Sulzer: Robuste Performance dank anhaltendem Wachstum des Bestellungseingangs

24.04.2020
CEO Greg Poux-Guillaume erklärte: „Die Bestellungen in den ersten drei Monaten des Jahres 2020 stiegen um 6.5 Prozent und lagen damit deutlich über unserer Prognose von 2-4 Prozent – trotz der Auswirkungen der weltweiten Covid-19-Pandemie.
Sulzer: Robuste Performance dank anhaltendem Wachstum des Bestellungseingangs

Unsere starke Performance basiert auf unseren Aftermarket-Aktivitäten, die sich als widerstandsfähig erwiesen und 45 Prozent von Sulzer ausmachen, sowie dem aktiven Markt für neue Pumpen in allen Segmenten. Wir gehen davon aus, dass das nächste Quartal anspruchsvoller wird, da die Auswirkungen der Lockdowns voll zum Tragen kommen werden. Unser wenig zyklisches Geschäft, das zwei Drittel von Sulzer ausmacht, wirkt dem einerseits entgegen, und andererseits die Kostenmassnahmen, die wir eingeleitet haben, um uns an die durch die Pandemie verursachte wirtschaftliche Abschwächung anzupassen.“

In den ersten drei Monaten des Jahres 2020 war der Bestellungseingang mit CHF 994 Mio. weiterhin stark und wuchs währungsbereinigt um 6.5 Prozent und organisch um 3.2 Prozent. Dies trotz des Covid-19-Lockdowns in China im Februar und einer hohen Vergleichsbasis im ersten Quartal 2019 aufgrund ausserordentlicher Grossaufträge im Bereich Wasserinfrastruktur. Währungsumrechnungen wirkten sich 5.5 Prozent negativ auf die Rechnungslegung aus, während Akquisitionen einen positiven Beitrag von 3.3 Prozent leisteten.

Der Bestellungseingang im Wassermarkt ging organisch um 16.5 Prozent zurück, hauptsächlich aufgrund der hohen Vergleichsbasis im Jahr 2019; unter Ausklammerung der zwei ausserordentlichen Grossaufträge im Bereich Wasserinfrastruktur in der Höhe von CHF 42 Mio. nahm der Bestellungseingang im Bereich Wasser im Vergleich zum Vorjahr um 18.1 Prozent zu, was auf die starke Leistung im kommunalen Wassersegment zurückzuführen ist. Der Bestellungseingang im Öl- und Gasgeschäft stieg organisch um 24.7 Prozent, auch dank eines besonders starken Upstream-Segment. Die Aufträge im Geschäftsbereich Energie wuchsen zweistellig. Das Chemie-Segment nahm währungsbereinigt um 3.3 Prozent zu, während es organisch um 6.9 Prozent zurückging, was auf eine zeitliche Verschiebung für grössere Projekte bei Chemtech zurückzuführen ist.

Innerhalb der Division Applicator Systems stiegen die Bestellungen aus dem Gesundheitswesen deutlich an, während der Dentalbereich durch Covid-19 negativ beeinflusst wurde, da Zahnarztpraxen in der zweiten Hälfte des Quartals nur noch Notfallbehandlungen durchführten. Die Aufträge aus dem Klebstoffmarkt blieben trotz Stillständen in der Automobil-, Luftfahrt- und Elektronikindustrie stabil. Das Beauty-Segment zeigte mit einem sequentiellen Wachstum von 10 Prozent auf CHF 37.6 Mio. eine Erholung, trotz einer abrupten Abschwächung im März aufgrund von Ladenschliessungen.

Geografisch gesehen stieg der Bestellungseingang in Nord-, Mittel und Südamerika organisch um 14.6 Prozent, wobei die USA und Brasilien die Hauptwachstumsträger waren. Europa, der Nahe Osten und Afrika blieben organisch unverändert (währungsbereinigt +2.1 Prozent), während die Aufträge im asiatisch-pazifischen Raum um 5.3 Prozent schrumpften, da Bestellungen aus China und Indien um 6.6 Prozent bzw. 2.4 Prozent zurückgingen.

Ausblick

Wir gehen davon aus, dass die Covid-19-Pandemie im zweiten Quartal grössere Auswirkungen auf unser Geschäft haben wird, verursacht durch weitere Massnahmen, die unsere Kunden ergriffen haben, um die Ausbreitung der Pandemie einzugrenzen, Investitionskürzungen im Ölbereich und die Gesamtauswirkungen des wirtschaftlichen Abschwungs.

Wir sind mit einem hohen Auftragsbestand (CHF 1’925 Mio.) und starkem Liquiditätspolster in das zweite Quartal gestartet, was uns genügend Flexibilität geben wird, um den durch Marktstörungen verursachten Risiken entgegenzutreten. Darüber hinaus haben wir bereits entscheidende Massnahmen eingeleitet, um unser Geschäft zu schützen und in einem herausfordernden Marktumfeld weiterhin erfolgreich zu führen. Im Jahr 2020 wird der Investitionsaufwand (CAPEX) um CHF 60 Mio. auf den CAPEX für die Instandhaltung unserer Anlagen und Ausrüstung in Höhe von CHF 70 Mio. gekürzt. Der Betriebsaufwand (OPEX) 2020 wird durch eine Kombination von temporären und strukturellen Massnahmen ebenfalls um CHF 60 Mio. reduziert. Hohe Ölvorräte und eine geringere Nachfrage werden die Ölpreise bis weit ins Jahr 2021 hinein drücken und neue Projekte verzögern. Dementsprechend wird Sulzer seine Kapazitäten im Energiebereich um einen Drittel reduzieren, und zwar durch strukturelle Massnahmen vorwiegend im Bereich Pumps Equipment, aber auch im Bereich der Gruppenfunktionen.

Wir gehen davon aus, dass sich die meisten unserer Märkte gemeinsam mit der Weltwirtschaft nach Covid-19 erholen werden, da zwei Drittel von Sulzer eine geringfügige Zyklizität aufweisen, darunter fast die Hälfte der Aftermarket-Aktivitäten. Es ist noch zu früh, um die Auswirkungen der Pandemie im Jahr 2020 gänzlich abzuschätzen – nicht nur auf unser Geschäft, sondern auch auf die Weltwirtschaft. Aus diesem Grund setzen wir unsere Prognose für 2020 aus, die ohnehin mögliche Auswirkungen der Pandemie ausgeschlossen hat.

Quelle: Sulzer Ltd.

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