AchemAsia trotzt schwierigem wirtschaftlichen Umfeld

02.06.2016

Die AchemAsia hat sich trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds gut behaupten können: Bei Hallenschluss zeigten sich Aussteller und Organisatoren zufrieden. 11.834 Besucher fanden den Weg auf das Gelände der internationalsten Ausstellung für die Prozessindustrie in China, kaum weniger als 2013, als 12.470 Besucher gezählt wurden.

Das ist um so bemerkenswerter, als die Ausstellerzahl im Vorfeld deutlich zurückgegangen war; besonders westliche Firmen verhalten sich momentan hinsichtlich ihres Engagements in China eher zögerlich. „Der Besucherzuspruch zeigt, dass es gerade angesichts wirtschaftlicher Herausforderungen um so wichtiger ist, sich zu präsentieren, Produkte und Technologien vorzustellen und mit Zulieferern und Kunden in Kontakt zu bleiben“, sagte Dr.-Ing. Thomas Scheuring, Geschäftsführer der Dechema Ausstellungs-GmbH. „Die chinesische Industrie verändert sich. Es werden neue Ziele gesetzt – nicht zuletzt durch den kürzlich veröffentlichten Fünf-Jahres-Plan – und dafür braucht es auch neue Technologien und innovative Ideen.“ Er freue sich besonders darüber, dass sich die Treue der Aussteller nicht nur angesichts der Besucherzahl gelohnt habe, sondern dass viele auch die hohe Besucherqualität erwähnt hätten.

Insgesamt nahmen 295 Aussteller aus 17 Ländern an der AchemAsia teil. Mit 194 Ausstellern stellte China das größte Kontingent, wobei auch eine Reihe von internationalen Firmen über ihre chinesischen Dependancen vertreten waren. Die zweitgrößte Ausstellergruppe kam mit 49 Firmen aus Deutschland, gefolgt von Frankreich mit 17 Ausstellern.

„Die AchemAsia war eine sehr gute Messe und hat den Ausstellern eine Reihe interessanter Besucher beschert. Distributoren und vor allem eine große Zahl an Kunden waren vor Ort, ein Beleg dafür, dass die Veranstaltung in der chemischen Community bekannt ist. Trotz der Abschwächung des Wirtschaftswachstums in China spielt die Branche weiterhin eine wichtige Rolle für Innovationen und bleibt ein wichtiger Faktor im asiatischen Wirtschaftsraum“, sagte Philippe Marrec, Director of Industries Division at the Business France China Beijing Office.

Die Ausstellung umfasste unter anderem Anlagenkomponenten, Filtertechnologien, Apparate für die mechanische und thermische Verfahrenstechnik, Laborausrüstung, Analysengeräte, aber auch Anlagen für biochemische Prozesse und Dienstleistungen von der Konzeption bis zum Anlagenbau.

Das Konferenzprogramm, das sich aus mehreren Satelliten-Symposien zusammensetzte, stieß ebenfalls auf großes Interesse. Besonders die Vortragsstränge zu Trenntechnik und Neuentwicklungen in der Prozesstechnik, wo Aussteller ihre aktuellen Innovationen vorstellten, zogen viele Zuhörer an und boten kaum noch einen freien Platz. Andere Sessions wie das “Internet+” Intelligence Construction Symposium oder die Foren zur Detektion und Beseitigung flüchtiger organischer Verbindungen, zur Wasserbehandlung und zur Biokorrosion, zu aktuellen Fragen der petrochemischen Industrie und zu Single-Use-Technologien fanden ebenfalls viel Beachtung. Zusätzlich nutzten einige Aussteller die Gelegenheit, Workshops und Symposien für ihre Kunden und interessierte Besucher zu veranstalten.

„Die Bandbreite der Kongressthemen ist beeindruckend“, sagte Prof. Dr. Kurt Wagemann, Geschäftsführer der Dechema. “Indem verschiedene Partner die Symposien organisieren und Themen nach ihrer Aktualität und Relevanz auswählen, können wir sicherstellen, dass das Kongressprogramm Highlights für jede Zielgruppe bietet.“

Die AchemAsia 2016, die gemeinsam von der Dechema und der Chemical Industry and Engineering Society of China (CIESC) organisiert wird, war die 10. Veranstaltung einer erfolgreichen Reihe, die 1989 ins Leben gerufen wurde. Beide Partner unterstrichen die hervorragende Zusammenarbeit, die sich über die Jahre vertieft hat, so dass die AchemAsia sich zu einer internationalen Veranstaltung entwickelt hat, die gleichzeitig fest in China verwurzelt ist. „Wir sind sehr froh, dass wir in China so verlässliche Partner haben, und wir freuen uns darauf, die Zusammenarbeit über den Dreijahresrhythmus der AchemAsia hinaus zu intensivieren“, sagt Thomas Scheuring.

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