gat|wat 2021: Energie- und Wasserexperten und -expertinnen im Dialog mit der Politik

12.11.2021
Nach rund anderthalb Jahren Corona-bedingter Einschränkungen kehrt einer der führenden Branchenkongresse - die gat|wat - zum Live-Format zurück. Zwei Tage – am 24. und 25. November – nehmen Vertreterinnen und Vertreter der Energie- und Wasserbranche aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden auf der von DVGW und BDEW gemeinsam ausgerichteten Leitveranstaltung in Köln den direkten Austausch miteinander auf.
gat|wat 2021: Energie- und Wasserexperten und -expertinnen im Dialog mit der Politik

Bildquelle: Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW)

Für eine resiliente Versorgung mit Energie und Wasser im Zeichen des Klimawandels ist ein breit angelegter Diskurs, wie die gat|wat ihn ermöglicht, entscheidend - gerade in Zeiten der zu erwartenden bundes- ebenso wie europapolitischen Veränderungen. Im Fokus stehen dabei der Ordnungsrahmen, und die gemeinsame Lösungsfindung etwa für die technische Umstellung von Erdgas auf Wasserstoff.

Ein Energieversorgungssystem, das den Prämissen von Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit, und Versorgungssicherheit gerecht wird, arbeitet mit Strom und Gas. Das Augenmerk muss verstärkt auf die Dekarbonisierung der Gaswelt gelegt werden. Gase, allen voran Wasserstoff, und die Gasinfrastrukturen, sind durch ihr hohes Dekarbonisierungspotenzial und vielseitigen Anwendungsoptionen notwendige Bestandteile eines Energiesystems der Zukunft. „Nachdem erste Weichenstellungen wie eine gemeinsame Regulierung von Gas- und Wasserstoffnetzen oder die Anerkennung von Wasserstoff als Energiegas erfolgt sind, muss die Politik nun wirksame Anreize setzen, damit der Markteintritt klimaneutraler Gase in den einzelnen Sektoren wirtschaftlich rentabel gelingt“, erklärt Prof. Dr. Gerald Linke, Vorstandsvorsitzender des DVGW im Vorfeld der Veranstaltung.

Die krisenfeste Ausrichtung der zukünftigen Wasserversorgung verlangt nach politischen und technischen Lösungen gleichermaßen. Der Klimawandel veranschaulicht dies eindrücklich: Auf der einen Seite sind neue Antworten auf die Gewährleistung der Versorgungssicherheit erforderlich. Klimatisch bedingte Herausforderungen wie Starkwetterereignisse machen ein neues Regenwassermanagement notwendig. Zum anderen müssen die politischen Entscheidungsträger den Rechtsrahmen weiterentwickeln und zum Beispiel die Wasserentnahmerechte flexibilisieren. Nur, wenn der Schulterschluss zwischen allen Beteiligten erfolgt, ist die öffentliche Trinkwasserversorgung auch in Zeiten des Klimawandels weiterhin sicher.

Weitere Artikel zum Thema

Jörg Höhler ist neuer Präsident des DVGW

01.12.2022 -

Jörg Höhler (56) ist neuer Präsident des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW). Der bisherige DVGW-Vizepräsident löst Michael Riechel (61) ab, der nicht mehr zur Wahl antrat. Im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung des DVGW-Bundespräsidiums heute in Bonn wurde der Staffelstab somit frühzeitig übergeben.

Mehr lesen

Grundfos sieht Nachholbedarf für das geplante Energieeffizienzgesetz und Gebäudeenergiegesetz

11.11.2022 -

Grundfos begrüßt die zum 1. Oktober 2022 in Kraft getretene Mittelfristverordnung zur Sicherung der Energieversorgung (EnSimiMaV). Gleichzeitig vertritt Grundfos den Standpunkt, dass die EnSimiMaV, insbesondere in Bezug auf die Frage potenzieller Einsparmaßnahmen beim Energieverbrauch, sowohl im öffentlichen als auch dem privaten Sektor, noch nicht weit genug greift.

Mehr lesen

wat 2022: Energie- und Wasserwirtschaft vor großen Herausforderungen in unsicheren Zeiten

24.10.2022 -

Die Versorgungssicherheit in Deutschland mit Energie in aktuellen Krisenzeiten zu gewährleisten und zeitgleich die notwendigen Maßnahmen mit Blick auf verfügbare Energieträger und ihre Mengen, die Ertüchtigung der Infrastruktur sowie klimaneutrales Handeln in Verantwortung umzusetzen, sind enorme Herausforderungen, mit denen sich die Gasbranche konfrontiert sieht.

Mehr lesen