Dezentrales Pumpensystem „Geniax“ von Wilo

23.03.2009

Den Startschuss in ein neues Zeitalter der Heizungssysteme gab der Dortmunder Pumpenspezialist WILO SE zur ISH 2009 in Frankfurt am Main.

Dezentrales Pumpensystem „Geniax“ von Wilo

Das Schaubild zeigt den hydraulischen Teil der Heizungsanlage und den Informationskreislauf zwischen den Komponenten des „Geniax“-Systems. (Wilo, Dortmund)

Bei der Weltleitmesse für Gebäude- und Energietechnik feierte das Dezentrale Pumpensystem „Geniax“ seine Weltpremiere. Es setzt auf mehrere Miniaturpumpen an den Heizflächen bzw. Heizkreisen anstelle der Temperaturregulierventile. Eine zentrale Steuereinheit mit modernster Computertechnik erkennt den Wärmebedarf der einzelnen Räume und versorgt die Heizkörper individuell mit Hilfe der Miniaturpumpen. Die herkömmliche „Angebotsheizung“ mit einer zentralen Heizungspumpe wird so durch eine „Bedarfsheizung“ abgelöst – gepumpt wird nur, wenn Wärme benötigt wird. So bleibt das gesamte Heizungssystem jederzeit in einem energieeffizienten und komfortablen Optimalzustand. Zentraler Vorteil ist – neben Hydraulik- und Komfortverbesserungen – vor allem eine erhebliche Senkung des Heizenergiebedarfs um rund 20 %. Einsatzbereiche sind Neubauten und auch die Nachrüstung von Altbauten, das System kann sowohl in Ein- und Mehrfamilienhäusern als auch in Nutzimmobilien wie Bürogebäuden eingebaut werden.

Bei „Geniax“ werden an den Heizflächen Miniaturpumpen mit der von den Hocheffizienzpumpen bekannten, stromsparenden EC-Motorentechnologie installiert. Sie zeichnen sich nicht nur durch eine geringe Baugröße und hohe Robustheit, sondern auch durch eine minimale Geräuschentwicklung aus. In der Nähe jeder Pumpe wird eine Pumpenelektronik installiert. Diese steuert die Pumpe über eine Kabelverbindung. Für Pumpen und Pumpenelektroniken stehen Design-Abdeckungen zur zeitgemäßen Integration in das Wohn- bzw. Büroambiente zur Verfügung. Die Temperatursteuerung erfolgt über Raumbediengeräte – mit unterschiedlichen Funktionsumfängen für Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser und Nutzimmobilien – und ein intuitives, leicht erlernbares Bedienkonzept.

Ein ganz wichtiger Technologiesprung auf dem Weg zu „Geniax“ war die Entwicklung sehr kleiner, aber dennoch leistungsfähiger und vor allem auch zuverlässiger Miniaturpumpen, die nicht größer als ein herkömmliches Thermostatventil sind. (Fotos: Wilo, Dortmund) Ein ganz Die Pumpenelektroniken und die Raumbediengeräte stehen über einen Wilo-CAN-Bus in Verbindung mit einem zentralen „Geniax“-Server. Über diesen Anschluss erfolgt zugleich die Stromversorgung von Pumpen, Elektroniken und Raumbediengeräten. Der Server ist dabei die „zentrale Intelligenz“ im Heizungssystem und verfügt über eine Schnittstelle zum Wärmeerzeuger. Er übernimmt in Abstimmung auf den Wärmebedarf in den einzelnen Räumen – entsprechend der Vorgaben aus den Raumbediengeräten – das Management aller Komponenten im Gesamtsystem Heizung. Durch die Regelsignale des Servers an die Pumpenelektronik wird die Pumpendrehzahl und damit der Massenstrom der Pumpe sowie die Heizleistung variabel und bedarfsgerecht geregelt.

Zentrale Vorteile des neuen Dezentralen Pumpensystems sind eine hohe Regelgüte und eine Wirkungsgraderhöhung des Wärmeerzeugers, indem die Vorlauftemperatur exakt an den momentanen Wärmebedarf im Heizungssystem angepasst wird. Zudem entfallen die Drosselverluste eines konventionellen hydraulischen Systems. Für Installateure und Betreiber gleichermaßen vorteilhaft ist zudem, dass „Geniax“ einen automatischen hydraulischen Abgleich des Heizungssystems vornimmt.

Für „Geniax“ wurde Wilo auf der Weltleitmesse für Gebäude- und Energietechnik im Rahmen der von Bundesregierung und Wirtschaft getragenen Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ in der Kategorie „Umwelt und Energie“ ausgezeichnet. Die offizielle Preisverleihung fand am ersten Messetag in Frankfurt statt.

Quelle: WILO SE

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