Softwarefunktion überwacht Ventilinseln 24/7 auf Druckluftleckagen

24.04.2026
Druckluft als Energieträger zur sauberen Steuerung von Ventilen ist in Branchen wie der Pharmaindustrie und Biotechnologie sowie der Lebensmittelproduktion Standard. Die Druckluft zu erzeugen, ist allerdings energieaufwendig und damit teuer. Ein kontinuierlicher Verlust selbst über kleinste Leckagen summiert sich also zu hohen Kosten.
Softwarefunktion überwacht Ventilinseln 24/7 auf Druckluftleckagen

Identifizierte Leckagen an Schläuchen und Verschraubungen bei einer Anlage mit 6 Ventilinseln und ca. 150 Ventilfunktionen können schnell ein Einsparpotenzial von 12.355 kWh/a oder 3.706 €/a (bei 0,30 €/kWh) ergeben. (Bildquelle: Bürkert Fluid Control Systems)

Durch schleichenden Verschleiß in Leitungsverbindungen und Aktoren entsteht mit der Zeit ein höherer Druckluftverbrauch. Ihn aufzufinden, ist in vielen Betrieben noch die “manuelle” Aufgabe von Mitarbeitern, die regelmäßig durch die Anlage gehen. Das ist kostenintensiv und ineffizient. Bürkert Fluid Control Systems bietet dafür nun eine Diagnosefunktion, die 24/7 in der laufenden Produktion alle relevanten Teile eines Druckluftventilsystems überwachen kann. Dafür wurde eine Softwarefunktion in die Steuerung für die Ventilinsel Typ 8652 integriert. Bei der Anlageninbetriebnahme mit dichten Verbindungen und optimal laufenden Komponenten werden an jedem Kanal Einzelmessungen durchgeführt. Die Zeit zwischen dem Schalten des Pilotventils auf der Ventilinsel und dem Erreichen der Endlage des Antriebs wird überwacht. Ändert sich die Laufzeit im Betrieb, wird automatisch eine Warnung ausgegeben. Die Meldung wird auf dem Display der Ventilinsel und über das angeschlossene Bussystem ausgegeben.

Kostengünstige Softwarelösung mit großem Nutzen
Die neue Überwachungsmethode wird ohne zusätzliche Bauteile als reiner Softwarebaustein in die Steuerung der Ventilinseln Typ 8652 integriert. Dadurch ist die Überwachungslösung sehr preiswert und einfach zu installieren, vergleichbare Systeme sind deutlich aufwendiger und teuer. Da die Überwachung die einzelnen Ventilbaugruppen separat beurteilt, kann ein Fehler im Feld sicher lokalisiert und schnell behoben werden. Die permanente Überwachung der Komponenten spart nicht nur teure Druckluft, längere Schaltzeiten lassen auch auf andere produktionsrelevante Fehler wie beispielsweise Dichtungsverschleiß im Aktor schließen. Die Warnung verkürzt die Reaktionszeiten und macht die Produktion so gleichermaßen wirtschaftlicher und sicherer.

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