Jung Pumpen rüstet Ostsee-Forschungsstation aus

10.08.2009

Ein ausgedientes Fahrgastschiff dient zukünftigen Doktoren der Rostocker Universität als Forschungsplattform, von der aus sie wissenschaftliche Langzeitstudien über die Sinneswahrnehmung und Unterwasserorientierung von Robben durchführen werden.

Jung Pumpen rüstet Ostsee-Forschungsstation aus

Das Robbengehege mit umgebauter Forschungsbasis im Hafen von Warnemünde – Hohe Düne. (Foto: Jung Pumpen)_x000D_

Die Abwasserentsorgung auf dem Schiff wird durch moderne Fäkalienhebeanlagen der Firma Jung Pumpen realisiert, die das Abwasser über klein dimensionierte Druckleitungen von der Ostsee an Land pumpen.

Auf dem umgebauten Forschungsschiff finden sich Forschungslabor, Wohnkojen samt sanitärer Einrichtungen, Vorlesungsräume sowie spezielle Küchenräume, in denen hochwertiges Fischfutter für die Robben gekühlt und zubereitet wird. Etwa 500 Meter Entfernung allerdings liegen zwischen dem Fahrgastschiff und dem nächsten öffentlichen Abwasserkanal. Drei Fäkalienhebeanlagen „compli 125", die mit Schneidradpumpen ausgestattet sind, zerkleinern deshalb das mit Feststoffen angereicherte Abwasser und pumpen es über eine Kunststoffleitung mit einem Durchmesser von 63 mm zum nächstgelegenen öffentlichen Kanal an Land.

Auf die Technik kommt es an

Lars Miersch, einer der Wissenschaftler und Mitgesellschafter des MSC Marine Science Centers, legte bei der Planung und Ausstattung der Forschungsstation besonderen Wert auf hochwertige Haustechnik. „Mir war es enorm wichtig, eine absolut zuverlässige Abwassertechnik auf unserem Schiff zu installieren. Zum einen hängt der Betrieb dieser Station natürlich auch von der einwandfreien Entwässerung ab,“ so Lars Miersch, „zum anderen muss eine Belastung unseres 60 mal 30 Meter Robbengeheges durch kontaminierte Abwässer unbedingt vermieden werden. Jung Pumpen wurde uns von vielen Seiten wärmstens empfohlen und die Anlagen laufen tatsächlich absolut problemlos.“

Die Hebeanlage „compli 125“ mit Schneidradpumpen „MultiCut“, die hier zum Einsatz kam, wird speziell für die Entsorgung von Sonderobjekten wie Hausbooten, Wochenendhäusern oder mobilen Sanitäreinrichtungen eingesetzt. Die Schneidradpumpen ermöglichen den Einsatz von Druckleitungen ab DN32, die einfach und kostengünstig zu verlegen sind. Da es sich bei der „compli 125“ um eine überflutbare Anlage handelt, kann sie selbst in überschwemmungsgefährdeten Gebieten eingesetzt werden. Flexible Anschlussmöglichkeiten und die kompakte Gehäuseabmessung der Hebeanlage lassen die Installation auch unter beengten Raumverhältnissen zu. Das in dem Forschungsinstitut eingesetzte Förderaggregat ermöglicht einen Förderstrom von maximal 18 m³/h und eine maximale Förderhöhe von 24 Metern.

Besucher sind willkommen

Seit Juni 2009 ist das Forschungsschiff auch für den Tourismus geöffnet. Führungen durch die Labore oder Tauchgänge mit den Robben sollen auch das Interesse der Bevölkerung für diese liebenswerten Meeresbewohner steigern. Am Yachthafen von Warnemünde einige Kilometer vor Rostocks Innenstadt liegt die Station fest vertaut an. Den Besuchern ist es so möglich, die im Tagesverlauf wechselnden Experimente vom Sonnendeck aus zu beobachten. Mit Stolz verweisen die Mitarbeiter um Lars Miersch darauf, dass sie mit zurzeit neun ausgewachsenen männlichen Seehunden die weltgrößte Robbenforschungsstation betreiben.

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