DVGW-Forschung zu Trinkwasserversorgung im Klimawandel: Vorausschauendes Planen und Handeln ermöglichen

07.12.2021
Der Blick in die Zukunft spielt eine entscheidende Rolle bei der Sicherung unserer Trinkwasserversorgung in Zeiten des Klimawandels. Künftig wird es immer wichtiger, frühzeitig gesicherte Daten und Prognosen zum Wasserdargebot oder Bedarf ebenso wie präzise Planungsinstrumente zur Verfügung zu haben.
DVGW-Forschung zu Trinkwasserversorgung im Klimawandel: Vorausschauendes Planen und Handeln ermöglichen

Der DVGW hat im Rahmen seines Zukunftsprogrammes Wasser mit seinen Partnerinstituten zielgerichtete Forschungsprojekte initiiert. (Bildquelle: Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW))

Der DVGW hat hierzu im Rahmen seines Zukunftsprogrammes Wasser mit seinen Partnerinstituten zielgerichtete Forschungsprojekte initiiert:

„Mit dem Zukunftsprogramm Wasser entwickeln wir – gemeinsam mit allen Akteuren der Wasserversorgung – zukunftssichere Lösungen, mit denen wir Trinkwasser in hoher Qualität und ausreichender Menge für alle nachhaltig sichern“, teilte der DVGW-Vorstand Wasser Wolf Merkel im Rahmen der wat 2021 in Köln mit. „Gestartet sind wir bereits mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), mit dem der DVGW die zukünftige Entwicklung des Wasserkreislaufes in Deutschland analysiert und wissenschaftlich gestützte Prognosen zum Wasserdargebot für die kommenden Jahrzehnte erstellt. Anhand der Ergebnisse können wir Rückschlüsse auf die regionale Verteilung von Wasserressourcen ziehen.” Parallel modellieren die DVGW-Institute TZW Technologiezentrum Wasser und IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasserforschung mit der Universität Hohenheim den zukünftigen Wasserbedarf in Deutschland.

Die Ergebnisse beider Modellierungen fließen dann in die Zukunftsvision „Wasserversorgung 2030“ ein, die Trends und Wandlungsprozesse sowie ihre Auswirkungen auf den Wasserbedarf, das Wasserdargebot und die wasserwirtschaftlichen Infrastrukturen in Deutschland zu einem „Big Picture“ zusammenführen wird. Damit wollen die Wissenschaftler sichtbar machen, in welchen Regionen es aufgrund knapper Ressourcen zu Defiziten und Nutzungskonflikten kommen kann, und wo extreme Wetterereignisse wie Starkregen zunehmen könnten. Darauf basierend werden Prognosetools sowie veränderte Versorgungskonzepte und Anpassungsstrategien an den Klimawandel entwickelt.

Gemeinsam mit seinen Mitgliedern und Partnern führt der DVGW in den kommenden drei Jahren das Zukunftsprogramm Wasser durch. Mit dem Leitmotiv „Zukunft Wasser: Eine sichere Ressource für uns alle!“ und einem Gesamtbudget von rund fünf Mio. Euro soll die zielgerichtete Innovationsforschung dazu beitragen, eine Strategie für die zukünftige Wasserversorgung in Deutschland zu entwickeln. Vier Teilprojekte bilden das zentrale Element der Programmstruktur: das Teilprojekt “Roadmapping” und die drei Themenfelder, „Extremereignisse und Klimawandelanpassung“, „Asset-Management und ergänzende Technologien“ sowie „Sicherstellung der Wasserqualität“. Die aktive Einbeziehung von externem Knowhow und die Vernetzung mit relevanten gesellschaftlichen und politischen Akteuren im In- und Ausland garantieren einen adressatengerechten Wissenstransfer und den praktischen Nutzen der Ergebnisse.

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