Zustandsüberwachung verhindert sechs Stunden Ausfallzeit und spart 288.000 Flaschen ein

12.10.2026
Ungeplante Ausfallzeiten gehören weiterhin zu den größten versteckten Kosten in der Lebensmittel-, Getränke-, Milch-, Pharma- und anderen Branchen mit hohen Hygieneanforderungen. Dennoch verlassen sich viele Hersteller nach wie vor auf planmäßige Inspektionen oder reagieren erst, wenn es zu einem Ausfall der Anlagen kommt.
Zustandsüberwachung verhindert sechs Stunden Ausfallzeit und spart 288.000 Flaschen ein

Vorausschauende Instandhaltung bringt Britvic messbare Einsparungen. (Bildquelle: ALFA LAVAL Corporate AB)

Ein Fallbeispiel des britischen Großherstellers von Erfrischungsgetränken Britvic zeigt, wie KI-gestützte, branchenspezifische Zustandsüberwachung Produktionsteams dabei unterstützt, Störungen zu erkennen, bevor sie auftreten. Dadurch lassen sich Produktionsausfälle vermeiden, Ressourcenverschwendung reduzieren und die betriebliche Effizienz steigern.

Mithilfe der Zustandsüberwachungslösung von Alfa Laval konnte das Unternehmen ein drohendes Problem an einer Pumpe erkennen, das andernfalls erst bei einem Ausfall bemerkt worden wäre. Aufgrund einer einzigen Meldung reparierte das Wartungsteam die defekte Pumpe während eines geplanten Produktionsstillstands. Dadurch vermied Britvic sechs Stunden ungeplante Ausfallzeit, einen Produktverlust von 288.000 Flaschen und den Verbrauch von 2.000 Litern Reinigungswasser.

„Allein diese eine Benachrichtigung hat unsere gesamte Investition in die Zustandsüberwachungslösung bereits amortisiert“, sagte Chris Heslop, Engineering Specialist am Britvic-Standort in Rugby.

Der Wert der Frühwarnung
Im Britvic-Werk in Rugby sorgen Hunderte von Pumpen für eine rund um die Uhr laufende Produktion auf mehreren Getränkefertigungslinien. Jeder unerwartete Pumpenausfall kann zu kostspieligen Betriebsunterbrechungen, Produktverlusten und zusätzlichen Reinigungszyklen führen.

Bereits wenige Monate nach der Inbetriebnahme erkannte das Zustandsüberwachungssystem eine Betriebsstörung an einer kritischen Pumpe und alarmierte das Bedienpersonal, bevor die Pumpe ausfiel. Das Wartungsteam konnte die Reparatur dann innerhalb einer geplanten Produktionsunterbrechung in nur 45 Minuten abschließen und so sechs Stunden ungeplante Ausfallzeit vermeiden.

„In der heutigen Fertigungsumgebung sind Betriebsverfügbarkeit und Nachhaltigkeit zunehmend miteinander verknüpft“, sagt Torsten Pedersen, Commercial Head Condition Monitoring bei Alfa Laval Fluid Handling. „Unsere Kunden suchen nach Lösungen, die die Produktivität und die betriebliche Effizienz steigern, und genau hier schafft die Zustandsüberwachung einen Mehrwert.“

Aus Maschinendaten umsetzbare Erkenntnisse gewinnen
Clariot ist die KI-basierte Zustandsüberwachungslösung von Alfa Laval, die speziell für hygienische Prozessindustrien entwickelt wurde. Die Lösung überwacht Pumpen und andere rotierende Anlagen kontinuierlich und liefert rund um die Uhr Analysen, Diagnosen und Warnmeldungen. So können Wartungsteams Probleme rechtzeitig beheben.

Aufbauend auf der Erfahrung von Alfa Laval aus mehr als 3.000 weltweit installierten Zustandsüberwachungssystemen vereint Clariot intelligente Sensoren, fortschrittliche KI-basierte Analysen und sichere Konnektivität in einer umfassenden Überwachungsplattform, die Probleme im Zusammenhang mit Prozessbedingungen, Installationsfehlern und mechanischem Verschleiß erkennen kann.

„Wir sind fest davon überzeugt, dass die Zustandsüberwachung und die vorausschauende Instandhaltung in der modernen Fertigung zunehmend zur Standardpraxis werden“, sagt Torsten Pedersen. „Der Nutzen ist nicht mehr nur theoretischer Natur, und Fälle wie dieser zeigen deutlich die positiven Auswirkungen auf das Geschäft.“

Clariot arbeitet unabhängig von geschäftskritischen Systemen. Die Lösung ist mit den meisten Pumpenmarken kompatibel und lässt sich laut Hersteller auf Produktionslinien, Werke und weltweite Betriebsabläufe skalieren.

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