Homa Pumpenfabrik baut Produktion am Standort Deutschland aus

12.07.2013

Deutschland, Kolumbien, Südafrika, Abu Dhabi – die Homa Pumpenfabrik aus Neunkirchen-Seelscheid nahe Köln ist weltweit an unterschiedlichen Projekten beteiligt. Die Produktions- sowie Mitarbeiterzahlen der letzten Jahre zeigen ein stetes Wachstum.

Homa Pumpenfabrik baut Produktion am Standort Deutschland aus

In das neue Prüfbecken wurden etwa 1,1 Millionen Euro investiert. Es ist 15x12 m breit, bis zu 8 m tief und fasst eine Wassermenge von 750 m³. (Foto: Homa)

Um dafür auch weiterhin genügend Kapazitäten zur Verfügung zu haben, investierte der mittelständische Betrieb, der Pumpen und Anlagen für die Gebäude- und Abwassertechnik produziert, nun 3,5 Millionen Euro in ein neues Firmengebäude am Hauptsitz in Seelscheid. Neben der Produktionserweiterung beinhaltet das Gebäude auch ein modernes Schulungszentrum. Zudem wurde ein Testbecken mit Online-Prüfstand für Pumpen bis zu DN 1000 sowie für Rührwerke und Strömungsbeschleuniger integriert. Mit der Entscheidung, weiterhin ausschließlich in der Bundesrepublik zu produzieren, will Homa nicht nur von den qualifizierten Mitarbeitern und dem hohen Qualitätsanspruch der Marke „made in Germany“ profitieren, sondern sich auch seiner sozialen Verantwortung stellen. Für 2014 plant das Familienunternehmen bereits die nächste Erweiterung, um die knapp werdenden Lagerkapazitäten auszubauen.

„Die neue Produktionsfläche war vor allem deshalb notwendig, weil die Maschinen und Anlagen, die wir produzieren, entsprechend der Marktentwicklung im Laufe der Zeit immer größer wurden“, erklärt Holger Höppner, Leiter Marketing und Unternehmenskommunikation. „Bei einem Gewicht von bis zu 7,5 Tonnen wurde beispielsweise auch das Verladen der Pumpen in der alten Halle zunehmend problematisch.“ Mit der Produktionserweiterung im Neubau sind nun mehr Kapazitäten vorhanden, große Aggregate mit einem Druckanschluss von bis zu DN 1000 (1000 mm) und einer Leistung bis zu 630 kW zu produzieren. Auch das Verladen ist kein Problem mehr: „Die neue Halle ist komplett für LKWs befahrbar und ein ineinandergreifendes Kransystem erlaubt eine einfache Be- und Entladung“, so Höppner.

Prüfbecken für Aggregate bis DN 1000

Allein etwa 1,1 Millionen Euro investierte Homa in das neue Prüfbecken innerhalb des Gebäudes. Dieses ist 15x12 m breit, bis zu 8 m tief und fasst eine Wassermenge von 750 m³. „Im alten Becken konnten wir nur Pumpen bis zu DN 500 testen, das neue ist für größere Aggregate bis zu DN 1000 und einer Leistung von 630 kW sowie für Rührwerke aller Größen geeignet“, erläutert Höppner. „Auch unsere neu entwickelten Propellerpumpen mit einer Fördermenge von 3,5 m³/s lassen sich nun testen.“ Alle notwendigen hydraulischen Prüfungen nach den gültigen internationalen Normen, wie ISO 9906 und HI-Standard, können dort durchgeführt werden. Bei Rührwerken werden Leistung und Schub nach ISO 21630 sowie die Strömungsgeschwindigkeit gemessen. Über die sowohl außen am Prüfbecken als auch unter Wasser installierten Webcams und die Online-Anbindung des Prüfstands können die Kunden zudem Testläufe über das Internet mitverfolgen und die Aggregate auch selbst steuern. Vor-Ort-Termine zur Abnahme werden so überflüssig. Im Gebäude sind auch das Servicebüro, eine modern ausgestattete Reparaturwerkstatt sowie ein Schulungszentrum mit 60 Sitzplätzen untergebracht. Dort werden seit kurzem Seminare und Workshops für Kunden, Technik-Schulungen für Homa-Vertragswerkstätten und -Servicestützpunkte sowie Weiterbildungen für Mitarbeiter durchgeführt. Auch eine Demo-Werkstatt ist vorhanden, in der die fachgerechte Wartung von Tauchmotorpumpen geübt werden kann.

Vorteile des Standorts Deutschland

Das Unternehmen produziert seine Pumpen ausschließlich in der Bundesrepublik. „Wir bekennen uns klar zum Standort Deutschland, da wir hier hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter finden und vom hohen Qualitätsanspruch der Marke ‚made in Germany’ profitieren“, so Höppner. Für die Bundesrepublik spreche auch die gute Infrastruktur mit entsprechenden logistischen Möglichkeiten. „Gleichzeitig möchten wir uns unserer sozialen Verantwortung als deutsches Unternehmen stellen. Wir wollen weiterhin Arbeitsplätze schaffen und sichern sowie den Nachwuchs fördern.“ Das Unternehmen bildet bereits seit mehreren Jahrzehnten Industriekaufleute, Zerspanungsmechaniker sowie Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik aus.

Homa rechnet auch in den nächsten Jahren mit einem stabilen Wachstum im zweistelligen Prozentbereich. Für 2014 ist daher bereits ein zweiter Erweiterungsbau geplant, der sowohl die Produktions- als auch die mittlerweile nicht mehr ausreichenden Lagerkapazitäten vergrößern soll.

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