GEA übertrifft angehobene Ziele in 2022 und schlägt höhere Dividende vor

14.03.2023
GEA ist es in einem erneut herausfordernden Jahr gelungen, alle wesentlichen Kennzahlen im Geschäftsjahr 2022 zu steigern. Der Auftragseingang stieg deutlich um 8,7 Prozent auf 5,68 Milliarden EUR und der Umsatz wuchs signifikant um 9,8 Prozent auf 5,16 Milliarden EUR.
GEA übertrifft angehobene Ziele in 2022 und schlägt höhere Dividende vor

(Bildquelle: GEA Group Aktiengesellschaft)

Das EBITDA vor Restrukturierungsaufwand kletterte um 14 Prozent auf 712 Millionen EUR und die entsprechende EBITDA-Marge erhöhte sich erneut um 0,5 Prozentpunkte auf 13,8 Prozent.  Der ROCE lag bei 31,8 Prozent, das Net Working Capital in Prozent vom Umsatz bei 6,1 Prozent und die Nettoliquidität bei 346,4 Millionen EUR.

„Der Umgang mit mehreren, miteinander verknüpften Krisen verlangte uns im vergangenen Jahr viel ab und das macht unseren Erfolg umso bemerkenswerter,“ sagt CEO Stefan Klebert. „Es ist uns sogar gelungen, die nach einem starken dritten Quartal angehobene Prognose noch leicht zu übertreffen. Ohne unsere engagierten Mitarbeitenden wäre das undenkbar gewesen. Für diese außerordentliche Leistung danke ich dem GEA-Team weltweit.“

Alle Divisionen tragen mit teilweise zweistelligen Wachstumsraten zum Auftragseingang bei
Im Jahr 2022 stieg der Auftragseingang deutlich um 8,7 Prozent auf 5.678,9 Mio. EUR (2021: 5.222,5 Mio. EUR). Das organische Wachstum lag bei 7,6 Prozent. Zu dieser Entwicklung trugen alle Divisionen mit teilweise zweistelligen Wachstumsraten bei. Bei den Kundenindustrien verzeichneten Dairy Farming, Dairy Processing und Chemicals deutlich zweistellige Wachstumsraten.

GEA schloss im Berichtsjahr 17 Großaufträge (Volumen > 15 Mio. EUR) mit einem Gesamtwert von 419 Mio. EUR ab. Der regionale Schwerpunkt lag in den Regionen Nord- und Lateinamerika sowie Asien Pazifik. Im Vorjahr gab es neun Großaufträge mit einem Gesamtvolumen von 293 Mio. EUR. Der Auftragsbestand lag mit 3.192,7 Mio. EUR 14,6 Prozent über dem Vorjahreswert (2021: 2.785,4 Mio. EUR).

Der Umsatz wuchs um 9,8 Prozent auf 5.164,7 Mio. EUR (2021: 4.702,9 Mio. EUR). Mit 8,9 Prozent lag die organische Umsatzentwicklung oberhalb der angehobenen Erwartung von mehr als 7 Prozent. Alle Divisionen konnten organisch wachsen, manche erzielten sogar ein zweistelliges Wachstum. Die Kundenindustrien Dairy Farming und Chemicals trugen mit einem deutlichen zweistelligen Umsatzwachstum bei und auch Pharma sowie Food entwickelten sich positiv. Der Anteil des Serviceumsatzes ist 2022 weiter auf 34,9 Prozent von 34,2 Prozent im Vorjahr gestiegen.

EBITDA vor Restrukturierungsaufwand, ROCE übertreffen oberes Ende des Erwartungskorridors
Das EBITDA vor Restrukturierungsaufwand kletterte um 14 Prozent auf 712,0 Mio. EUR (2021: 624,8 Mio. EUR) und übertraf mit 691 Mio. EUR zu konstanten Wechselkursen das obere Ende der erwarteten Bandbreite von 630 bis 690 Mio. EUR. Alle Divisionen, mit Ausnahme von Heating & Refrigeration Technologies aufgrund von Veräußerungen, trugen zu dieser positiven Entwicklung bei. Die entsprechende EBITDA-Marge erhöhte sich um 0,5 Prozentpunkte auf 13,8 Prozent (2021: 13,3 Prozent) und liegt damit auf dem höchsten Niveau seit 2016.

Das Konzernergebnis kletterte um 31,5 Prozent auf 401,4 Mio. EUR (2021: 305,2 Mio. EUR). Infolge des verbesserten Konzernergebnisses sowie der gegenüber dem Vorjahr geringeren durchschnittlichen Anzahl von Aktien, konnte das Ergebnis je Aktie deutlich von 1,70 EUR auf 2,28 EUR gesteigert werden. Auch das Ergebnis je Aktie vor Restrukturierungsaufwand wies eine signifikante Verbesserung von 1,99 EUR auf 2,58 EUR aus.

Im Rahmen des am 16. August 2021 gestarteten und am 30. Dezember 2022 beendeten Aktienrückkaufprogramms (Volumen von 300 Mio. EUR) wurden 8.161.096 sich im Umlauf befindende Aktien zurückgekauft und werden nun im eigenen Bestand gehalten. Hierfür wurden im Geschäftsjahr 205,6 Mio. EUR aufgewendet.

Im Vergleich zum Vorjahr betrug die Nettoliquidität zum Stichtag 31. Dezember 2022 346,4 Mio. EUR (2021: 499,8 Mio. EUR). Die größten Liquiditätsabflüsse sind unter anderem auf den Erwerb eigener Aktien sowie die gezahlte Dividende zurückzuführen. Das Net Working Capital in Prozent vom Umsatz liegt mit 6,1 Prozent (2021: 5,1 Prozent) weiterhin unter dem Ziel-Korridor von 8 bis 10 Prozent. Der leichte Anstieg zum Vorjahr ist auf höhere Vorräte aufgrund der Herausforderungen in den Lieferketten zurückzuführen.

Zum Stichtag stieg das Capital Employed (berechnet als Durchschnitt der letzten vier Quartale) von 1.593,6 Mio. EUR auf 1.665,9 Mio. EUR, aufgrund eines höheren Anlagevermögens sowie dem leicht gestiegenen Net Working Capital. Der ROCE verbesserte sich im Geschäftsjahr 2022 von 27,8 Prozent auf 31,8 Prozent. Alle Divisionen konnten den ROCE gegenüber dem Vorjahreswert teilweise erheblich steigern. Mit einem ROCE zu konstanten Wechselkursen von 30,9 Prozent wurde das obere Ende des Erwartungskorridors von 24 bis 30 Prozent ebenfalls übertroffen.

Erneut höhere Dividende vorgeschlagen
GEA möchte seine Aktionäre mit einer attraktiven Dividende am starken und nachhaltigen Geschäftsmodel teilhaben lassen. Auf dieser Basis und der sehr guten Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2022 wird der Hauptversammlung eine zum Vorjahr um 5 Cent erhöhte Dividende von 0,95 EUR je Aktie vorgeschlagen.

GEA erwartet für 2023 ein weiteres Umsatz- und Margenwachstum
Für das Geschäftsjahr 2023 wird mit einem weiteren organischen Umsatzwachstum von mehr als 5 Prozent gerechnet. Das EBITDA vor Restrukturierungsaufwand zu konstanten Wechselkursen soll in der Bandbreite zwischen 730 bis 790 Mio. EUR liegen. Gleichzeitig wird ein weiterer Anstieg der EBITDA-Marge vor Restrukturierungsaufwand erwartet und somit einen Wert von über 13,8 Prozent. Beim ROCE geht GEA von einem Wert von mindestens 29 Prozent zu konstanten Wechselkursen aus.

Mittelfristige Ziele bis 2026 im Rahmen der Mission 26 bestätigt
GEA bestätigt die mittelfristigen Ziele, welche im Rahmen, der im September 2021 vorgestellten Wachstumsstrategie Mission 26 präsentiert wurden. Demnach soll der organische Konzernumsatz bis 2026 jährlich um durchschnittlich 4 bis 6 Prozent wachsen. Die EBITDA-Marge vor Restrukturierungs-aufwand soll auf mehr als 15 Prozent (2022: 13,8 Prozent) steigen und der ROCE soll bis Ende 2026 mehr als 30 Prozent (2022: 31,8 Prozent) betragen.

GEA erreicht höchste MSCI ESG Rating Bewertung
Im Januar 2023 wurde GEA in der MSCI ESG Rating Bewertung von einem „AA“ auf ein „AAA“ hochgestuft. Damit gehört GEA zu den besten 11 Prozent im Bereich Industriemaschinen. Auch in allen wesentlichen anderen ESG-Ratings hält GEA Spitzenpositionen in seinem Segment. Darüber hinaus wurde GEA im Jahr 2022 als einzig deutsches Unternehmen in den Dow Jones Sustainability Euroe Index aufgenommen.

GEA führt neues grünes Label “Add Better” ein
GEA entwickelt nachhaltige Lösungen für Anlagen, Maschinen und Komponenten, so dass diese weniger Rohstoffe, Energie oder Wasser verbrauchen oder weniger Abfälle produzieren. Im Jahr 2023 wird ein neues grünes Label „Add Better“ eingeführt, so dass Kunden die Vorteile nachhaltiger Produktlösungen eindeutig erkennen können. Das Add Better-Label basiert auf einem im Jahr 2022 entwickelten Prozess, welcher die erreichten Effizienzverbesserungen unter Anwendung von ISO-Standards berechnet.

„Im Zentrum unseres täglichen Handelns steht unser Purpose ‚Engineering for a better world‘. Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil unseres Strategieprogramms ‚Mission 26‘. Um unserem Anspruch gerecht zu werden und schneller voranzukommen, fokussieren wir unsere Entwicklungskapazitäten auf neue Produkte, die noch energiesparender und ressourcenschonender als bisher sind,“ ergänzt CEO Stefan Klebert. „Mit dem Add Better-Label möchten wir diese für unsere Kunden noch sichtbarer machen.“

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