KSB legt vorläufigen Bericht über das Geschäftsjahr 2012 vor

31.01.2013

Nach einem erfreulichen Start hat sich die Weltkonjunktur im Verlauf des Jahres 2012 wieder abgekühlt. Als globale Wachstumsbremse erwiesen sich die Probleme der Eurozone, die das Vertrauen vieler Investoren in eine gesunde Wirtschaftsentwicklung beeinträchtigten. Aufgrund der ökonomischen Schwierigkeiten in Europa schwächte sich auch die Dynamik wichtiger exportorientierter Schwellenländer ab.

Der Maschinenbau blieb 2012 auf Wachstumskurs, allerdings mit stark verlangsamtem Tempo. Für die Hersteller von Pumpen und Armaturen war weiterhin das Projektgeschäft in der Energiewirtschaft durch eine geringe Zahl an Auftragsneuvergaben und knappe Margen geprägt. Bessere Wachstumschancen bot unter anderem die Nachfrage aus der Chemie und Petrochemie sowie aus dem Bergbau.

Ertragswachstum in allen vier Regionen

Der Auftragseingang erreichte im Konzern 2.257,1 Mio. € und lag damit um 124,8 Mio. € über dem des Vorjahres. Zu diesem Wachstum haben vermehrte Bestellungen in allen drei Konzernbereichen, Pumpen, Armaturen und Service, geführt.

Im Heimatmarkt Europa ist der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr nur moderat gestiegen; die KSB AG mit ihrem vergleichsweise hohen Anteil an kraftwerkstechnischem Geschäft verzeichnete einen Rückgang um 2,1 Prozent auf 801,8 Mio. €. Demhingegen waren die Zuwachsraten eingehender Bestellungen in den Regionen Asien/Pazifik, Amerika und Mittlerer Osten/Afrika jeweils zweistellig. Auftragsschübe kamen aus dem Bergbau in Amerika, der Chemie und Petrochemie in Asien sowie der Wasser- und Abwasserwirtschaft im Mittleren Osten und in Afrika.

Konzernumsatz um 8,5 Prozent gewachsen

Der Umsatz des Konzerns ist gegenüber dem Vorjahr um 178,4 Mio. € auf 2.269,4 Mio. € gestiegen. Die höchsten Zuwächse resultierten aus dem Geschäft mit Pumpen einschließlich Automationsprodukten und Antrieben. Prozentual noch stärker haben sich die Umsätze mit Armaturen und Serviceleistungen erhöht.

Den größten absoluten Wachstumsbeitrag leisteten die Gesellschaften der Region Europa, im Wesentlichen mit Lieferungen an die Chemie und Petrochemie sowie das Baugewerbe. Mehrere europäische Unternehmen, darunter die französische KSB S.A.S, konnten ihren Umsatz in zweistelliger Prozenthöhe steigern; die KSB AG erhöhte ihren Umsatz um 2,1 Prozent auf 828,2 Mio. €.

Gegenüber Europa verzeichneten die drei außereuropäischen Regionen prozentual stärkere Umsatzzuwächse. In der Region Asien/Pazifik war dies insbesondere auf die Fakturierung von Großaufträgen im Kraftwerksgeschäft, in Amerika auf Aufträge aus dem Bergbau, sowie im Mittleren Osten auf Zuwächse im Gebäudetechnik-Geschäft zurückzuführen.

Einen Beitrag zur positiven Entwicklung im Konzern leisteten im abgelaufenen Jahr 13 erstmals konsolidierte Unternehmen in Europa und China. Sie erreichten insgesamt einen Auftragseingang von 39,4 Mio. € sowie einen Umsatz von 39,1 Mio. €.

Ergebnisprognose bestätigt

Das Ergebnis vor Ertragsteuern wird aus heutiger Sicht das angestrebte Niveau von 135 Mio. € erreichen. Damit wird der Gewinn des Vorjahres deutlich übertroffen werden.

Belegschaftswachstum durch Erstkonsolidierungen

Die Mitarbeiterzahl im Konzern hat sich zum 31. Dezember 2012 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitpunkt um 3,4 Prozent auf 16.200 erhöht. Zu diesem Zuwachs um 526 Personen haben hauptsächlich die neu konsolidierten Unternehmen, auf die zum Jahresende 499 Personen entfielen, beigetragen. Darüber hinaus haben einzelne Gesellschaften ihr Personal verstärkt, vornehmlich um strategische Projekte durchzuführen.

Ausblick

Trotz einer nur moderat wachsenden Weltwirtschaft ist auch für 2013 mit einem Anstieg im Auftragseingang und im Umsatz zu rechnen. Hierzu soll wesentlich die Umsetzung strategischer Projekte beitragen. Dabei bilden der Ausbau des Geschäfts mit Standardprodukten sowie die weitere Erschließung des Service- und Ersatzteilmarkts wichtige Schwerpunkte.

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