KSB Konzern mit verhaltener Geschäftsentwicklung

31.01.2014

Ein speziell für das Projektgeschäft noch schwaches Marktumfeld sowie negative Währungseffekte haben 2013 den Auftragseingang und Umsatz im KSB Konzern gebremst. Nach dem veröffentlichten „Vorläufigen Bericht über das Geschäftsjahr 2013“ lag der Wert eingehender Bestellungen mit 2.240,7 Mio. € um 0,7 Prozent unter dem des Vorjahres. Der Umsatz des KSB Konzerns war mit 2.252,9 Mio. € gleichfalls um 0,7 Prozent geringer.

2013 ging das globale Umsatzwachstum mit Maschinen (nach vorläufigen Angaben des VDMA) von + 2 Prozent auf + 1 Prozent zurück. Hintergrund waren die in vielen Ländern nicht ausgelasteten Produktionskapazitäten; sie machten Investitionen in neue Anlagen nur in begrenztem Umfang erforderlich. Insoweit blieb das Projektgeschäft mit Pumpen und Armaturen weiterhin schwierig. Vergleichsweise bessere Chancen boten sich dem Breitengeschäft mit Standardprodukten für die Industrie- und die Gebäudetechnik. Vor dem Hintergrund dieser Marktsituation stieg die Produktion der deutschen Pumpenhersteller um 1 Prozent, die der inländischen Hersteller von Industriearmaturen stagnierte.

Unternehmenskennzahlen zum 31. Dezember 2013 (vorläufige Zahlen)

Leicht rückläufiger Auftragseingang

2013 war das Volumen eingehender Bestellungen im Konzern mit 2.240,7 Mio. € um 0,7 Prozent geringer als im Vorjahr. Ausschlaggebend für diese Entwicklung waren negative Währungseinflüsse von rund 70 Mio. € sowie das immer noch schwache Projektgeschäft. Der Wert der Bestellungen von Pumpen und Armaturen lag daher im Berichtsjahr unter dem von 2012; ein deutliches Wachstum verzeichnete der Service.

In Europa und Asien war die Auftragslage der jeweils dort ansässigen Gesellschaften annähernd stabil. KSB, als wichtigste europäische Gesellschaft, erhöhte ihren Auftragseingang geringfügig (+ 0,5 Prozent) auf 806,1 Mio. €. Deutlich negativ war die Entwicklung des Auftragsvolumens in Amerika, insbesondere aufgrund der Währungseffekte. Kräftige Zuwächse erzielten hingegen die Konzerngesellschaften in der Region Mittlerer Osten / Afrika.

Währungseinflüsse belasten Umsatz

Der Konzernumsatz 2013 hat den Vorjahreswert mit 2.252,9 Mio. € um 0,7 Prozent unterschritten. Dabei stand einem Wachstum mit Serviceleistungen ein deutlicher Umsatzrückgang bei Armaturen gegenüber. Der Umsatz mit Pumpen ist demgegenüber nur leicht zurückgegangen.

Wie beim Auftragseingang waren auch beim Umsatz negative Währungseinflüsse – in Höhe von rund 68 Mio. € – wesentlich. Sie schmälerten in der Konzernbewertung nach Euro besonders die Umsätze der Gesellschaften in Asien und Amerika. Die Region Europa konnte ihr Volumen hingegen annähernd halten; dabei hat KSB den Umsatz (nach HGB) um 3,4 Prozent auf 855,9 Mio. € erhöht. Eine Steigerung ihrer Umsätze erzielten die Konzerngesellschaften in der Region Mittlerer Osten / Afrika.

2013 haben darüber hinaus acht erstmals konsolidierte operative Unternehmen die Konzernwerte beeinflusst. Die Neuzugänge erreichten insgesamt einen Auftragseingang von 27,0 Mio. € sowie einen Umsatz von 26,0 Mio. €.

Konzernergebnis unter Vorjahr

Die Geschäftsentwicklung im vierten Quartal blieb hinter den Erwartungen zurück. Durchgreifende Wachstumsimpulse aus dem Markt sind ausgeblieben. Die verhaltene Umsatzentwicklung und schwächere Margen im Projektgeschäft haben die Ertragskraft belastet. Zudem wirkten sich Umrechnungskurse und Restrukturierungskosten negativ aus. Das Ergebnis vor Steuern wird deshalb aus heutiger Sicht das Vorjahresniveau (132,8 Mio. €) deutlich unterschreiten; auch die Umsatzrendite wird geringer ausfallen als im Vorjahr.

Erstkonsolidierungen erhöhen Beschäftigtenzahlen

Die Zahl der KSB-Mitarbeiter hat sich zum 31. Dezember 2013 gegenüber dem Ende des Vorjahres um 344 auf 16.551 erhöht. Dieser Zuwachs resultiert aus den erwähnten Erstkonsolidierungen. Mit den neu integrierten Gesellschaften kamen 377 Beschäftigte in den Konzern.

Ausblick

Im laufenden Jahr wird sich mit dem erwarteten Anziehen der Weltkonjunktur voraussichtlich auch die Nachfragesituation bei Pumpen und Armaturen verbessern. Dabei kann ein höherer Ordereingang im Breitengeschäft mit Standardpumpen und -armaturen schon kurzfristig zu einer Umsatzerhöhung führen; dies gilt ebenso für vermehrte Serviceaufträge. Im Projektgeschäft ist davon auszugehen, dass sich eine positiv veränderte Auftragslage erst ab 2015 im Umsatz zeigt. KSB erwartet insofern für 2014 beim Konzernumsatz eine moderate Steigerung, der Auftragseingang soll dagegen deutlicher wachsen. Das Konzernergebnis vor Steuern wird ebenfalls wieder steigen. Hierzu sollen Maßnahmen zur Kostensenkung beitragen.

In das neue Jahr ist KSB mit einer Organisation gestartet, die alle Produktions-, Logistik- und Montagekapazitäten stärker in globale Netzwerke einbindet. Sie zielt außerdem darauf, die Chancen der Märkte über unterschiedliche Verkaufskanäle maximal zu nutzen.

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