Informationsveranstaltung zur Dichtheitsprüfung – gemeinsam Klarheit schaffen

03.08.2011

Bis zum 31.12.2015 müssen alle erdverlegten privaten Abwasserleitungen auf ihre Dichtheit überprüft werden, so die Vorgabe des Gesetzgebers. Das stellt nicht nur Hausbesitzer, sondern auch das ausführende Handwerk und die Kommunen vor große Herausforderungen.

Informationsveranstaltung zur Dichtheitsprüfung – gemeinsam Klarheit schaffen

Mit praktischen Vorführungen sorgten Fachunternehmen aus der Region für Aufklärung. Für viele Hausbesitzer brachten sie erstmals „Licht ins Dunkel“ der Gesetzeslage. (Foto: Jung Pumpen)

Um allen Beteiligten mehr Klarheit und Sicherheit zu verschaffen, beschreitet der Abwasserspezialist Jung Pumpen offensiv neue Wege: Bereits zum zweiten Mal lud er Hausbesitzer und Bauherren zu einer Informationsveranstaltung auf sein Firmengelände nach Steinhagen ein. „In praktischen Vorführungen, informativen Vorträgen und spannenden Diskussionen kann man den Menschen den Sinn der Dichtheitsprüfung wirklich näherbringen“, freut sich Marco Koch, Leiter Verkaufsförderung der Jung Pumpen GmbH und verantwortlich für Weiterbildungs- und Seminarveranstaltungen im Hause Jung Pumpen.

Am 16. Juli folgten rund 500 Gäste der Einladung zu Jung Pumpen nach Steinhagen, um an den Vorträgen teilzunehmen, aber auch um sich bei den zahlreichen praktischen Vorführungen ein besseres Bild vom Ablauf einer Dichtheitsprüfung zu machen. Auch Rechtsanwältin und Referentin Daniela Deifuß-Kruse ist überzeugt: „Die Verunsicherung der Bürger im Hinblick auf die rechtliche Situation ist nicht zuletzt durch die unterschiedlichen Darstellungen in den Medien groß. Veranstaltungen wie diese bringen aber glücklicherweise Licht ins Dunkel.“

Handwerker und Kommunen im Schulterschluss

Nicht nur für die Hausbesitzer, auch für die ausführenden Handwerksbetriebe und Kommunen konnte die Veranstaltung wichtige Brücken schlagen. Denn gute Betriebe für die fachgerechte Ausführung einer Dichtheitsprüfung sind das A und O. Oliver Kipp von der Kipp Umwelttechnik aus Bielefeld bestätigt: „Wir sind ständig auf der Suche nach geeigneten Kooperationspartnern im SHK-Handwerk. Veranstaltungen wie diese helfen uns dabei, neue Kontakte zu knüpfen, denn gemeinsam können wir etwas auf dem Markt bewegen.“ Ihm und vielen anderen Vertretern der umliegenden Kommunen war es ein besonderes Anliegen, die Bürger aufzuklären und ihnen Hilfestellungen für eine fachgerechte Ausführung der Dichtheitsprüfung an die Hand zu geben. Martin Arhelger, Fachberater für Dichtheitsprüfungen bei der Stadt Gütersloh, zeigt sich entsprechend vom Geschehen auf dem Werkgelände von Jung Pumpen begeistert: „Wir begrüßen diese Veranstaltung, weil sie die Akzeptanz bei den Bürgern für die Notwendigkeit der Dichtheitsprüfung fördert. Hier werden die gesetzlichen und technischen Aspekte optimal dargestellt und das ist die Grundlage einer sachlichen Diskussion, die uns zu einer gemeinsamen Lösung bringt.“

Mit praktischen Vorführungen gegen Unsicherheiten

Neben den gesetzlichen Vorgaben wurden auch die praktische Durchführung einer Dichtheitsprüfung, die Möglichkeiten zur Sanierung defekter Leitungen und deren Kosten anschaulich erläutert. Alle Besucher der Veranstaltung konnten die Kamera- und Prüftechniken genau unter die Lupe nehmen. Als besonders beeindruckend erlebten viele Gäste die praktische Vorführung einer Kamerafahrt durch ein Referenzkanalsystem sowie den Einsatz moderner Roboter-Technik im Kanal.

„Die Veranstaltung war auch in diesem Jahr ein voller Erfolg. Wir halten sie deshalb für ein empfehlenswertes Modell“, so das Resümee von Marco Koch. „Gemeinsam müssen Industrie, Handwerk und Kommunen sich dafür einsetzen, den Bürger angemessen zu informieren und ihm so die Angst vor der Leitungsprüfung und einer eventuellen Sanierung nehmen.“

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