Wenn die Messe zum Kunden kommt: Flender schickt AIQ-Technologie auf Europatour

24.04.2026
Wer eine neue Antriebstechnologie erleben will, fährt gewöhnlich zur Messe. Flender dreht dieses Prinzip um: Jetzt reist die Technologie selbst zum Kunden. Am 20. April 2026 fiel am Hauptsitz in Bocholt der offizielle Startschuss für „AIQ on Tour" – und der AIQ-Truck rollte vom Firmengelände auf seine zwölfmonatige Europareise. Das Ziel: Zustandsüberwachung für jeden greifbar machen, getreu dem Motto der Tour „Condition Monitoring for everyone“.
Wenn die Messe zum Kunden kommt: Flender schickt AIQ-Technologie auf Europatour

Von Bocholt durch Europa: die AIQ-Experten Matthias Hartmann und Ricardo van Manen freuen sich, dass die Tour den Kunden das Thema Zustandsüberwachung live erlebbar macht. (Bildquelle: Flender International GmbH)

Mit der sensorbasierten AIQ-Technologie digitalisiert Flender den Antriebsstrang. Das durchgängige Monitoring von Betriebsparametern macht Analysen des Produktionsprozesses und vorausschauende Wartung möglich und gibt Handlungsempfehlungen für den Betrieb und Service.

Ein Reisemobil für mehr Anlagenverfügbarkeit und Effizienz
Das ungewöhnliche Fahrzeug – von außen einem Wohnmobil nicht unähnlich, von innen ein mobiles Kompetenzzentrum für intelligente Zustandsüberwachung – wird in den kommenden zwölf Monaten Kunden in mehr als 15 Ländern besuchen. An Bord: Live-Demo-Einheiten, Echtzeit-Monitoring-Setups und das AIQ-Vertriebsteam von Flender.

„Mit Blick auf unsere Produkte aus Guss und Stahl habe ich immer gesagt: Heavy Metal trifft KI. Damit fahren wir jetzt direkt zu unseren Kunden. Mit AIQ on Tour machen wir aus einem starken Produkt ein starkes Erlebnis: live, vor Ort, an der Anlage. Genau da, wo es drauf ankommt", so Andreas Evertz, CEO von Flender.

Der Vertrieb bringt das Produkt – und sitz selbst auf dem Fahrersitz
Statt Kunden zu einer Messe einzuladen, fährt Flender mit seiner Technologie direkt in den Betrieb. Für den Kunden bedeutet das: kein Reiseaufwand, dafür eine Live-Demonstration am eigenen Standort – mit echten Betriebsdaten, echten Getrieben und einem echten Gesprächspartner. Der AIQ-Truck gibt Flenders Kundennähe eine physische Form.

AIQ live erleben – an realen Getrieben und Kupplungen
Im Mittelpunkt der Tour steht AIQ, Flenders intelligentes Condition-Monitoring-System, das bereits in vielen Industrien im Einsatz ist. Kunden können im Truck live erleben, wie AIQ Schwingungen, Temperatur und Drehzahl kontinuierlich überwacht und die Messdaten mit den gerätespezifischen Konfigurationswerten abgleicht. Weichen die Werte ab, gibt das System frühzeitig Handlungsempfehlungen – lange bevor ein ungeplanter Stillstand entsteht. Das Ergebnis: bis zu 70 Prozent weniger Ausfallzeiten, bis zu 40 Prozent niedrigere Wartungskosten.

„Wir haben gemerkt: AIQ erklärt sich am besten, wenn man es sieht. Deshalb bringen wir es jetzt einfach mit – direkt zu unseren Kunden, in ihre Betriebe, in ihre Sprache. AIQ on Tour ist unser Bekenntnis zu echter Kundennähe. Und ein Beweis dafür, dass vorausschauende Wartung kein Zukunftsversprechen mehr ist, sondern heute schon funktioniert“, erklärt Julia Zundel, Leiterin „Digital Business“ bei Flender.

Auf Tour sind AIQ Core für Industriegetriebe sowie AIQ Detect für Kupplungen der Baureihen N-EUPEX und RUPEX. Beide Systeme sind auch als Retrofit-Lösung für Bestandsanlagen verfügbar – die Installation dauert in der Regel nicht viel mehr als eine Stunde. Dies können Kund*innen direkt vor Ort ausprobieren und kostenlos einen AIQ Core oder Detect in ihre Anlage installieren lassen. Unterstützte Konnektivitätsoptionen umfassen WiFi, LTE, Bluetooth, OPC-UA, Cloud-Anbindung sowie analoge und digitale Ausgänge für die direkte Steuerungsanbindung.

Zwölf Monate, 15 Länder, alle relevanten Branchen
Die Tour erstreckt sich über alle Branchen, in denen Flender-Antriebslösungen im Einsatz sind – von Zement und Mining über Energie und Wasser/Abwasser bis hin zu Kran- und Fördertechnik. Nach Deutschland, Schweiz, Belgien und der Niederlande führt die Tour Richtung Süden durch u.a. Frankreich, Spanien, Italien und Österreich. Im nächsten Jahr stehen dann Großbritannien, die Türkei und Tschechien auf dem Plan.

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