Direkt an der Quelle: Zahnradpumpen sichern Prozess der Trinkwasseraufbereitung

17.06.2013

Aus der Dreilägerbachtalsperre im Großraum Aachen werden ca. 30 Millionen m³ Oberflächenwasser pro Jahr bezogen. Für den chemischen Reinigungsprozess werden Zahnradpumpen der Baureihe 3030-5030 vom Furtwangener Pumpenhersteller Ernst Scherzinger an unterschiedlichen Stellen eingesetzt.

Direkt an der Quelle: Zahnradpumpen sichern Prozess der Trinkwasseraufbereitung

Dosiersystem für Natronlauge (Foto: Scherzinger)

Nachdem das Wasser durch einen Grobfilter gelaufen ist, wird 50%-iges Natriumhydroxid hinzudosiert um den PH-Wert des Wassers von 9 auf 10 anzuheben. Im zweiten Schritt wird durch eine weitere Pumpe Aluminiumsulfat dazu dosiert, so dass die Schmutzpartikel verklumpen und durch einen Grobfilter abgeschieden werden können. Im Anschluss wird das Wasser durch die Ultrafiltrationsanlage gefördert, deren Membranoberfläche die Fläche von ca. 10 Fußballfeldern beträgt. Die Ultrafiltrationsanlage macht es möglich, selbst mikroskopisch kleinste Partikel wie Urin und Bakterien heraus zu fördern. An der nächsten Station wird durch eine weitere Zahnradpumpe Schwefelsäure eindosiert, so dass das basische Wasser wieder neutralisiert wird.

„Der entscheidende Vorteil, warum der Kunde sich für den Einsatz unserer Zahnradpumpen entschieden hat, ist der Regelbereich von 1:100, wodurch mit einer Baugröße das erforderliche Dosierspektrum abgedeckt wird“ erklärt Georg Sieffert, Produktmanager für den Bereich Chemie, Verfahrenstechnik und Anlagenbau der Firma Scherzinger. „Des Weiteren legen wir Wert auf die Verwendung von hochqualitativen Materialien, so dass wir mit unseren Zahnradpumpen derart aggressive Medien sicher fördern können“ beschreibt Sieffert weiter.

Je nach Anwendungsfall ist die Baureihe 3030-5030 in den Werkstoffen Edelstahl, Hastelloy oder Titan erhältlich. Um eine chemische Beständigkeit der Dichtungen zu gewährleisten, werden primär FFKM-Dichtungen verwendet. Üblicherweise werden Zahnräder aus dem Werkstoff PEEK eingesetzt. Alternativ stehen aber auch die Werkstoffe PTFE, Edelstahl oder W88 für kundenspezifische Anforderungen zur Verfügung. Auch im Bereich der Lagerungen können verschiedene Werkstoffe wie z.B. Keramik, Kohle neben Kunststoff entsprechend ihrem Anwendungsfall gewählt werden.

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