18. fbr-Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main – Resolution verabschiedet

05.05.2014

Am 19. März 2014 fand in Frankfurt/M. die 18. Mitgliederversammlung der Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. (fbr) statt. Die diesjährige Mitgliederversammlung mit Fachgruppensitzungen der fbr war als „Arbeitstreffen“ konzipiert. Alle aktiven Fachgruppen der fbr hatten am Vormittag zu parallelen Fachgruppensitzungen eingeladen. Vorstandsmitglied Erwin Nolde referierte auf der anschließenden Mitgliederversammlung zum aktuellen Thema Wasser und Energie.

18. fbr-Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main – Resolution verabschiedet

fbr-Vorstand zeigt sich hoch zufrieden mit der Fachgruppenarbeit. Dr. Harald Hiessl, Torsten Grüter, Erwin Nolde, Martin Bullermann, Anja Schumann u. Dr. Mathias Kaiser (v.li.), nicht auf dem Bild: K. W. König) (Foto: fbr)

Mit einem konzentrierten aktiven Start in die Betriebswassersaison lud die fbr ihre Mitglieder nach Frankfurt am Main in das Ökohaus zu den Fachgruppensitzungen und der im Anschluss stattfindenden fbr-Mitgliederversammlung ein. Am Vormittag fanden die Sitzungen der fbr-Fachgruppen statt. Gut gerüstet mit Bearbeitungsvorschlägen an die jeweiligen Fachgruppen hatte der fbr- Vorstand im Vorfeld das Arbeitstreffen vorbereitet. Neben den neuen Fachthemen konnte die fbr aber auch auf die bisher erfolgreich geleistete Arbeit zurückblicken. Besondere Erwähnung fand dabei, dass in der Entwurfsfassung vorliegende fbr-Hinweisblatt H 101 „Kombination der Regenwassernutzung mit der Regenwasserversickerung“. Das fbr-Hinweisblatt wird als Entwurf zur IFAT im Mai 2014 der Fachöffentlichkeit vorgestellt. Zwei weitere sehr wichtige Themen wurden für die zukünftige Fachgruppenarbeit gestartet. „Kühlung und Klimatisierung von Gebäuden mit Regenwassernutzung“ wird voraussichtlich das zentrale Thema der fbr-Fachgruppe Betriebswassernutzung für Gewerbe, Industrie und Kommunen für die nächste Zeit sein.

Mit dem neuen Schwerpunkthema „Wärmerückgewinnung aus Grauwasser“ wurde die fbr-Fachgruppe Grauwassernutzung vom Vorstand beauftragt. Neue Mitglieder und Gäste – und dies wurde auch ausgiebig in Anspruch genommen - hatten somit die Möglichkeiten, die Arbeit der fbr hautnah mit allen Arbeitsschwerpunkten der einzelnen Fachgruppen kennen zu lernen.Präsident Martin Bullermann und der Vorstand der fbr zeigten sich hoch zufrieden mit den Arbeiten der einzelnen Fachgruppen und würdigten das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder. In der anschließenden Mitgliederversammlung berichtete Präsident Martin Bullermann über die erfolgreiche Arbeit des vergangenen Jahres und hob einige Schwerpunkte wie Messeaktivitäten Veranstaltungen und die Presse und Öffentlichkeitsarbeit hervor. Einen besonderen Dank sprach Martin Bullermann den Akteuren in den einzelnen Fachgruppen aus, hier vor allen den Fachgruppensprechern, die auch 2013 eine erfolgreiche Arbeit geleistet haben.

Bullermann berichtete zudem über die aktuelle Normungsarbeit auf europäischer Ebene, die die fbr wesentlich mit gestaltet. Die Mitglieder würdigten dieses Engagement und die Einflussnahme durch die fbr für den deutschen Normungsstandard. Die wichtige Bedeutung der europäischen Normungsarbeit kam auch in der Diskussion mit zahlreichen Wortbeiträgen zum Ausdruck. Die Mitgliederversammlung hält das Engagement der fbr an dieser Stelle für besonders wichtig. Generell ist zu beachten, dass nach Fertigstellung der europäischen Norm die nationalen Normen ihre Gültigkeit verlieren.

Zum Thema „Wärmerückgewinnung aus Grauwasser“ referierte Vorstandsmitglied Erwin Nolde und stellte Möglichkeiten aus verschiedenen Projekten vor, wie mit technisch einfacher Ergänzung zur Grauwassernutzung auch die Wärmerückgewinnung mit erheblichem Einsparungspotential realisiert werden kann.Einstimmig verabschiedete die fbr-Mitgliederversammlung die vom fbr-Vorstand vorgelegte Resolution zur Trennung der Leitungssysteme im Gebäude.

Resolution der Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V.

Zur nachhaltigen Gebäudebewirtschaftung und Minimierung der CO2 - Emissionen im Zusammenhang mit der Umsetzung der Energiewende ist innerhalb von Wohngebäuden, eine von Toilettenabwasser getrennte Ableitung von Bad- und Duschwasser anzustreben. Dies ermöglicht es, die Energie aus erwärmtem Grauwasser für die Energieversorgung von Gebäuden zu nutzen. Gleichzeitig sollte eine weitergehende Nutzung von Regenwasser für die Gebäudeklimatisierung vorgesehen werden.

Forderung der fbr

Die Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. (fbr) fordert deshalb die zuständigen Bundes- und Landesbehörden auf, die bestehenden Richtlinien, Bauvorschriften und Gesetze so zu ändern, dass generell in Gebäuden, neben der Trinkwasserinstallation ein separates Sammel- und Verteilleitungsnetz für die Betriebswassernutzung einzubauen ist.

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