Modernisierung von Pumpturbinen in zwei spanischen Wasserkraftwerken

10.09.2020
Der Technologiekonzern Voith und das spanische Stromerzeugungsunternehmen Iberdrola haben kürzlich einen Vertrag zur Modernisierung von insgesamt fünf Pumpturbinen für die am Fluss Tajo gelegenen spanischen Wasserkraftwerke Torrejón und Valdecañas geschlossen.
Modernisierung von Pumpturbinen in zwei spanischen Wasserkraftwerken

Das Wasserkraftwerk Valdecañas wird mit drei Deriaz-Pumpturbinen mit einer Leistung von jeweils 83 MW ausgestattet. (Bildquelle: Voith GmbH & Co. KGaA)

Aufgrund der durch die COVID-19-Pandemie verursachten Reisebeschränkungen wurden die gesamten Vertragsverhandlungen von beiden Parteien online aus dem Home-Office durchgeführt und Ende Juli abgeschlossen. Mit diesem Auftrag wird die langjährige, konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit zwischen Voith und Iberdrola gestärkt.

Für das Wasserkraftwerk Torrejón liefert Voith zwei halbaxiale Pumpturbinen mit einer Leistung von jeweils 43 MW. Im Lieferumfang enthalten sind die Laufräder, die Leitapparate, die Turbinendeckel, die Wellen und Lager sowie hydraulische und digitale Regler. Im Rahmen der Modernisierung wird die Anlage auf einen drehzahlvariablen Betrieb umgebaut, zudem wird die Förderhöhe erhöht.

Für das Wasserkraftwerk Valdecañas liefert Voith drei Deriaz-Pumpturbinen mit einer Leistung von jeweils 83 MW. Der Lieferumfang für dieses Projekt beinhaltet die Laufräder, Teile der Leitapparate und die hydraulischen Regler. Beide Projekte beinhalten zudem Modellabnahmeversuche, die Montageüberwachung und die vollständige Inbetriebnahme der Anlagen.

„Voith leistet durch die Modernisierung der beiden Anlagen einen wichtigen Beitrag für einen flexibleren Einsatz der Wasserkraftwerke im europäischen Stromnetz“, erklärt Quentin Seringe, Sales and Marketing Manager bei Voith Hydro. „Für das Projekt Valdecañas entwickeln wir eine Deriaz-Pumpturbine, welche speziell für kleine bis mittlere Fallhöhen optimal eingesetzt werden kann. Auch das Projekt Torrejón stellt für Voith aufgrund der Drehzahlvariabilität und der Erhöhung der Förderhöhe unter gleichbleibenden Baubedingungen ein besonderes Modernisierungsprojekt dar“, ergänzt Seringe.

Die Abnahme der Modellversuche Mitte des Jahres 2021 wird den nächsten wichtigen Meilenstein beider Projekte markieren. Die ersten Laufräder für die Anlagen sollen in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 und die letzten Laufräder Mitte 2024 geliefert werden. Das Projekt endet mit der Inbetriebnahme der Anlagen. Diese ist für Anfang 2025 geplant.

Langjährige Zusammenarbeit zwischen Voith und Iberdrola
Iberdrola ist ein weltweit führendes Energieunternehmen, Marktführer bei der Erzeugung von Windenergie und einer der größten Stromerzeuger der Welt. Die Partnerschaft zwischen Voith Hydro und dem Energiekonzern geht bereits einige Jahrzehnte zurück. So erhielt Voith in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts den Auftrag für das Wasserkraftwerk Gabriel y Galan. Es folgten weitere Kooperationen bei dem Pumpspeicherkraftwerk La Muela II am Júcar-Fluss, für das Voith vier Pumpturbinen inklusive der Absperrorgane lieferte, bei dem 2012 in Betrieb genommenen Wasserkraftwerk San Esteban in Galizien sowie dem Wasserkraftwerk Conso am Fluss Camba.

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