Optimierung biologischer Wasserreinigungsanlagen durch patentierte Technologie von Multi Umwelttechnologie aus Deutschland

14.11.2018

Überlastungen von biologischen Wasserreinigungsanlagen und/oder erhöhte Anforderungen an die Reinigungsleistung (Nitrifikation und ggf. Denitrifikation) stellen die Anlagenbetreiber vor neue Herausforderungen. Viele Probleme dieser Art lassen sich durch eine Erhöhung der aktiven Biomasse lösen. Aber wie, wenn die Reaktionsbecken zu klein sind und das Volumen nicht ausreicht. Besonders die Nitrifikation stellt erhöhte Anforderungen an das Schlammalter.

Optimierung biologischer Wasserreinigungsanlagen durch patentierte Technologie von Multi Umwelttechnologie aus Deutschland

Mutag BioChip 30™ mit Hohlkörper (K1 + K5)(Foto: Multi Umwelttechnologie)

Mit der MBBR (Moving Bed Biofilm Reactor) oder IFAS Technologie (Integrated Fixed film Activated Sludge) können vorhandene Anlagen zur Leistungssteigerung modifiziert werden. Die sonst in der Belebtschlamm-Biologie fehlende Biomasse wird dabei auf spezielle Trägermaterialien angesiedelt. Das Trägermaterial wird durch Rückhaltesiebe im Behälter gehalten und von der Prozessluft oder Rührwerke durchmischt. Das Füllvolumen an Trägermaterial kann dabei typischerweise bis zu 50 Prozent des Beckenvolumens betragen. Weitere Erklärungen hierzu finden Sie auf Youtube „Mutag MBBR Technology Movie 1“.

Der MBBR Prozess bietet dem Anwender viele Vorteile

Ein besonderer Vorteil zur gezielten Steuerung der Biozönose kann durch die Anwendung eines deutschen Verfahrenspatents der Mutag erreicht werden.

In MBBR Reaktoren werden die Milieubedingungen durch verschiedene Trägermaterialien so eingestellt, dass entsprechend der Aufgabenstellung ein Minimum oder Maximum an mikrobiellen Zuwachs erzielt wird. Durch den Einsatz von mindestens zwei verschiedenen Trägerelementen (Mutag BioChip 30 + Hohlkörper [Bezeichnung unseres Partners]), die sich in ihrer Form und Größe unterscheiden und damit auch unterschiedliche mechanische Eigenschaften im Wasser aufweisen, gelingt es die Milieubedingungen für Bakterien / Pilze bzw. für Bakterienfresser (Proto- und Metozoen) in der Art festzulegen, dass die bevorzugte Organismengruppe im System optimale Wachstumsbedingungen vorfindet und die gewünschten Stoffwechselleistungen erbringen kann.

Die Vorteile des patentierten Verfahrens

Mikroflocken aus vorhandenen biologischen Anlagen werden i.d.R. in den Nachklärbecken schlecht abgetrennt und können deshalb die Ablaufkonzentrationen der zu eliminierenden Inhaltsstoffe negativ beeinflussen. Die Bakterienfresser (Proto- und Metozoen) verstoffwechseln diese Mikroflocken und reduzieren dadurch auch den anfallenden Überschussschlamm. Das bedeutet, weniger Überschussschlamm und optimierte Ablaufwerte.

Durch den porösen Mutag BioChip 30 wird wesentlich mehr aktive Biomasse im MBBR Reaktor gehalten, was zur extremen Leistungssteigerung beiträgt. Bei geringerem Reaktionsvolumen (kleinere Becken/Behälter) wird trotzdem höhere Leistung erzielt. Das bedeutet hohe Umsatzleitung auf geringstem Raum mit hoher Prozessstabilität (high-performance).

Auf den porösen Trägern wird durch die Immobilisierung langsam wachsender Organismen (Nitrifikanten) auf dem Mutag BioChip 30 ein hohes aktives Schlammalter etabliert, was im System zur Nitrifikation und damit zur Voraussetzung für die Elimination des Stickstoffs durch Denitrifikation führt.

Vorhandene MBBR Reaktoren mit Hohlkörpern können bis zu einem Füllvolumen von 50Prozent durch die Zugabe von Mutag BioChip 30 in ihrer Leistung gesteigert werden. Ein „Tuning“ ohne Um- oder Neubau.

1 m³ Mutag BioChip kann die Biomasse von 6 – 10 m3 Hohlkörper ersetzen (Faktor 6 – 10) und das Reaktionsvolumen (Behälter) kann entsprechend kleiner ausfallen. Einer bestimmten Menge Hohlkörpern kann zur Leistungssteigerung eine anteilige Menge an Mutag BioChip30 beigefügt werden oder es wird eine bestimmte Menge an Hohlkörpern durch eine anteilige Menge Mutag BioChip30 ersetzt

Autoren

M.Sc. Joo Nian Ng

Dipl.-Ing. Simon Jedrusiak

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