Bürkert investiert rund 20 Millionen in neues Kompetenzzentrum Kunststofftechnik

10.06.2025
Im Juli 2023 startete der Bau des neuen Kompetenzzentrum Kunststofftechnik am Bürkert Campus Criesbach. Auf einer Nutzfläche von rund 6.000 Quadratmetern entstand bis Dezember 2024 eine Halle, welche die komplette Kunststoffexpertise des Fluidikspezialisten unter einem Dach vereint: Neben einem Werkstoffanalyselabor sind Werkzeugbau und -konstruktion sowie die Kunststofffertigungstechnik und ein Technikum in einem Gebäude vereint.
Bürkert investiert rund 20 Millionen in neues Kompetenzzentrum Kunststofftechnik

Der Erweiterungsbau am Bürkert Campus Criesbach beheimatet das Kompetenzzentrum Kunststofftechnik des Fluidikspezialisten. Im Mai 2025 wurden die neuen Räumlichkeiten offiziell eingeweiht. (Bildquelle: Bürkert Fluid Control Systems)

Als „Meilenstein in der Kunststofftechnologie bei Bürkert“ beschreibt Jürgen Häberle, Leiter des Bereichs Konstruktion, Werkzeugbau und Kunststofffertigung, das neue Kompetenzzentrum Kunststofftechnik, das auf dem Bürkert Campus Criesbach entstand. Das rund 6.000 Quadratmeter große Gebäude, das im Dezember 2024 fertiggestellt wurde, beheimatet nun die komplette Kunststoff-Wertschöpfungskette. Die im Rahmen der Baumaßnahmen auf dem Campus freigewordenen Flächen werden künftig für die Erweiterung der kundenspezifischen Systementwicklung sowie den Ausbau der Zerspanungstechnik genutzt. Diese Flächen werden damit um rund 30 Prozent erweitert und ermöglichen das weitere Wachstum am Standort. Insgesamt investierte Bürkert rund 20 Millionen Euro in den Bau am Campus Criesbach – ein deutliches Bekenntnis zum Standort aber auch zur traditionell hohen Fertigungstiefe und der damit verbundenen Unabhängigkeit des Unternehmens.

„Das Zusammenkommen aller Fachbereiche unter einem Dach verbindet die Mitarbeitenden entlang der gesamten Prozesskette. Das ermöglicht uns eine effiziente Arbeitsweise, erleichtert uns die schnelle Einführung von Innovationen in den realen Prozess und garantiert damit hervorragende Resultate für unsere Kunden“, freut sich Jürgen Häberle über die neu geschaffenen Rahmenbedingungen. Nun rückt die komplette Prozesskette der Kunststofftechnik räumlich eng zusammen. Alle Anforderungen an das Kunststoffbauteil, die passenden Materialien und die geplanten Fertigungsschritte werden frühzeitig sorgfältig überprüft und aufeinander abgestimmt. Die Kunststoffbauteile werden im Verbund – von Entwicklung, Werkzeugbau und dem Technikum – kunststoffgerecht ausgelegt, qualifiziert und hergestellt. Auch Analyselabor und Technikum profitieren von der neu gewonnenen Nähe zueinander: Notwendige Untersuchungen, beispielsweise bei der Einführung neuer Materialien oder Fertigungstechnologien oder die Lösung neuer Kundenanforderungen können in enger Verzahnung optimal bearbeitet und gelöst werden.

Langfristig soll das Kompetenzzentrum Kunststofftechnik „das Polymer Excellence Center für den weltweiten Fertigungsverbund der Bürkert Gruppe sein“, beschreibt Stefan Müller, Chief Technical Officer bei Bürkert, die tragende Rolle des Baus für die Zukunft des Unternehmens und ergänzt: „Mit der Kompetenz am Standort Criesbach hat Bürkert die Möglichkeit, Kundenanfragen aus aller Welt bis zur Serienfertigung zu entwickeln und zu bearbeiten. Anschließend kann die Serie in den Fertigungsstandorten in Deutschland, Frankreich, den USA, China oder Indien produziert werden – das macht zum einen Lieferketten stabil und flexibel, reduziert den CO2-Fußabdruck der Produkte und zum anderen wird die wichtige Kunden- und Marktnähe geschaffen“.

Gemeinsam mit Projektpartnern, der Geschäftsführung sowie Vertretern der Presse eröffneten die Prozessverantwortlichen des Kunststoffbereichs, Ende Mai offiziell das neue Kompetenzzentrum Kunststofftechnik am Bürkert Campus Criesbach: „Dieser Neubau macht für unsere Partner, aber auch für unsere Mitarbeitenden täglich erlebbar wie wir bereits seit Jahrzehnten prozessorientiert und mit dem Kunden im Fokus zusammenarbeiten. Die neue Nähe im Kompetenzzentrum Kunststofftechnik stärkt unsere Fertigungstiefe und macht uns ein Stück unabhängiger von fragilen Lieferketten und einem sich schnell wandelnden Umfeld“, fasst Stefan Müller zusammen.

Weitere Artikel zum Thema

Bürkert-Tochter BDG übernimmt EP Ehrler von ABB

19.06.2026 -

EP Ehrler wird Teil von BDG. BDG bringt die erweiterten Kompetenzen als Tochtergesellschaft in die Bürkert Gruppe ein. Während BDG insbesondere für Automatisierungs-, Integrations- sowie Produktions- und Serienprüfungen steht, erweitert EP Ehrler dieses Profil um Stärken in der Durchflussmesstechnik, in F&E-nahen Prüfungen, in der Validierung und in der akkreditierten Durchflusskalibrierung.

Mehr lesen

Regeneratives Wirtschaften in der Prozessindustrie: Nachhaltigkeit ist eine Etappe auf dem Weg zum Ziel

06.03.2026 -

Wir sind Teil komplexer Ökosysteme, deren Balance durch menschliches Handeln in der Vergangenheit oft negativ beeinflusst wurde. Gleichzeitig zeigt die Natur mit ihrer Anpassungsfähigkeit und Resilienz, wie wertvoll ihre Prinzipien für ein regeneratives Wirtschaften sein können. Die entscheidende Frage lautet daher nicht, ob sich Ökosysteme anpassen, sondern ob wir als Menschheit aktiv genug handeln, um weiterhin Teil dieser Systeme zu bleiben.

Mehr lesen

Schnell und flexibel zur optimierten Fluidik-Lösung: Prozessverständnis trifft Kunststoff-Know-how

25.02.2026 -

Fluidikanwendungen stellen oft hohe Anforderungen an die eingesetzten Werkstoffe: aggressive Medien, hohe Temperaturen und Drücke sowie Hygieneanforderungen in der Lebensmittelindustrie oder Biokompatibiliät in der Medizintechnik oder Pharmazie sind nur einige der Herausforderungen. Hier steckt in den eingesetzten Kunststoffteilen wie Ventilen, medienführenden Leitungen oder komplexe kundenspezifische Gesamtlösungen sehr viel Know-how.

Mehr lesen

Bürkert Fluid Control Systems in der Kategorie „Innovation“ durch GEA ausgezeichnet

01.12.2025 -

Bürkert Fluid Control Systems wurde vom Technologiekonzern GEA mit dem „Supplier of the Year Award“ in der Kategorie „Innovation“ ausgezeichnet. Der Preis würdigt die über 20-jährige erfolgreiche Partnerschaft mit proaktiven Initiativen zur Kostenoptimierung, Unterstützung bei neuen Anwendungen wie den „New Food“-Testzentren von GEA und die gemeinsame Ausrichtung auf Nachhaltigkeit.

Mehr lesen