Wasserwiederverwendung treibt Wachstum: De.mem legt bei Umsatz und Profitabilität zu
Bildquelle: De.mem Limited
Die Wiederverwendung von Wasser entwickelt sich zunehmend zu einem Bestandteil industrieller Wasserversorgung. Nach Angaben der Weltbank haben sich die weltweiten Kapazitäten für Water Reuse innerhalb der vergangenen zwei Jahrzehnte verdreifacht. Derzeit wächst der Bereich um knapp 7 Prozent jährlich. Bis 2040 könnte die kommunale und industrielle Wasserwiederverwendung auf rund 430 Mio. Kubikmeter pro Tag steigen. Das damit verbundene Investitionspotenzial beziffert die Weltbank auf bis zu 340 Mrd. US-Dollar.
Für Industrieunternehmen geht es dabei nicht allein um Wasserknappheit. Aufbereitung und Wiederverwendung können die Abhängigkeit von Frischwasser reduzieren und zugleich helfen, Vorgaben für die Einleitung von Abwasser einzuhalten. Entsprechend wächst der Bedarf an Aufbereitungsanlagen, Membranen, Spezialchemikalien sowie Wartungs- und Betriebsleistungen.
Australien investiert in Wasserrecycling
Wie konkret diese Entwicklung inzwischen wird, zeigt sich unter anderem in Australien, einem wichtigen Markt für De.mem. In Westaustralien wurde 2026 eine Investition von 81 Mio. AUD in die Erweiterung der Kwinana Water Reclamation Plant angekündigt. Zusätzlich aufbereitetes Abwasser soll dort künftig unter anderem für die Rohstoffverarbeitung, Energieanwendungen sowie die Produktion von grünem Eisen und Stahl zur Verfügung stehen. Gleichzeitig sollen Grund- und Trinkwasserressourcen entlastet werden.
Auch vor dem Hintergrund der dynamischen Entwicklungen in Westaustralien hat De.mem im ersten Halbjahr 2026 sein Wachstum fortgesetzt. Der Umsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 26 Prozent von 14,0 auf 17,6 Mio. AUD. Die Zahlungseingänge stiegen um 28 Prozent auf 20,0 Mio. AUD. Damit verzeichnete das Unternehmen nach eigenen Angaben das 29. Quartal in Folge einen Anstieg der Zahlungseingänge gegenüber dem jeweiligen Vorjahresquartal.
Ergebnis wächst schneller als der Umsatz
Auffällig ist vor allem die Entwicklung der Profitabilität. Das bereinigte EBITDA stieg von 556.000 AUD im ersten Halbjahr 2025 auf 1,58 Mio. AUD. Die bereinigte EBITDA-Marge erhöhte sich damit rechnerisch von knapp 4 auf rund 9 Prozent. Die Bruttomarge lag bei 41 Prozent.
Auch beim Cashflow verbesserte sich die Entwicklung. De.mem erzielte im ersten Halbjahr einen positiven operativen Cashflow von 928.000 AUD. Zum Vergleich: Im gesamten Geschäftsjahr 2025 waren es 318.000 AUD. Ende Juni verfügte das Unternehmen über Barmittel und Termineinlagen von insgesamt 4,3 Mio. AUD.
Eine wichtige Rolle spielt dabei die Struktur des Geschäfts. Rund 90 Prozent der Zahlungseingänge stammen nach Unternehmensangaben aus wiederkehrenden Einnahmequellen. Dazu gehören unter anderem Wartungs- und Betriebsverträge, Ersatzmembranen, Spezialchemikalien, Pumpen und Verbrauchsmaterialien. Dadurch ist De.mem weniger ausschließlich von der Vergabe einzelner größerer Anlagenprojekte abhängig.
Deutschland trägt zum Wachstum bei
Auch die deutsche Tochter De.mem-Geutec steuerte zum Wachstum bei. Sie erzielte im ersten Halbjahr einen Umsatz von rund 2,5 Mio. AUD und erreichte nach Angaben des Mutterkonzerns ein Rekordergebnis. Größter Umsatzträger blieb allerdings das Geschäft in Westaustralien. Einschließlich des Spezialchemikaliengeschäfts entfielen darauf rund 49 Prozent des Konzernumsatzes.
Für das Gesamtjahr erwartet De.mem eine Fortsetzung des Wachstumskurses. Entscheidend wird dabei weniger die Zahl neuer Umsatzrekorde sein als die Frage, ob das Unternehmen die zuletzt deutlich verbesserte Profitabilität und den positiven operativen Cashflow auch bei weiterem Wachstum aufrechterhalten kann. Der strukturell wachsende Markt für industrielle Wasseraufbereitung und Wasserwiederverwendung bietet dafür ein grundsätzlich günstiges Umfeld. „Wir freuen uns sehr, dass wir den Umsatz der De.mem-Gruppe signifikant um 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ausbauen konnten, während die Profitabilität gemessen am EBITDA sich fast verdreifacht hat. Dies liegt auch darin begründet, dass wir getrieben durch die starke Nachfrage aus dem Goldbergbau in Perth und Westaustralien mittlerweile über ein sehr solides Kerngeschäft verfügen. Unsere Sales-Pipeline ist umfangreich und der Ausblick für den Rest des Jahres 2026 wie auch 2027 bleibt positiv“, erklärt De.mem Firmenchef Andreas Kröll.
Quelle: De.mem Limited
