Sulzer: Währungsbereinigter Umsatz und operatives EBITA blieben stabil

17.08.2016

Der Umsatz, das operative EBITA und die operative ROSA blieben im ersten Halbjahr 2016 stabil. Der Bestellungseingang ging – durch das anspruchsvolle Umfeld im Öl und Gasmarkt bedingt – zurück, erhöhte sich im zweiten Quartal 2016 aber um 8 % auf sequentieller Basis. Wesentliche Einsparungen aus dem Sulzer Full Potential- Programm (SFP) glichen die negativen Auswirkungen des anspruchsvollen Marktumfelds aus.

Sulzer hat die Prognose für den Bestellungseingang für das Gesamtjahr 2016 angepasst. Neu geht das Unternehmen davon aus, dass der Bestellungseingang am höheren Ende der kommunizierten Bandbreite von –5 % bis – 10 %, also in der Nähe von –5 %, liegen dürfte. Sulzer bestätigt die Prognose für den Umsatz (–5 % bis –10 %) und die operative EBITA-Marge (ungefähr 8 %).

Ergebnisse in der ersten Jahreshälfte 20162

Der Bestellungseingang in der Höhe von CHF 1 423 Millionen blieb um 9,1 % unter dem Wert der Vorjahresperiode (nominal: – 10,1 %). Allerdings erhöhte er sich im zweiten Quartal 2016 um 8 % auf sequentieller Basis. Die Bruttomarge des Bestellungseingangs stieg nominal um 1,7 Prozentpunkte auf 34,6 %, insbesondere aufgrund eines höheren Anteils des Aftermarket-Geschäfts (Ersatzteile und Services). Das Wachstum in den Märkten Wasser, Energie und allgemeine Industrie wirkte sich positiv auf den Bestellungseingang aus. Das Wachstum in den Wasser- und Energiemärkten wurde überwiegend von der Division Pumps Equipment beigesteuert. Die Geschäftseinheit Sulzer Mixpac Systems (SMS) von Chemtech war der Wachstumsmotor in der allgemeinen Industrie. Das anspruchsvolle Marktumfeld beeinträchtigte den Bestellungseingang im Öl- und Gasmarkt im ersten Halbjahr 2016 erheblich. In diesem Marktsegment verbuchten Pumps Equipment und Chemtech deutlich weniger Bestellungen für neue Anlagen. In der Division Rotating Equipment Services sowie im Aftermarket-Geschäft der Division Pumps Equipment ging das Bestellungsniveau dagegen nur leicht zurück. Verglichen mit dem ersten Quartal 2016 wuchs der Bestellungseingang im Öl- und Gasmarkt im zweiten Quartal. Regional betrachtet erholte sich der Bestellungseingang in China weiter. Die Bestellungen nahmen im zweiten Quartal zu, sowohl im Jahresvergleich als auch auf sequentieller Basis, ausgehend von einem sehr tiefen Niveau.

Der Umsatz belief sich auf CHF 1 381 Millionen. Verglichen mit der ersten Jahreshälfte 2015 blieb er somit stabil (– 0,1 %). Der Währungseffekt schlug mit insgesamt CHF – 10,9 Millionen zu Buche. Das operative EBITA (opEBITA) entsprach mit CHF 98,7 Millionen dem Vorjahresniveau (1. Halbjahr 2015: CHF 98,3 Millionen). Die durch das SFP-Programm erzielten Einsparungen glichen den Effekt eines geringeren Bruttogewinns aus. Die operative ROSA blieb mit 7,1 % stabil.

Die Cash-Flow-Generierung wird vor allem gegen Ende des Jahres stattfinden, wobei im bisherigen Jahresverlauf Ausgaben von CHF 24 Millionen für das SFP-Programm zu Buche schlugen. In der Folge resultierte im ersten Halbjahr ein knapp positiver Free Cash Flow. Sulzer akquirierte die PC Cox Group Ltd. und unterzeichnete eine verbindliche Übernahmevereinbarung für die Geka GmbH. Durch die beiden Übernahmen hat Sulzer die Grösse seiner profitabelsten Geschäftseinheit SMS verdoppelt.

Das SFP-Programm macht gute Fortschritte

Das SFP-Programm läuft auf Hochtouren. In den ersten sechs Monaten 2016 hat das Unternehmen daraus Kosteneinsparungen von CHF 36 Millionen realisiert. Bis Ende 2016 rechnet Sulzer mit Einsparungen in der Grössenordnung von CHF 60 bis 80 Millionen. Das Programm hat jährliche Kosteneinsparungen von insgesamt rund CHF 200 Millionen zum Ziel, die ab 2018 vollständig zum Tragen kommen. Die globale Beschaffungsorganisation ist operativ und nutzt ihre Grössenvorteile, während die IT-Abteilung an einer neuen Organisation mit verbesserten Kostenstrukturen arbeitet. Die Division Pumps Equipment verfeinert weiter ihr globales Betriebsnetz. Die Division hat ein neues Produktionsplanungssystem eingeführt, um die Profitabilität zu verbessern und die termingerechte Auslieferung zu optimieren. Die Division Rotating Equipment Services hat ihre Aktivitäten restrukturiert und ihre Organisation gestrafft. Die Division Chemtech war mit anhaltendem Druck auf die Produktionskosten in der Schweiz konfrontiert und gab daher im März 2016 die Schliessung ihrer Produktion in Oberwinterthur, Schweiz, bekannt.

Ausblick

Sulzer hat die Prognose für den Bestellungseingang für das Gesamtjahr 2016 angepasst. Bislang hat das Unternehmen einen erwarteten Bestellungseingang von –5 % bis –10 % kommuniziert. Neu geht Sulzer davon aus, dass der Bestellungseingang am höheren Ende dieser Bandbreite in der Nähe von –5 % liegen dürfte. Das Unternehmen bestätigt die Prognose für den Umsatz und die operative EBITA-Marge. Der Umsatz dürfte sich um 5 % bis 10 % verringern. Sulzer rechnet mit einer operativen EBITA-Marge (opROSA) von ungefähr 8 %.

2Sofern nicht anders angegeben, basieren alle Veränderungen zum Vorjahr auf währungsbereinigten Werten.

Einzelheiten zu den Ergebnissen

Pumps Equipment: Währungsbereinigter Umsatz und operatives EBITA gesteigert

Der Bestellungseingang war im ersten Halbjahr 2016 rückläufig. Die Bruttomarge des Bestellungseingangs stieg hingegen an. Hauptursache für den Rückgang der Bestellungen war der Öl- und Gasmarkt, der einen signifikanten Einbruch verzeichnete. In den Märkten Energie und Wasser stieg der Bestellungseingang an, in der allgemeinen Industrie blieb er unverändert. Nach Regionen betrachtet ging die Nachfrage in Europa und Afrika stark zurück, während sie im Nahen Osten zulegte. Auch in Nord-, Mittel- und Südamerika sank der Bestellungseingang. In der Region Asien-Pazifik lag die Nachfrage wiederum über dem Vorjahresniveau. Der Umsatz stieg gegenüber der ersten Hälfte des Vorjahres an. Die Division verbuchte ein stabiles operatives EBITA und eine stabile operative ROSA.

Rotating Equipment Services: Verbessertes operatives EBITA trotz niedrigerem Umsatz

Der Bestellungseingang nahm im Vergleich zur ersten Hälfte des Vorjahres ab. In erster Linie dafür verantwortlich war die schwache Nachfrage in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) – insbesondere in Grossbritannien. Die Bruttomarge des Bestellungseingangs ging ebenfalls zurück. Der Bestellungseingang im Öl- und Gasmarkt ging zurück. Im Energiemarkt blieb der Bestellungseingang unverändert, in der allgemeinen Industrie nahm er zu. In Nord-, Mittel- und Südamerika blieb die Nachfrage trotz des herausfordernden Marktumfelds in Südamerika auf dem Niveau der Vorjahresperiode. Die Region vermochte den Rückgang in den Regionen EMEA und Asien-Pazifik teilweise wettzumachen. Trotz Umsatzrückgang im ersten Halbjahr 2016 verbesserte sich das operative EBITA, was auf die Restrukturierung in der EMEA-Region zurückzuführen ist. Die operative ROSA stieg ebenfalls an.

Chemtech: Verbesserte Profitabilität und Umsatzrückgang

Die Division Chemtech vermeldete einen Rückgang beim Bestellungseingang gegenüber der Vorjahresperiode. Der Rückgang ist hauptsächlich dem schwachen Öl- und Gasmarkt sowie einem Basiseffekt (Grossauftrag im Nahen Osten im Vorjahr) zuzuschreiben. Die Bruttomarge des Bestellungseingangs stieg insgesamt jedoch an. Der Öl- und Gasmarkt bot weiterhin ein herausforderndes Umfeld. Die Nachfrage in der allgemeinen Industrie stieg an, was hauptsächlich auf den höheren Bestellungseingang von SMS zurückzuführen war. In Europa, dem Nahen Osten und Afrika erhöhte sich der Bestellungseingang (ohne den oben erwähnten Grossauftrag). In Nord-, Mittel- und Südamerika war der Bestellungseingang rückläufig, während er in der Region Asien-Pazifik über dem letztjährigen niedrigen Vorjahresniveau lag. Der Umsatz verringerte sich im ersten Halbjahr 2016 im Vergleich zur Vorjahresperiode. Die markante Umsatzzunahme von SMS vermochte das Ausbleiben von Grossprojekten im Öl- und Gasmarkt nicht wettzumachen. Das operative EBITA und die operative ROSA verbesserten sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2015.

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