Tsurumi: Leichte Schmutzwasserpumpen in Hartgestein

03.01.2020
Einen technologischen Sprung nach vorn machte Tsurumi: Boten viele Modelle bereits außergewöhnliche Standzeiten mit abrasiven Medien, so erzielt der Pumpenhersteller jetzt bis zu vier Mal höhere Werte. Auch ältere Pumpen lassen sich umrüsten.
Tsurumi: Leichte Schmutzwasserpumpen in Hartgestein

Für seine leichte KTV-Reihe bietet Tsurumi jetzt ein Umrüst-Kit an, das die Pumpe fit für Hartgestein macht (Bildquelle: Tsurumi (Europe) GmbH)

Im Fokus des Herstellers stehen insbesondere die Baupumpen der KTV-Serie. Sie zählt zu den Erfolgsmodellen des japanischen Herstellers und gilt als Allrounder für die Bauentwässerung.

Ein Schlüsselfaktor ist das niedrige Gewicht, das Tsurumi mit einem Gehäuse aus Aluminiumdruckguss erzielt. Viele Kunden verwenden die KTV daher gern, zumal es das Umsetzen an wechselnde Standorte erleichtert. Indes, in Umgebungen mit stark abrasiven Medien, wie mancherorts im Berg-, Tunnel- und Spezialtiefbau, kam der Leichtbau an seine Grenzen. Tsurumi empfiehlt für diese Anwendungen in der Regel andere Pumpen. Da Anwender trotzdem die Leichtpumpen dort einsetzten, gab es entsprechende Rückmeldungen.

Darauf hin rief der Hersteller ein Spezial-Team auf den Plan. Es untersuchte die mechanische Beanspruchung vor allem von Ölgehäuse, Fixierscheibe, Pumpengehäuse und Schleissplatte. Im Fokus dabei: Die Verwendung der Pumpen in sehr anspruchsvollen Umgebungen wie etwa Hartgestein. Entwickelt wurden neue Verschleißteile in veränderter Ausführung und mit einem anderen Shore-Härtewert. Weiterhin wurde durch das Mutterhaus in Japan das Ölgehäuse mit einer dickeren Wandstärke gefertigt. Die aufgewerteten Pumpen erwiesen sich als erheblich resistenter: In der Praxiserprobung in einem deutschen Tunnelprojekt konnte die Standzeit von fünf Wochen auf fünf Monate verlängert werden. Weitere Einsätze in mehreren Tunneln auch in Österreich lieferten ähnliche Ergebnisse. Das Umrüst-Kit wurde freigegeben.

Die neuen Bauteile bietet Tsurumi allerdings nur auf Anfrage an. Die Umstellung der Serie oder die Nachrüstung vorhandener Pumpen im Bestand sei nicht angezeigt, hieß es. Denn in der „normalen“ Wasserhaltung der Baustellen verrichtet die KTV in Standardausführung klaglos ihren Dienst. Schon in ihr hat der Hersteller Bauteile etwa aus Siliziumkarbid, dem härtesten natürlichen Material nach Diamant, eingebaut. Für den unbeaufsichtigten Dauerlauf sind ohnehin alle Tsurumi-Pumpen konzipiert: Die Ölschmierung bleibt dank patentiertem Ölheber intakt, egal, ob die Pumpe steht oder liegt. Ist die Beanspruchung hingegen sehr hoch und das Pumpengewicht relevant, so empfiehlt sich die Umrüstung. Kunden könnten diese auch in Eigenregie bewerkstelligen, so der Hersteller mit Hinweis auf sein Baukastenprinzip.

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