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20.05.2019

4. Internationaler Großwärmepumpen-Kongress in Zürich

4. Internationaler Großwärmepumpen-Kongress in Zürich. (Foto: BWP)

Am 7. und 8. Mai kam auf Initiative der Verbände Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz, Bundesverband Wärmepumpe und Verband Wärmepumpe Austria der 4. Internationale Großwärmepumpenkongress in Zürich zusammen.

150 Teilnehmer fanden sich im Swissôtel Zürich ein, um sich über die Rahmenbedingungen, Vorteile und Referenzobjekte zu Großwärmepumpen zu informieren. Referenten aus Politik und Praxis konnten anschaulich darstellen, welches Potenzial diese Technik hat und welche Herausforderungen es bei der Umsetzung gibt.

Ständerat Dr. Beat Vonlanthen führte in seinem Grußwort als Präsident der Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz aus: „Das Klima und die Umwelt machen bekanntlich an den Grenzen nicht halt. Die Ansprüche an den Wohnkomfort und die Raumbedingungen am Arbeitsort sind in den drei Ländern sehr ähnlich. Daher sind landesübergreifende Lösungen bezüglich Technik sinnvoll.“ Vor diesem Hintergrund initiierten die Verbände Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz, Bundesverband Wärmepumpe Deutschland und Verband Wärmepumpe Austria die Veranstaltung.

Im ersten Vortrag der Veranstaltung stellte Ernst A. Müller, Geschäftsführer des Vereins InfraWatt, viele Hintergründe nachhaltiger Wärmeversorgung und deren kommunaler Planung vor. Dabei ging er auch auf die Bedeutung von Wärmeverbünden und die städtische Energieplanung ein. Rita Kobler vom Bundesamt für Energie der Schweiz stellte anschließend die Rolle der Kantone und Gemeinde bei der Projektentwicklung vor. Der Eigenverbrauch von selbst erzeugter Energie stand dann im Fokus des Beitrages von Tobias Stahel, Geschäftsführer Smart Energy Link AG.

Die weiteren Beiträge spannten einen großen Bogen über die Potenziale der Großwärmepumpentechnik. Fabrice Rognon, Leiter Energie Romande bei der CSD Ingenieure AG, thematisierte die Nutzung von Seewasser für Prozesskälte und Komfortwärme. Christoph Brechbühler und Claudio Müller vom Hersteller CTA AG stellten sich die Frage, ob eine 500 kW Luft-Wärmepumpe in Städten möglich ist – und bejahten diese Frage sehr anschaulich. Welche Anwendungsfälle es für Hochtemperatur-Wärmepumpen im industriellen Umfeld gibt, stellte Dr. Cordin Arpagaus von der NTB Buchs. Dabei zeigte er einen Marktüberblick und gab einen Einblick in die derzeitige Forschungslandschaft. Dr. Stefan Wehinger, Inhaber der Enercret GmbH, stellte im Folgenden ein Projekt in Gaschurn vor, in dem die Biomasseanlage aufgrund von Abgasvorschriften und Alter erneuert oder ersetzt werden muss. Die Idee: Die Abwärme aus einem der modernsten Wasserkraftwerke der Welt als Quelle mittels Großwärmepumpe nutzen. Er zeigte dabei die Hindernisse und Herausforderungen bei der Planung und Genehmigung des Projektes. Simon Galliard vom Hersteller Hoval AG ging zum Abschluss auch auf den Ersatz von öl-Kesseln durch Wärmepumpen in Ein- und Mehrfamilienhäusern ein.

Der Kongress richtete sich an Verantwortliche für Projektentwicklung, Planung, Ausführung und Energiedienstleistung sowie an Elektrizitätsversorger, Nah- und Fernwärmebetreiber, Banken, Kontraktoren und Finanzdienstleister, Vertreter aus Politik, Stadt- und Gemeindeverwaltung, Wohnungswirtschaft, Vertreter aus Bau- und Siedlungswesen sowie Entscheidungsträger aus der Industrie.

Die Veranstaltungsreihe 2016 fand die Veranstaltung in St. Gallen, 2017 in Köln (D) und 2018 in Wien (A) statt. Im kommenden Jahr organisiert der BWP erneut die Veranstaltung in Deutschland.

Bild: 4. Internationaler Großwärmepumpen-Kongress in Zürich. (Foto: BWP)

Quelle: BWP

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