WILO SE für verantwortungsvolle Internationalisierung ausgezeichnet

16.02.2009

Der WILO SE (Dortmund) ist der „Glocal Enterprise Award 2009“ verliehen worden.

WILO SE für verantwortungsvolle Internationalisierung ausgezeichnet

Mit diesem Preis zeichnet die WestLB AG (Düsseldorf) alljährlich ein mittelständisches Unternehmen für besonders erfolgreiche Internationalisierungs-Strategien und klare Positionierungen im Bereich Corporate Social Responsibility aus. Der Begriff „Glocal“ setzt sich aus den Worten global und lokal zusammen und soll die enge Verbundenheit des Preisträgers mit seinem Heimatmarkt bei gleichzeitiger Ausrichtung auf die globalen Weltmärkte verdeutlichen. Der Preis wurde im Rahmen des traditionellen Unternehmertages der WestLB in Düsseldorf vor rund 300 Teilnehmern an Dr. Thomas Schweisfurth, Vorstandssprecher der WILO SE überreicht.

Die WILO SE mit Hauptsitz in Dortmund ist einer der weltweit führenden Hersteller von Pumpen und Pumpensystemen für die Heizungs-, Kälte- und Klimatechnik, die Wasserversorgung sowie die Abwasserbehandlung und -entsorgung. Das 1872 gegründete Familienunternehmen hat Vertretungen in über 70 Ländern und beschäftigt weltweit rund 6.000 Mitarbeiter. 2007 wurde ein Umsatz von 927 Mio. Euro erwirtschaftet.

Vor dem Hintergrund der weltweiten Bedarfsentwicklung hat Wilo gerade in den letzten Jahren die konsequente und systematische Internationalisierung verstärkt und sich dabei an dem Grundsatz „Think global – act local“ orientiert. Organisatorisch sind die als Vertriebsgesellschaften und Werke tätigen Auslandstöchter sowie die zahlreichen Repräsentanten und Distributoren sieben großen Vertriebsregionen zugeordnet. Die Internationalisierung des Vertriebs wird durch länderspezifisch angepasste Marketing-Initiativen flankiert. Insbesondere die Energieeffizienzkampagnen, die zunächst ihre Bewährungsprobe auf dem anspruchsvollen deutschen Heimatmarkt mit seinem hohen Anteil an geregelten Pumpen zu bestehen hatten, wirken sich nun auch in den europäischen Nachbarländern durch eine erhöhte Nachfrage beim Verarbeiter aus.

Heinz Harling, Vorsitzender der Jury Glocal Enterprise Award und Aufsichtsratsvorsitzender der Technotrans AG, hob in seiner Laudatio nicht nur die konsequente Internationalisierung des diesjährigen Preisträgers hervor. Zudem spüre man in diesem Unternehmen „auf Schritt und Tritt, dass die Tugenden der deutschen Ingenieurkunst nach wie vor hoch gehalten werden“. Sinnbildlich für die bei Wilo gepflegte Corporate Social Responsibility sei auch die 2005 ins Leben gerufene Wilo Stiftung. Sie sei ein augenfälliges Zeichen dafür, dass Wilo auch die Verantwortung für die Ausbildung der nächsten Generationen ernst nimmt. Erklärtes Stiftungsziel ist es, begabte Studenten zu fördern und herausragende Leistungen im Bereich der Energieeffizienz in Gebäuden mit dem Wilo Förderpreis für Gebäudeenergietechnik auszuzeichnen.

Dr. Thomas Schweisfurth, der Vorstandssprecher der WILO SE, nannte als zentrale Erfolgsvoraussetzung für Wilo die Synthese aus der mittelständisch geprägten Organisation eines Familienunternehmens mit flexiblen und flachen Entscheidungshierarchien in Verbindung mit den professionellen Strukturen und Geschäftsabläufen einer weltweit aktiven Gruppe.

Sie bewirke ein hohes Maß an Schnelligkeit, Bedarfsorientierung und Kundennähe. Weltweit durchgeführte Kundenzufriedenheitsbefragungen hätten auch in 2008 wieder die enge Kundenbindung und den Wunsch vieler Planer, Verarbeiter und Großhändler in sämtlichen Marktsegmenten des Unternehmens bestätigt, zukünftig die Zusammenarbeit mit Wilo noch zu verstärken. Durch die Verleihung des „Glocal Enterprise Award 2009“ sehe sich Wilo in wesentlichen Bereichen der Unternehmensstrategie bestätigt.

Dr. Schweisfurth weiter: „Wir setzen gleichermaßen auf den Erhalt und wachstumskonformen Ausbau der europäischen Standorte wie auf weitere strategische Internationalisierung, also auf die Erschließung und Bearbeitung der neuen Wachstumsmärkte in Osteuropa und Asien mit eigenen Vertriebsgesellschaften, Montageeinheiten und Produktionswerken. Dabei wird nicht eine schrittweise Verlagerung der Fertigung in sogenannte Billiglohnländer angestrebt, sondern eine internationale Arbeitsteilung wird Wertschöpfungsanteile mit hohen Flexibilitätsanforderungen näher zum Kunden bringen. Sämtliche Standorte müssen ihre Leistungen immer regelmäßig in einem fairen Vergleich auf den Prüfstand stellen lassen, die Verwurzelung in der deutschen Ingenieurstradition schafft hierbei nützliche Synergien mit den in den letzten Jahren hinzugekommenen Entwicklungs- und Fertigungsstandorten.“

Das belege eindrucksvoll auch der seit 2002 erfolgte Aufbau der eigenen Fertigung von Elektronik-Baugruppen in Dortmund. Hier sei eine hervorragende Kompetenz entstanden, die keinen internationalen Vergleich scheuen müsse. Und es dürfe in der Industrie generell eher selten auftreten, dass ein Hersteller seine asiatischen Standorte von Deutschland aus mit solchen elektronischen Baugruppen beliefere. Auch bei der Produktinnovation nutzt der Traditionshersteller konsequent das weltweite Konzern-Netzwerk. Die einzelnen Bereiche arbeiten bei Forschung und Entwicklung grenzüberschreitend zusammen.

Die internationale Ausrichtung zeige sich auch im Umweltschutz, der ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensphilosophie sei. Dazu der Vorstandssprecher: „Zum einen wird mit unseren Produkten vorwiegend Wasser – das wertvollste und erhaltenswerteste Gut der Erde – gefördert, zum anderen leisten unsere energiesparenden Pumpen über ihren ganzen Lebenszyklus wesentliche Beiträge zur Nachhaltigkeit. Hinzu kommt eine effiziente und umweltfreundliche Produktion in den Werken. Die einzelnen Standards, Maßnahmen, Aktivitäten, Investitionen und Fortschritte werden in unseren Nachhaltigkeitsberichten alljährlich veröffentlicht.“

Verbunden mit der Auszeichnung „Glocal Enterprise Award“ ist eine Geldspende in Höhe von 15.000 Euro, mit der der Preisträger in einem Land, in dem er tätig ist, einen Beitrag zu einer hoffnungsvollen Zukunft für Kinder leisten kann. Die WILO SE wird die Spendensumme vor diesem Hintergrund dem SOS-Kinderdorf im kenianischen Mombasa für anstehende Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen zur Verfügung stellen.

Bild: Preisträger und Jury des „Glocal Enterprise Award 2009“ (v.l.n.r.): Prof. Dr. Stephan Paul (Ruhr-Universität Bochum), Dr. Thomas Schweisfurth (WILO SE), Claudia Tuschhoff, Dr. Gabriele Barten (Achenbach Buschhütten GmbH) und Heinz Harling (technotrans AG).

Quelle: WILO SE

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