung. Im Einsatzfall bei hohen Temperaturen gibt es Ausführungen in GFK-verstärktem bzw. ummanteltem Polypropylen.

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