Messehighlights ACHEMA 2009

28.05.2009

Die ACHEMA ist die bedeutendste Messe für die Chemie- und Prozesstechnik. Das Online Pumpenmagazin impeller.net war vom 11. – 15. Mai in Frankfurt / Main dabei, um über die Highlights in der Pumpentechnik zu berichten.

Chemie-Kreiselpumpen

Kunststoff-Kreiselpumpen-System SHB (Foto: ASV Stübbe)ASV Stübbe stellt das neue Kunststoff-Kreiselpumpen-System SHB vor, das durch seine Flexibilität und Variantenvielfalt konsequent auf Kostenreduzierung und schnelle Konfigurierbarkeit ausgelegt ist. Bei der einstufigen, einströmigen Spiralgehäusepumpe in horizontaler Bauart mit axialem Saugstutzen besteht die Hydraulik und damit die medienberührten Bauteile aus massiven, korrosions- und verschleißfesten Kunststoffen. Die neue Baureihe ist speziell für die Anforderungen der Umwelttechnik und Oberflächentechnik konstruiert worden. Die SHB bewältigt Förderströme von bis zu 50 m³/h und Förderhöhen von bis zu 42 Metern. Die Kreiselpumpe wird in sechs Baugrößen von 15-80 bis 50-180 mit Antriebsleitungen bis 7,5 kW geliefert. Durch die konsequente Umsetzung einer kunststoffgerechten Konstruktion konnte auf die robuste Metallpanzerung des Spiralgehäuses verzichtet werden. Das reduziert die Produktionskosten, verbessert die Korrosionsbeständigkeit und birgt einen spürbaren wirtschaftlichen Vorteil für den Kunden.

Die vertikale Chemie-Kreiselpumpe Typ GVSO (Foto: Friatec Rheinhütte Pumpen)Für die Förderung von chemisch aggressiven, heißen und verunreinigten Flüssigkeiten hat Friatec Rheinhütte Pumpen die vertikale Chemie-Kreiselpumpe Typ GVSO entwickelt. Als konsequente Weiterentwicklung des Vorgängers GVSN, der sich bereits seit über 35 Jahren bewährt hat und heute hautsächlich zur Verpumpung von Schwefelsäuren, flüssigem Schwefel, Teer und Salzschmelzen eingesetzt wird, erschließen sich der GVSO auch völlig neue Anwendungsgebiete. So werden die Aggregate für solarthermische Kraftwerke eingesetzt, in denen bis zu 560°C heiße Salzschmelzen als Medium zur Wärmeübertragung und –speicherung verpumpt werden. In sonnenbegünstigten Regionen der Erde stellen solarthermische Kraftwerke eine bedeutende Technologieoption für eine umwelt- und klimafreundliche Stromversorgung dar, da fossile Brennstoffe substituiert und der CO2-Ausstoß reduziert werden. Die Tauchpumpen des Typs GVSO, die in dieser zukunftsträchtigen Hochtemperaturanwendung zum Einsatz kommen, werden aus hochwertigen Edelstählen mit speziellem mediumgeschmierten Gleitlagerkonzept gefertigt. Die vertikale Chemie-Kreiselpumpe Typ GVRN (Foto: Friatec Rheinhütte Pumpen)

Speziell für hohe Förderleistungen und Wirkungsgrade beim Pumpen heißer Schwefelsäure wurden die vertikalen Chemie-Kreiselpumpen GVRN von Friatec entwickelt. Diese zeichnen sich neben einer platz- und gewichtssparenden Konstruktion durch Tauchtiefen ohne Zwischenlager bis 3.400 mm und einer Förderleistungen bis 3.600 m³/h aus. Mit sieben Baugrößen sind jetzt Aggregate bis zur Größe 450/500 verfügbar, die im Optimalpunkt sogar einen Wirkungsgrad über 80% erzielen.

Mehrstufenpumpen der Baureihen MBA + MBP (Foto: ITT)ITT zeigt die Mehrstufenpumpen der Baureihen MBA (horizontale Ausführung) und MPB (vertikale Ausführung). Die Pumpen von ITT Vogel sind nach einem Baukastensystem konstruiert. Dieses Modulsystem erlaubt es, mit einer minimalen Anzahl an Komponenten schnell, einfach und wirtschaftlich die verschiedenen Ausführungsvarianten entsprechend dem Kundenbedarf ohne Sonderfertigung bereitzustellen. Der gesamte Leistungsbereich wird mit vier mechanischen Baugrößen, die acht Hydrauliken aufnehmen, abgedeckt. Die robuste und kompakte Bauweise, ausgelegt für schweren Dauerbetrieb in Industrieanlagen, eignet sich besonders für die Wasserversorgung und Anwendungen in der Industrie wie z.B. Beschneiungsanlagen und Kühlwasserförderung. Weitere Anwendungsfelder sind die Kessel- und Kondensatrückspeisung sowie Osmose und Ultrafiltration.

Die neue KWPKC-Monobloc-Baureihe (Foto: KSB)Speziell für den Einsatz in den Nebenkreisläufen der Rauchgas-Entschwefelung präsentiert KSB auf der diesjährigen ACHEMA die neue KWPKC-Monobloc-Baureihe. Diese Pumpen sind besonders geeignet für den Transport von Kalksteinsuspension, Umlaufwasser und zum Abziehen von Gipssuspensionen sowie zum Eindicken von Lösungen. Die größte Fördermenge beträgt 3.000 Kubikmeter pro Stunde und die maximale Förderhöhe liegt bei 120 Metern. Die massive Konstruktion zeichnet sich durch hohe Betriebssicherheit und große Robustheit aus. Die radial geteilten Gehäuse sind in Prozessbauweise aufgebaut. Die so genannte „Back-pull-out-Bauweise“ erlaubt eine einfache und schnelle Wartung. Der einstellbare saugseitige Spalt sorgt für einen dauerhaft hohen Wirkungsgrad. Die Laufräder sind aus dem hochverschleißfesten NORIDUR DAS.

Eintauchpumpen

Die Kunststoff-Block-Eintauchpumpe ETLB-E (Foto: ASV Stübbe)

Die neue Eintauchpumpe ETLB-E von ASV Stübbe ist eine trockenlaufsichere und preiswerte Kunststoff-Block-Eintauchpumpe zur Förderung von aggressiven flüssigen Medien mit Feststoffanteil. Die ETLB-E eignet sich für den Einsatz im chemischen Anlagenbau, in der Wasseraufbereitung sowie in der Galvanik, in drucklosen Behältern, offenen Becken oder in Pumpengruben. Die neu konzipierten, geschlossenen Laufräder mit strömungstechnisch ausgeformten Schaufeln werden in modernster Kunststoff-Spritztechnik hergestellt. Die Edelstahlwelle ist durch ein dickwandiges Kunststoffrohr vom Medium getrennt, die Wellendurchführung ist an der Aufsetzplatte mit Lippendichtungen gesichert. Das Pumpengehäuse ist zweiteilig ausgebildet, der Gehäusedeckel und das Pumpengehäuse sind als Schraubverbindung aufgebaut.

Dichtungslose Pumpen

IWAKI hat seine MDW Baureihe erweitert. Die magnetgetriebenen Kreiselpumpen sind jetzt bis zu einer maximalen Fördermenge von 300 m³/h und einer Maximalförderhöhe vom 98 m erhältlich. Die Pumpen bieten ein breites Einsatzspektrum und sind zum Beispiel in der chemischen Industrie bei der Förderung von heißer Schwefelsäure zu finden. Die äußert robuste Konstruktion ist für härteste Anforderungen geeignet und zeichnet sich durch die einfache Wartbarkeit aus.

Die Chemiemagnetpumpe 200-150-315 der MNK Baureihe (Foto: Richter Chemie-Technik)Die leistungsstarken 600 m³/h-Chemiemagnetpumpe 200-150-315 der MNK Baureihe von Richter Chemie-Technik stößt in eine bisher nicht verfügbare Leistungsdimension vor und eröffnet neue Einsatzbereiche, vor allem auch in den groß dimensionierten Einstrang- oder Mehrzweckanlagen der Basischemie (‚World-Scale-Anlagen’). Die einstufige dichtungslose Chemiekreiselpumpe ist in Heavy duty-Horizontalbauweise nach EN 22858/ISO 2858/ISO 5199 gefertigt und für Betriebsdrücke bis PN 25 und Betriebstemperaturen zwischen -60 und +150°C ausgelegt. Das geschlossene PFA-Laufrad mit hydraulisch optimierten Schaufelkanälen trägt zum hohen Wirkungsgrad und dem außergewöhnlich niedrigen NPSHr-Wert bei. Die PTFE-Gehäuseauskleidung (optional: PE-UHMW) hat eine Wanddicke bis 20 mm.

Die Magnetkupplungspumpe der Baureihe RMA (Foto: Richter Chemie-Technik)Mit der RMA präsentiert Richter Chemie-Technik eine der wirtschaftlichsten Magnetkupplungspumpen im Markt. RMA-Pumpen sind ausgelegt für einen Betriebsdruck bis 19 bar und für einen Temperaturbereich von -29 bis +150°C. Es sind acht Baugrößen mit Förderleistungen von 0,1 bis 180 m³/h und Förderhöhen bis 150 m bei einer Drehzahl von 3500 min-1 verfügbar. Die RMA ist auch als Blockpumpe (RMA-B) ausgeführt. Mit der RMA-Baureihe können sowohl korrosive als auch reine Medien gefördert werden: In der Chemie und Petrochemie, in der Pharma- und Lebensmittel-Technik, der Zellstoff- und Metall-Verarbeitung sowie im Bereich Entsorgung/Recycling. Die Prozesspumpe gemäß ASME/ANSI-Standards ist mit einem bewußt reduzierten Angebot an Optionen und Zusatzausstattungen erhältlich und zielt auf leichtere bis mittelschwere Applikationen. Aufgrund ihrer servicefreundlichen Konstruktion, der guten Hydraulik und des insgesamt günstigen Preis/Leistungs-Verhältnisses ist die RMA eine der wirtschaftlichsten Magnetkupplungspumpen auf dem Markt.

Rotierende Verdrängerpumpen

Maag Zahnradpumpe polyrex 100 (Foto: Maag Pump Systems)

Mit der neuen polyrex 100 von Maag Pump Systems will das Unternehmen seinen Führungsanspruch im Bau von den größten Zahnradpumpen für die Polymer herstellende Industrie unter Beweis stellen. Die Pumpe wurde für eine Anlagenkapazität von 100 t/h LDPE in einem ungeteilten Hauptstrom konstruiert. Differenzdrücke bis zu 250 bar sind erreichbar. Auf Grund des hervorragenden volumetrischen Wirkungsgrades wird der Druckaufbau mit dem kleinst möglichen Energieaufwand erzeugt. Das Produkt wird schonend ohne Qualitätseinbußen gefördert.

Scherzinger 3030 (Foto: Scherzinger)

Scherzinger stellt die optimierten Zahnradpumpenbaureihen 2030, 3030, 4030 und 5030 vor. Bei der Konstruktion hat das Unternehmen vor allem auf eine erhöhte Betriebssicherheit Wert gelegt. Aus diesem Grund wird auf ein separates Mittelstück zwischen Pumpendeckel und Pumpengehäuse verzichtet. So wird eine höhere Dichtheit erzielt, da die Anzahl der Dichtstellen reduziert sind. Anstelle von herkömmlichen PTFE-Dichtungen, werden FFKM-Dichtungen in die optimierte Zahnradpumpenbaureihe eingesetzt. Aufgrund der hohen chemischen Beständigkeit und Elastizität gewähren diese Dichtungen eine verbesserte Abdichtungssicherheit.

Pumpenüberwachung und -steuerung

Allweiler Allready-Box (Foto: Allweiler)

Die Allready-Box von Allweiler ist ein neues elektronisches Modul, das den Betriebszustand permanent überwacht – bei Soll-Abweichungen oder Störungen sofort warnt, im Notfall Alarm auslöst und die Pumpe bei Gefahr automatisch aus- und auf ein Ersatzaggregat umschaltet. Die Überwachungseinrichtung kann fertig montiert mit neuen Pumpen geliefert oder jederzeit nachgerüstet werden. Zur Einführung wird die Allready-Box inkl. Installation vor Ort zu einem günstigen Sonderpreis angeboten.

Allweiler Allseal (Foto: Allweiler)

Ein neues opto-elektronisches Modul überwacht Schraubenspindelpumpen von Allweiler. Allseal erkennt einen Verschleiß der Gleitringdichtung schon im Ansatz und warnt sofort, wenn eine Leckage auftritt. Die Pumpe kann dann automatisch aus- und die Förderung auf ein Ersatzaggregat umgeschaltet werden. Mit der Allseal-Technologie gibt es bei vertikal installierten Schraubenspindelpumpen von Allweiler nun keine unliebsamen Überraschungen mehr durch plötzliche oder schleichende Leckagen. Das neue Überwachungs- und Steuerungssystem schützt die Pumpe vor Schäden, erhöht ihre Lebensdauer und verhindert teure Unterbrechungen des Förderprozesses. Auch wenn besondere Umweltvorschriften oder sonstige Auflagen, wie z. B. SOLAS-Bestimmungen über entflammbare und explosive Medien, eingehalten werden müssen, ist „Allseal“ ein ideales Sicherheitselement.

Das neue Trockenlaufschutzsystem ProPump (Foto: ASV Stübbe)

ProPump heißt das neue Trockenlaufschutzsystem von ASV Stübbe, das bei umfangreichen Einstellmöglichkeiten maximale Sicherheit für Pumpen bietet. Die Sensoreinheit besteht aus einem Micro-Electro-Mechanical System (MEMS) und ist die Kombination aus mechanischen Elementen, Sensoren und einer elektronischen Schaltung auf einem Chip. Der Druck im Rohrleitungssystem wird mittels des piezo-resistiven Siliziumchips ermittelt. Zusätzlich wird die Temperatur im Medium am Sensor gemessen. So kann der frei einstellbare Messbereich genutzt werden, um z. B. bei Temperaturabweichungen ein Kontrollsystem zu aktivieren, bevor der Prozessdruck kritisch wird.

Effizienz-Monitoring mit dem CR-Monitor (Foto: Grundfos)Der CR-Monitor von Grundfos dient der zuverlässigen Störungsfrüherkennung durch intelligentes Effizienz-Monitoring. Im Gegensatz zu herkömmlichen Diagnose- und Störungsfrüherkennungs-Systemen, die den Zustand einzelner Komponenten überwachen (z.B. Temperatur von Lagern, Vibrationen an Wellen etc.), überwacht der CR-Monitor – ausgehend vom Ist-Zustand bei der Neuinstallation – Abweichungen von der ursprünglichen Effizienz des Pumpensystems.

Das System konfiguriert sich selbst und ein Controller überwacht die in der Lernphase vor Ort aufgenommenen Werte. So kann der CR-Monitor den Zustand messen, mit dem Modell vergleichen und auf dieser Grundlage beurteilen, ob das System planmäßig funktioniert. Sollte die Messung vom Referenzwert abweichen oder die vorgegebenen Parameter (Zulaufdruck, Förderdruck, Förderstrom, elektrische Daten wie der Energieverbrauch, Medien- oder Umgebungstemperatur) die vom Betreiber anwendungsspezifisch festgelegten Grenzwerte überschreiten, gibt der CR-Monitor frühzeitig eine Warnmeldung vor potenziellen Störungen aus - z.B. an ein SCADA-System, einen Computer oder per Telefon-SMS. Eine erweiterte Protokollfunktionalität, die relevante Parameter vor und nach dem Auftreten eines Fehlers protokolliert, erleichtert die spätere detaillierte Fehleranalyse.

Überwachungseinheit „E-Monitor“ (Foto: KSB)

Als technologisches Highlight präsentiert KSB auf ihrem ACHEMA-Stand eine von ihrem Joint-Venture-Partner Nikkiso entwickelte Überwachungseinheit. Der speziell für Spaltrohrmotoren entwickelte „E-Monitor“ überwacht die axialen und radialen Lagerzustände und zeigt kontinuierlich die Zustandsentwicklung der Gleitlager an. Bei richtiger Betriebsweise und Dauerbetrieb haben diese häufig Standzeiten von 8 bis 10 Jahren. Die Diagnoseeinheit ermöglicht eine zeitliche Prognose über die nächste erforderliche Wartung. Teure Spaltrohr- und Wicklungsschäden sowie ungeplante Anlagenstillstände werden vermieden. Das Servicepersonal kann so eine planbare Instandhaltung betreiben.

Pumpenzustands-Überwachungssystem SAFERUN (Foto: Richter Chemie-Technik)Richter Chemie-Technik integriert künftig das Pumpenzustands-Überwachungssystems SAFERUN in seine magnetgekuppelten MNK-Pumpen zur Überwachung des Betriebszustandes. Wirken sich Änderungen auf den zulässigen Einsatzbereich der Pumpe aus, erfolgt ein Alarm. Somit ist der Betreiber in der Lage, die Pumpe stets im zulässigen Bereich und damit sicher zu betreiben. SAFERUN erfasst an der Magnetkupplung der Pumpe kontinuierlich das Drehmoment und vergleicht den Ist-Wert mit Referenzwerten. Über- bzw. Unterschreitungen werden über farbige Leuchtdioden im Gehäusedeckel angezeigt. SAFERUN hält alle Ergebnisse in einem Speicher fest; über die Funkschnittstelle kann der Betreiber die Daten mit einem dafür ausgerüsteten (optionalen) Handheld auslesen. Über das im System integrierte HART-Protokoll können zusätzliche Informationen an ein übergeordnetes Leitsystem übergeben werden.

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