Sulzer steigert Gewinn

28.02.2006

Mit hohem Wachstum und stark verbesserten Ergebnissen knüpfte Sulzer 2005 an das erfolgreiche Vorjahr an. Der Umsatz stieg um 20,9% auf CHF 2 498,2 Mio. Das Betriebsergebnis (EBITA) nahm um 23,0% auf CHF 166,8 Mio. zu. Der Nettogewinn belief sich auf ...

... CHF 128,3 Mio. und liegt damit 82,8% über dem Vorjahr. Der Verwaltungsrat beantragt eine auf CHF 14 erhöhte Dividende pro Aktie (Vorjahr: CHF 9). 2005 setzte Sulzer somit das vor einigen Jahren eingeleitete profitable Wachstum fort. Auch für 2006 wird ein guter Geschäftsgang erwartet.

Bestell- und Umsatzvolumen zweistellig gewachsen

Der Bestellungseingang des Konzerns stieg in einem mehrheitlich positiven Marktumfeld auf CHF 2 635,1 Mio. und lag somit 19,9% über dem Vorjahr . Der Umsatz erhöhte sich um 20,9% auf CHF 2 498,2 Mio. Alle Divisionen trugen zum hohen Wachstum bei. Regional gesehen war neben Asien auch die Nachfrage in Nord- und Südamerika sehr lebhaft.

Kerndivisionen tragen Wachstum des Betriebsergebnisses

Das Wachstum des Betriebsergebnisses (EBITA) wurde maßgeblich von den Kerndivisionen erzielt. Mit ihrem starken Fokus auf „Operational Excellence“ erreichten sie mit CHF 184,9 Mio. ein Resultat, das um 44,1% über dem Vorjahreswert liegt. Dank dieser Zunahme konnten die Schließungskosten des Brennstoffzellen-Venture Sulzer Hexis und ein Sondererlös des Vorjahres mehr als kompensiert werden. Aufgrund des rechnungslegungsbedingten Wegfalls der Goodwillamortisation verbesserte sich das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT zusätzlich um rund CHF 28 Mio.

Nettogewinn 82,8% über dem Vorjahreswert

Neben dem erhöhten Betriebsergebnis fiel im Berichtsjahr auch das Finanzergebnis gut aus. In Summe stieg der auf die Sulzer-Aktionäre entfallende Nettogewinn um 82,8% von CHF 70,2 Mio. auf CHF 128,3 Mio. Der Gewinn pro Aktie betrug CHF 36,03 gegenüber einem Vorjahresbetrag von CHF 20,10.

Die Divisionen im Einzelnen

Sulzer Pumps erzielte 2005 neue Höchstwerte. Im Vergleich zum Vorjahr wurde der Umsatz auf CHF 1 266,4 Mio. gesteigert. Das Betriebsergebnis (EBITA) nahm von CHF 63,2 Mio. auf CHF 98,2 Mio. zu (+55,4%). Mit einer Umsatzrendite von 7,8% ist die Division dem für 2006 anvisierten Ziel von 8% bereits sehr nahe gekommen, welches Ende 2003 bei Einleitung des umfassenden Restrukturierungsprogramms gesetzt wurde. Dazu trugen die gute Verfassung der Märkte sowie die fokussierten Anstrengungen zur Verbesserung der operativen Leistung maßgeblich bei. Außerdem wurden viele Großprojekte abgewickelt und Zusatzerlöse aus dem Verkauf nicht mehr benötigter Fabrikanlagen erzielt. Die im Vorjahr akquirierten Pumpenlinien wurden 2005 erfolgreich integriert. Die Division erwartet auch für 2006 eine Zunahme von Umsatz und Betriebsergebnis, wobei die Wachstumsraten aufgrund der hohen Vorjahresbasis voraussichtlich etwas zurückgehen werden.

Der Umsatz von Sulzer Metco wuchs 2005 um 11,8% auf CHF 583,0 Mio. und das Betriebsergebnis (EBITA) wurde mit CHF 36,1 Mio. fast verdoppelt (Vorjahr: CHF 18,6 Mio.). Daraus resultierte eine Umsatzrendite, die sich von 3,6% im Vorjahr auf 6,2% erholte. Die ersten Wirkungen der Initiativen zur operativen Leistungssteigerung, das freundlichere Marktumfeld sowie die deutlich rückläufige Belastung mit Sonderkosten schlugen sich im Resultat positiv nieder. Besonders ausgeprägt war die Ergebniserholung im Bereich Thermisches Spritzen. Die neu definierte Einheit Oberflächentechnik festigte ihre Position im Automobilsektor und im Dünnfilmgeschäft. Das aus den Niederlanden operierende Geschäft mit Turbinenkomponenten konnte die Ertragserosion auf allerdings noch tiefem Niveau stoppen. Für 2006 wird mit weiteren Ertragsfortschritten sowie weiterem Umsatzwachstum gerechnet.

Sulzer Chemtech schloss 2005 an das bereits gute Vorjahr an und steigerte die finanzielle Leistung noch einmal deutlich. Der Umsatz kletterte mit CHF 389,5 Mio. auf einen neuen Rekordwert. Das Volumenwachstum erreichte damit 24,4%. Sulzer Chemtech erzielte ein Betriebsergebnis (EBITA) von CHF 40,6 Mio. (+35,3%) bei einer Umsatzrendite von 10,4% (Vorjahr 9,6%). Umsatzzuwachs und kompromisslose Ausrichtung auf operative Leistungsverbesserung führten zu den hervorragenden Resultaten. Die Akquisition von Cana-Tex hatte noch wenig Einfluss auf die Jahresabschlusszahlen. Die Aussichten für einen weiteren Anstieg von Umsatz und Gewinn sind für 2006 sehr gut.

Das Geschäftsjahr von Sulzer Turbo Services war durch gegensätzliche Tendenzen geprägt. Die Märkte haben sich mehrheitlich erholt, insbesondere in den USA. Entsprechend stieg der Umsatz kräftig um 13,3% auf 241,3 Mio., dabei war das sehr hohe Volumen von Großaufträgen bemerkenswert. Das Betriebsergebnis (EBITA) ging von CHF 16,5 Mio. auf CHF 10,0 Mio. zurück (-39,4%). Dies ist vor allem zurückzuführen auf die Restrukturierungskosten einer Tochtergesellschaft in den Niederlanden, die mit Ertragsschwächen kämpfte. Die Umsatzrendite lag bei 4,1% (Vorjahr 7,7%). Die Division setzt 2006 weiterhin auf interne Effizienzsteigerung in allen Prozessen und erwartet daraus eine deutliche Verbesserung der Ergebnisse.

Im zweiten Halbjahr 2005 vollzog Sulzer den bereits im dritten Quartal angekündigten Ausstieg aus dem Brennstoffzellen-Venture Sulzer Hexis. Nachdem die breit angelegte Suche nach Partnern erfolglos geblieben war, konnte das Risiko einer alleinigen Fortsetzung nicht mehr verantwortet werden. Zum Jahreswechsel kaufte eine Schweizer Stiftung 100% der Aktien in der Absicht, das Brennstoffzellensystem Galileo auf reduzierter Basis weiterzuentwickeln. Nach Belastung der Schließungskosten von CHF 14,3 Mio. betrug der Gesamtverlust im Berichtsjahr CHF 32,2 Mio.

Das Betriebsergebnis bei Übrige belief sich insgesamt auf CHF 14,1 Mio. Der hohe Vorjahreswert von CHF 23,8 Mio. war durch einen außergewöhnlichen Versicherungserlös beeinflusst. Das Geschäft mit Liegenschaften leistete mit über CHF 20 Mio. wiederum einen maßgeblichen Beitrag. Aus dem Verkauf der noch bei der indischen Tochtergesellschaft bestehenden Kompressoraktivität resultierte ein Gewinn von rund CHF 6 Mio.

Das Finanzergebnis erreichte den vergleichsweise hohen Wert von CHF 14,2 Mio. Im Vorjahr war es mit CHF –1,7 Mio. leicht negativ ausgefallen. Hauptgründe des Anstiegs waren vor allem gute Wertschriftenerträge und hohe Gewinnausschüttungen der deutschen Voith Gruppe. Am 27. Februar 2006 wurde ein Abkommen über den Verkauf der Anteile an diesem Unternehmen unterzeichnet. Die Beteiligung wurde seit längerem als Finanzanlage geführt und hatte keine strategische Bedeutung mehr. Die Veräußerung führt zu einem Mittelzufluss von etwa CHF 70 Mio. und einem Gewinn von rund CHF 11 Mio.

Aussichten

Die erfolgreiche Ausrichtung in den letzten Jahren auf „Operational Excellence“ wird 2006 fortgesetzt. Vor allem Sulzer Metco und Sulzer Turbo Services streben klare Fortschritte entsprechend der angekündigten mittelfristigen Ziele an. Bei Sulzer Pumps und Sulzer Chemtech wird der Fokus auf kontinuierlicher Verbesserung von Rendite-Größen und Wachstum liegen. Das Jahr endete mit dem höchsten Auftragsbestand (CHF 1004,1 Mio.) seit der strategischen Neupositionierung des Konzerns 2001. Bei einer anhaltend guten Marktlage geht Sulzer für das laufende Jahr von einer weiteren Umsatzzunahme aus. Die Wachstumsraten dürften sich aber wegen der hohen Basis von 2005 zurückbilden. Ingesamt wird ein höherer Betriebs- und Nettogewinn erwartet.

Dividende

Angesichts des Gewinnanstiegs wird der Verwaltungsrat an der Generalversammlung vom 12. April 2006 eine Dividende von CHF 14 beantragen (Vorjahr: CHF 9). Falls diese genehmigt wird, erfolgt die Auszahlung der Dividende am 18. April 2006 (Ex Dividende).

Verwaltungsrat: Wiederwahl

An der kommenden Generalversammlung wird Daniel Sauter zur Wiederwahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen. Hingegen steht Mario Fontana, Verwaltungsratsmitglied seit 2002, auf eigenen Wunsch wegen zunehmender Belastung aus anderen Tätigkeiten nicht mehr zu Wiederwahl.

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