Starke Entwicklung im ersten Halbjahr 2022 mit Steigerung aller wichtigen Kennzahlen

08.08.2022
Die Pfeiffer Vacuum Technology AG hat heute ihre Ergebnisse für das erste Halbjahr 2022 veröffentlicht. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 12,6 % auf 440,6 Mio. Euro und entspricht dem höchsten Umsatzniveau innerhalb eines Halbjahres in der gesamten Unternehmensgeschichte (H1 2021: 391,2 Mio. Euro).

Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 24,9 % auf 60,1 Mio. Euro (H1 2021: 48,1 Mio. Euro), was einer EBIT-Marge von 13,6 % entspricht (H1 2021: 12,3 %). Zudem erreichte der Auftragseingang in diesem Zeitraum 580,1 Mio. Euro (H1 2021: 451,6 Mio. Euro); der Auftragsbestand lag zum Ende des ersten Halbjahrs 2022 bei 455,7 Mio. Euro (H1 2021: 183,7 Mio. Euro).
Der Umsatzanstieg von Pfeiffer Vacuum war von einer starken Entwicklung in allen Marktsegmenten getragen. Der Umsatz im Marktsegment Halbleiter und Zukunftstechnologien stieg um 11,6 % auf 230,6 Mio. Euro (H1 2021: 206,6 Mio. Euro). Der Umsatz bei Analytik, Industrie und F&E verbesserte sich um 13,8 % auf 210,0 Mio. Euro (H1 2021: 184,5 Mio. Euro) mit einer hohen Nachfrage insbesondere im Bereich des industriellen Hochvakuums. Diese Verbesserungen, zusätzlich zu den erzielten Umsatzsteigerungen von 40,7 % bzw. 19,1 % im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2021 in den Bereichen Halbleiter und Zukunftstechnologien bzw. Analytik, Industrie und F&E, unterstreichen die starke Nachfrage derzeit.

Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 24,9 % auf 60,1 Mio. Euro (H1 2021: 48,1 Mio. Euro), und die EBIT-Marge betrug 13,6 % (H1 2021: 12,3 %). Der EBIT-Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist hauptsächlich auf den Umsatzanstieg und die damit verbundenen Skaleneffekten, sowie günstigen Wechselkurseinflüsse, vor allem beim US-Dollar zurückzuführen. Die positiven Entwicklungen wurden durch gestiegene Material- und Personalkosten sowie Investitionen in den Ausbau der globalen IT-Umgebung und in die Steigerung der Produktionskapazitäten zur Beschleunigung des Wachstums teilweise aufgehoben.

Die Book-to-Bill Ratio, also das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz, lag im ersten Halbjahr 2022 auf einem beachtlichen Niveau von 1,32. Der Auftragsbestand entspricht mit 455,7 Mio. Euro einem Anstieg um 148,1 % gegenüber dem Vorjahr (30. Juni 2021: 183,7 Mio. Euro).
„Die Lösungen von Pfeiffer Vacuum ermöglichen führende Technologien und verbessern die Produktivität unserer Kunden, was die breite Nachfrage nach unseren Produkten antreibt“, sagt Dr. Britta Giesen, CEO der Pfeiffer Vacuum Technology AG. „Das beispiellose Umsatzniveau im ersten Halbjahr 2022 wurde trotz zunehmend belasteter und beeinträchtigter Lieferketten erreicht. Diese Bedingungen werden sich voraussichtlich auch im Verlauf des Jahres 2022 nicht ändern. Unser Fokus ist nach wie vor die starke Kundenzentrierung in all unserer Aktivitäten, ein erfolgreiches Risikomanagement sowie Investitionen in das mittel- und langfristige Wachstum von Pfeiffer Vacuum -- auch im aktuell herausfordernden Marktumfeld.“

Das Bruttoergebnis lag im ersten Halbjahr 2022 bei 158,1 Mio. Euro (H1 2021: 136,2 Mio. Euro). Der Anstieg um 16,1 % gegenüber dem Vorjahr ist auf positive Skaleneffekte im Zusammenhang mit gestiegenen Umsätzen und Maßnahmen zur Effizienzsteigerung zurückzuführen, die teilweise durch gestiegene Material- und Versandkosten wieder aufgehoben wurden.

Das Ergebnis nach Steuern stieg um 25,7 % auf 42,6 Mio. Euro (H1 2021: 33,9 Mio. Euro), was einem Ergebnis je Aktie von 4,32 Euro entspricht (H1 2021: 3,43 Euro).

In der regionalen Umsatzaufteilung, die den Umsatz entsprechend der Kundenstandorte in den betreffenden Regionen beschreibt, trug Asien mit einem Umsatzanstieg von 8,1 % auf 173,1 Mio. Euro (H1 2021: 160,2 Mio. Euro) bei. In Europa kam es zu einem Anstieg von 11,5 % auf 142,3 Mio. Euro (H1 2021: 127,6 Mio. Euro), der im Zusammenhang mit der breiten Erholung auf allen Märkten steht. Der Umsatz auf dem amerikanischen Kontinent erhöhte sich um 21,2 % auf 125,0 Mio. Euro (H1 2021: 103,1 Mio. Euro), auch aufgrund der positiven Auswirkung der Wechselkursentwicklung des US-Dollars.

Bilanz und Cash-Flow solide
Die Bilanzsumme am Ende des zweiten Quartals 2022 betrug 763,4 Mio. Euro und erhöhte sich damit im Vergleich zum Vorjahresende um 7,8 % (31. Dezember 2021: 707,9 Mio. Euro). Die Zahlungsmittel und Zahlungsäquivalente beliefen sich auf 74,0 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 99,4 Mio. Euro). Im zweiten Quartal 2022 wurde eine jährliche Dividende von 40,3 Mio. Euro ausgeschüttet. Darüber hinaus wurden während des zweiten Quartals finanzielle Verbindlichkeiten von 25,0 Mio. Euro aufgenommen. Das Unternehmen ist hinsichtlich der finanziellen Verbindlichkeiten auf Nettobasis schuldenfrei. Aufgrund der hohen Nachfrage und der Spannungen in der Lieferkette, erhöhte die Gesellschaft das Vorratsvermögen um 42,7 Mio. Euro auf 204,9 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 162,2 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote blieb auf einem soliden Niveau von 64,4 % und war damit etwas niedriger als zum Jahresende 2021 (31. Dezember 2021: 64,9 %). Die Investitionsausgaben stiegen im ersten Halbjahr deutlich auf 29,8 Mio. Euro und wurden hauptsächlich für den Bau von Produktionsanlagen in Asslar (Deutschland), Asan (Korea) und Annecy (Frankreich) verwendet (H1 2021: 13,1 Mio. Euro).

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2022 unverändert
Das Unternehmen bestätigt seine frühere Prognose in einem zunehmend volatilen Marktumfeld und erwartet aufgrund der anhaltend starken Nachfrage weiterhin eine Umsatzsteigerung von mindestens 5 % für das gesamte Jahr 2022 im Vergleich zu 2021. Das Umsatzvolumen dürfte im zweiten Halbjahr 2022 aufgrund zunehmender Belastungen und einiger Störungen entlang der Lieferkette im Vergleich zum ersten Halbjahr zurückgehen. Die Prognose für die EBIT-Marge für das gesamte Jahr 2022 liegt unverändert bei etwa 14 % basierend auf dem erwarteten vorteilhaften Produkt- und Marktmix, verbesserter Effizienz und zeitgebundenen niedrigeren Kosten. Weder die Wahrscheinlichkeit noch die Auswirkungen von geopolitischen, wirtschaftlichen und pandemiebedingten Störungen der Marktbedingungen können vorhergesagt werden.

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