Pfeiffer Vacuum verzeichnet Rekordumsatz im Geschäftsjahr 2017

29.03.2018

Der bereits als vorläufig bekanntgegebene und inzwischen testierte Gesamtumsatz für das Geschäftsjahr 2017 lag bei 587,0 Mio. EUR. Dies ist ein deutlicher Anstieg von 23,8 Prozent (Vorjahr: 474,2 Mio. EUR).

Das Betriebsergebnis (EBIT) betrug 71,4 Mio. EUR (Vorjahr: 68,0 Mio. EUR), und fiel aufgrund der Periodenabgrenzungen und Bewertungsverfahren im Rahmen der Abschlusserstellung etwas niedriger aus als das vorläufige Ergebnis. Ein weiteres Rekordhoch in der Geschichte von Pfeiffer Vacuum wurde somit erzielt. Der EBITAnstieg belief sich hingegen auf 5,0 Prozent, was auf einmalige Sondereffekte aus Kaufpreisallokationen und erhöhte Beratungskosten zurückzuführen ist. Die EBITMarge lag bei 12,2 Prozent und war 2,1 Prozentpunkte geringer als der Vorjahreswert von 14,3 Prozent. Bereinigt um die Einmaleffekte lag das EBIT bei 80,9 Mio. EUR, die Marge bei 13,8 Prozent.

Der Auftragseingang von Pfeiffer Vacuum für das Geschäftsjahr 2017 belief sich auf 642,1 Mio. EUR (Vorjahr: 481,9 Mio. EUR). Die Book-to-Bill Ratio – das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz – lag im Jahr 2017 bei 1,09 (Vorjahr: 1,02). Am Ende des Jahres betrug der Auftragsbestand 127,4 Mio. EUR (Vorjahr: 72,3 Mio. EUR).

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividende von 2,00 EUR je Aktie vor (Vorjahr: 3,60 EUR). Die Ausschüttungsquote läge damit bei etwa 37 Prozent des Konzernergebnisses.

Am 7. März 2018 gaben Vorstand und Aufsichtsrat einen Investitionsplan mit einem Gesamtvolumen von 150 Mio. EUR bis 2020 bekannt. Schlüsselbereiche dieses Investitionsplans sind: Ausbau und Modernisierung der Produktionskapazität. Intensivierung der Forschung und Entwicklung. Beschleunigung der Industrie 4.0- Aktivität. Ausweitung der globalen Präsenz in Asien mit China als Schwerpunkt.

Dr. Eric Taberlet, Vorstandsvorsitzender von Pfeiffer Vacuum Technology AG, kommentiert: „Wir können auf ein sehr ereignisreiches Jahr zurückblicken. Trotz aller Herausforderungen, denen wir uns gegenübersehen, war 2017 bei Umsatz und EBIT ein Rekordjahr, was ein Beleg für das stabile Wachstum des Konzerns ist. Durch den weiteren Ausbau der Spitzenposition in der Vakuumbranche wird Pfeiffer Vacuum seine herausragende Marktposition stärken. Unsere Zahlen zeigen, dass wir bereits gut unterwegs sind.“

In der regionalen Umsatzaufteilung verzeichnete Europa einen erfreulichen Anstieg von 17,8 Prozent auf 222,5 Mio. EUR (Vorjahr: 188,9 Mio. EUR). Der Umsatz in Asien stieg deutlich um 26,2 Prozent auf 220,3 Mio. EUR (Vorjahr: 174,6 Mio. EUR). Im amerikanischen Markt nahm der Umsatz außerordentlich stark um 30,1 Prozent auf 143,8 Mio. EUR zu (Vorjahr: 110,5 Mio. EUR), nicht zuletzt wegen des zusätzlichen Volumens der unterjährig erworbenen Gesellschaften.

Der Umsatz mit Turbopumpen wies gegenüber dem Vorjahr erneut starke Wachstumsraten auf und verzeichnete einen Anstieg um 20,0 Prozent auf 173,4 Mio. EUR (Vorjahr: 144,5 Mio. EUR). Mit einem Anstieg von 52,2 Prozent übertraf das Geschäft mit Instrumenten und Komponenten auf den ersten Blick den Rest. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass mehr als 20 Prozent des Gesamtbetrags von 160,6 Mio. EUR (Vorjahr: 105,5 Mio. EUR) auf Akquisitionen entfallen. Der Umsatz mit Vorpumpen legte um 15,5 Prozent auf 132,8 Mio. EUR zu (Vorjahr: 115,0 Mio. EUR). Im Bereich Service stieg der Umsatz um 8,1 Prozent auf 107,8 Mio. EUR (Vorjahr: 99,7 Mio. EUR). Der Systemumsatz betrug 12,4 Mio. EUR nach 9,5 Mio. EUR im Vorjahr.

Alle fünf Marktsegmente von Pfeiffer Vacuum konnten im vergangenen Geschäftsjahr Wachstum vorweisen. Im Halbleiter- und Beschichtungsmarkt, auf den mehr als 50 Prozent des Gesamtumsatzvolumens entfallen, wurde ein Umsatzanstieg von 45,6 und 33,9 Prozent auf 225,4 bzw. 74,2 Mio. EUR verzeichnet (Vorjahr: 154,7 bzw. 55,4 Mio. EUR). Im Segment Analytik legte der Umsatz um 8,7 Prozent auf 100,1 Mio. EUR zu (Vorjahr: 92,1 Mio. EUR). Im heterogenen Marktsegment Industrie stieg der Umsatz um 11,4 Prozent auf 129,1 Mio. EUR (Vorjahr: 115,9 Mio. EUR). Das Umsatzvolumen im Marktsegment Forschung & Entwicklung legte um 3,7 Prozent auf 58,2 Mio. EUR zu (Vorjahr: 56,1 Mio. EUR).

Im Berichtszeitraum lag das Bruttoergebnis bei 210,0 Mio. EUR (Vorjahr: 180,5 Mio. EUR). Die Bruttomarge verringerte sich im vergangenen Jahr um 2,3 Prozentpunkte auf 35,8 Prozent (Vorjahr: 38,1 Prozent). Das Betriebsergebnis (EBIT) betrug 71,4 Mio. EUR und lag damit 5,0 Prozent über dem Vorjahreswert von 68,0 Mio. EUR. Dies entspricht einer EBIT-Marge von 12,2 Prozent. Bereinigt um Einmaleffekte lag das EBIT bei 80,9 Mio. EUR, und verzeichnete ein Plus von 12,9 Mio. EUR bzw. 18,9 Prozent gegenüber 2017. Das entspricht einer bereinigten EBIT-Marge von 13,8 Prozent (Vorjahr: 14,3 Prozent).

Das Finanzergebnis betrug -0,4 Mio. EUR (Vorjahr: -0,4 Mio. EUR). Die Steuerquote verringerte sich deutlich auf 24,2 Prozent (Vorjahr: 30,4 Prozent). Hauptgrund war die US-Steuerreform, die zu einer Abwertung von latenten Steuerschulden führte. Das Ergebnis nach Steuern lag bei insgesamt 53,8 Mio. EUR (Vorjahr: 47,0 Mio. EUR), was einer Netto-Umsatzrendite von 9,2 Prozent entspricht, nach 9,9 Prozent im Vorjahr. Je Aktie wurde ein Ergebnis von 5,46 EUR erzielt, was einem Anstieg von 0,69 EUR entspricht (Vorjahr: 4,77 EUR).

Trotz einer Zunahme des operativen Cashflows von 63,6 Mio. EUR in 2016 auf 71,4 Mio. EUR in 2017 führten die Dividende, die Akquisitionen und die damit einhergehende Vorauszahlungen von Finanzverbindlichkeiten per saldo zu einem Rückgang der Cash-Position auf 97,4 Mio. EUR zum 31. Dezember 2017 (Vorjahr: 110,0 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote verringerte sich auf 58,0 Prozent (Vorjahr: 68,7 Prozent).

Ausblick 2018

Pfeiffer Vacuum ist sehr zufrieden mit den ersten Monaten des Jahres. Wir erwarten einen deutlichen Umsatzanstieg. Dabei dürfte die Wachstumsrate jedoch geringer als im Vorjahr ausfallen. Diese war aufgrund der in 2017 getätigten Akquisitionen positiv beeinflusst. Für 2018 rechnen wir mit Effekten aus Kaufpreisallokationen in Höhe von rund 6,1 Mio. EUR und Auswirkungen durch Wechselkursänderungen. Aufgrund der begrenzten Visibilität der Auftragseingänge von zwei bis drei Monaten werden wir unsere Guidance für das Geschäftsjahr 2018 traditionell auf der Hauptversammlung im Mai bekanntgeben.

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