KSB erhöht seine Beteiligung an ai-omatic

21.04.2026
Der Pumpen- und Armaturenhersteller KSB treibt seine Digitalstrategie konsequent voran. Das Unternehmen baut seine strategische Partnerschaft mit ai-omatic solutions deutlich aus und erhöht seine Beteiligung an dem Hamburger KI-Start-up von bisher 5 Prozent auf nun 47 Prozent. Mit dem Schritt vertieft KSB die Zusammenarbeit im Bereich KI-gestützter Serviceplattformen.
KSB erhöht seine Beteiligung an ai-omatic

ai-omatic-Gründerin Lena Weirauch zeigt, wie der Algorithmus vor Ausfällen warnt; v. l. Dr. Stephan Bross, Mitglied der KSB-Geschäftsführung, Dr. Stephan Timmermann, Sprecher der KSB-Geschäftsführung, Lena Weirauch und ai-omatic-Technikchef Björn Schulz. (Bildquelle: KSB SE & Co. KGaA)

Bereits die erste Beteiligung Anfang 2024 zeigte klare technologische und geschäftliche Vorteile. „Die digitale Vernetzung von Maschinenkomponenten unter Einsatz von KI bietet einen erheblichen Mehrwert sowohl für Kunden als auch die Maschinenhersteller. Sie führen zu einer neuen Definition der Kundenschnittstelle und erlauben ein ganz neues Portfolio an wichtigen Dienstleistungen wie vorbeugender Wartung“, sagt Dr. Stephan Timmermann, Sprecher der KSB Geschäftsleitung. „Die KI-Plattform des Unternehmens ermöglicht eine Anlagenüberwachung, die weit über einzelne Komponenten wie Pumpen hinausgeht.“

Serviceangebot erweitert
KSB bietet mit dem „KSB Guard Monitoring Service“ bereits jetzt eine etablierte Lösung zur Pumpenüberwachung. Die Technologie von ai-omatic erweitert diesen Ansatz auf komplette Maschinenparks bis hin zu ganzen Industrieanlagen. „Damit können wir unseren Kunden ein ganzheitliches Anlagen-Monitoring aus einer Hand anbieten“, so Dr. Timmermann.

In gemeinsamen Kundenprojekten zeigt sich heute der Erfolg der Partnerschaft. Die Daten der KSB-Sensorik fließen in die Software von ai-omatic ein und werden dort mit KI-basierten Modellen ausgewertet. Für die Kunden hat das viele Vorteile: Ungeplante Stillstände von Anlagen lassen sich durch frühzeitiges Erkennen von Abweichungen reduzieren. Die Wartungsmannschaften werden entlastet, ein Vorteil in Zeiten des Fachkräftemangels. Darüber hinaus lässt sich die Instandhaltung optimieren, weil der Austausch von Anlagenbauteilen zum bestmöglichen Zeitpunkt stattfindet.

Wachsender Markt für Predictive Maintenance
Der Markt für KI-gestützte vorbeugende Wartung wächst jährlich um bis zu 30 Prozent. Besonders Branchen mit kontinuierlichen Produktionsprozessen wie Chemie, Industrie, Energie und Stahl setzen auf entsprechende Lösungen, da Ausfälle hier hohe Folgekosten verursachen. KI bietet dabei einen erheblichen Mehrwert. „Das Unternehmen ai-omatic verfügt über ein innovatives, in der Praxis erprobtes Produkt, das perfekt zu unserer Digitalstrategie passt“, erläutert Dr. Timmermann.

Zukauf statt Eigenentwicklung
Die erhöhte Beteiligung ist zugleich ein klares „Win-Win“-Modell für alle Beteiligte. „Durch die Integration des Produktes von ai-omatic verkürzen wir die Entwicklungszeit der KSB-eigenen Steuerungs- und Überwachungsplattform erheblich. Gleichzeitig unterstützen wir ai-omatic in der Professionalisierung ihres Marktzuganges, indem wir dem Unternehmen die KSB-Vertriebskompetenz und das zugehörige Netzwerk zur Verfügung stellen“, sagt Dr. Timmermann.

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