ProMinent zeigt neue Dosier-, Mess- und Sensorsysteme

09.03.2026
Steigende regulatorische Anforderungen, höhere Betriebskosten und Fachkräftemangel setzen Betreiber von Wasseraufbereitungsanlagen zunehmend unter Druck. Auf der IFAT 2026 in München zeigt ProMinent an zwei Ständen, wie automatisierte Systeme Prozesse stabilisieren und Ressourcen effizient einsetzen.
ProMinent zeigt neue Dosier-, Mess- und Sensorsysteme

Neues Dosiersystem DULCODOS panel (Bildquelle: ProMinent GmbH)

„Betreiber benötigen heute vor allem robuste, einfach zu bedienende und digital vernetzte Lösungen“, sagt Moritz Buck, Geschäftsführer der ProMinent Deutschland GmbH.

Neues Dosiersystem für Trink- und Abwasser
Am Hauptstand präsentiert ProMinent das neue Dosiersystem DULCODOS panel. Das modulare Plug and Play System unterstützt die hochpräzise Chemikaliendosierung in der Wasseraufbereitung; wie bei einem Baukasten sind Komponenten wie Montageplatte, Verrohrung sowie hydraulisches und elektrisches Zubehör passgenau aufeinander abgestimmt. Durch Standardisierung bleibt die Lösung trotz individueller Konfiguration schnell verfügbar.

Ergänzt wird das Portfolio durch Lösungen für die vierte Reinigungsstufe. Dazu zählen das Dosiersystem DULCOPAC zur kontrollierten Pulveraktivkohle-Dosierung, die Ozonanlage DULCOZON OZLa zur Reduzierung organischer Spurenstoffe sowie Systeme zur Phosphatfällung und zur Dosierung externer Kohlenstoffquellen. Für die Schlammbehandlung zeigt ProMinent die Schlauchpumpe DULCOFLEX DFCa 40 sowie das Polymeransetzsystem DULCODOS ULFb.

Neue Sensoren und Regler für automatisierte Prozesssteuerung
Im Fokus stehen neue Mess- und Regeltechnik sowie Digitalisierungslösungen. Das Mess- und Regelgerät DULCOMETER diaLog C überwacht Messwerte relevanter Wasserparameter und steuert Dosierprozesse präzise. Als Einkanalregler verarbeitet das System Messsignale verschiedener ProMinent Sensoren und trägt zu einer ressourceneffizienten Anlagenführung bei.

Neu ist auch der optische Trübungssensor DULCOEYE LT, der Feintrübungen zuverlässig erfasst – entscheidend für eine stabile Wasserqualität, etwa in der Trinkwasseraufbereitung. Die Plug-and-Play-Installation mit automatischer Werkskalibrierung, integrierter Selbstreinigung und Luftblasenkompensation reduziert den Wartungsaufwand und sorgt für stabile Messergebnisse. Ergänzend erfasst der optische Sensor DULCOEYE SAC organische Belastungen über den spektralen Absorptionskoeffizienten. Aus diesen Messdaten kann der Sensor weitere relevante Werte wie etwa den chemischen Sauerstoffbedarf (CSB) ableiten.

Im Zusammenspiel mit dem Regler diaLog C werden Messdaten direkt verarbeitet und Dosierungen automatisch angepasst. Anlagen reagieren so zuverlässig auf Veränderungen der Wasserqualität und lassen sich wirtschaftlich betreiben.

Weitere Artikel zum Thema

Wasserwiederverwendung treibt Wachstum: De.mem legt bei Umsatz und Profitabilität zu

18.09.2026 -

Wasserknappheit, steigender industrieller Bedarf und strengere Anforderungen an die Abwasserbehandlung erhöhen weltweit den Investitionsbedarf in der Wasserwirtschaft. Insbesondere die Wiederverwendung von Wasser gewinnt an Bedeutung. In diesem Marktumfeld hat das australisch-deutsche Wassertechnologieunternehmen De.mem im ersten Halbjahr 2026 Umsatz, Ergebnis und operativen Cashflow deutlich gesteigert.

Mehr lesen

Schlosskellerei Affaltrach bereitet Wasser mit Umkehrosmoseanlagen von Grünbeck auf

28.08.2026 -

Eine autarke, nachhaltige Wasserversorgung zu realisieren – das war der Wunsch der renommierten Schlosskellerei Affaltrach. Gemeinsam mit der Grünbeck-Werksvertretung Wassertechnik NOW installierte die Inhaberfamilie eine Aufbereitungsanlage fürs Brunnenwasser, die vorwiegend auf Filter- und Umkehrosmosesystemen beruht. Das Ergebnis: beste Trinkwasserqualität! Und durch die geschickte Kombination mit der Photovoltaikanlage spart das Unternehmen zusätzlich Stromkosten.

Mehr lesen

Sichere Trinkwasserversorgung weltweit: Lutz-Jesco baut Forschung zu Chlorgastechnologie aus

26.08.2026 -

Lutz-Jesco baut seine Forschung und Entwicklung für sichere Chlorgastechnologien aus. Ziel ist es, den Umgang mit Chlorgas weiter zu verbessern und die Trinkwasserdesinfektion noch sicherer zu machen. Denn obwohl Chlorgas als Gefahrstoff gilt, bleibt es für die sichere und wirtschaftliche Desinfektion großer Wassermengen in vielen Regionen der Welt unverzichtbar.

Mehr lesen

Ohne Wasser keine Standortpolitik: Wasser als Standortfaktor für Industrie und Kommunen

15.07.2026 -

Wasser entwickelt sich nach Einschätzung von Dr. Thomas Beutel von der Lutz-Jesco GmbH zu einem zentralen Standortfaktor für Industrie, Kommunen und kritische Infrastrukturen. Auf der Handelsblatt-Konferenz „Wirtschaftsfaktor Wasser“ in Berlin verwies Beutel auf die wachsende Bedeutung regionaler Versorgungssicherheit, technischer Wasseraufbereitung und übergreifender Wasserhaushaltsplanung.

Mehr lesen