Fachsymposium: Regenwasserbewirtschaftung – Stormwater Management

15.11.2012

Lange Zeit wurde Regenwasser nicht als Ressource betrachtet, sondern wie Abwasser behandelt. In der Vergangenheit wurde es, zusammen mit Schmutzwasser aus Haushalten und Industrie, in das Kanalnetz geleitet und von dort weiter ins Klärwerk. Dies wirkte sich in vielerlei Hinsicht schädlich auf die Umwelt und den natürlichen Wasserhaushalt aus.

Im Rahmen von Wasser Berlin International 2013 findet am 25. und 26. April 2013 unter dem Titel „Regenwasserbewirtschaftung – Stormwater Management“ ein anderthalbtägiges Fachsymposium zum nachhaltigen Umgang mit Regenwasser statt. Veranstaltet wird das Fachsymposium von der technisch-wissenschaftlichen Fachzeitschrift gwf-Wasser|Abwasser in Kooperation mit dem Beuth-Verlag und dem Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau e.V. (BWK).

Die negativen Folgen einer falschen Regenwasserbewirtschaftung sind vielfältig: Wenn etwa bei starken Niederschlägen sehr viel Regen in kurzer Zeit fällt, sind Abläufe und Kanalisation schnell überlastet. Hochwassersituationen werden durch solche Engpässe zusätzlich verschärft. Häufig gelangt bei Starkregenereignissen verschmutztes Wasser aus Überlaufbauwerken in Bäche und Flüsse und beeinträchtigt dort die Öko-Systeme. Andererseits können Gebiete, aus denen das Regenwasser ständig und in großem Umfang abgeleitet wird, mit der Zeit trocken fallen, was schädliche Auswirkungen auf die dort ansässige Fauna und Flora hat. Hinzu kommt, dass bei der herkömmlichen Regenwasserentsorgung Kosten für Kanalnetz- und Klärwerksbetreiber entstehen – aber auch für Hausbesitzer, wenn für das anfallende Regenwasser eine von der Schmutzwasserableitung getrennte Gebühr erhoben wird.

Auf dem Fachsymposium in Berlin wird der aktuelle Stand dezentraler Lösungen für eine moderne, nachhaltige Regenwasserbewirtschaftung vorgestellt. Hochkarätige internationale Fachleute der Siedlungswasserwirtschaft sowie der Stadt- und Landschaftsplanung geben einen umfassenden Überblick über den Stand von Forschung und Technik. Anhand anschaulicher Beispiele aus der Praxis wird verdeutlicht, wie sich die dezentrale Bewirtschaftung der Regenabflüsse in bestehende Baustrukturen oder neue Planungsgebiete integrieren lässt. Neben technischen Lösungen werden Normierung und Zulassungsverfahren sowie der Eingang in das Baurecht ausführlich behandelt. Abgerundet wird die Veranstaltung durch eine Exkursion zu einem Berliner Wohngebiet mit dezentraler Regenwasserbewirtschaftung sowie durch eine informative und gesellige Abendveranstaltung.

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