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02.05.2019

Pumpenhersteller realisiert Prüffeld mit durchgängiger Systemtechnik von Siemens

Im Pumpenprüffeld führt die Klaus Union Tests mit Fördervolumen bis zu 5.000 Kubikmetern pro Stunde und mit Drücken von bis zu 100 bar durch. (Foto: Siemens/Klaus Union)

Die Klaus Union gehört zu den führenden Herstellern von Kreisel- und Schraubenspindelpumpen für die Öl- und Gasindustrie. Um seinen Kunden größtmögliche Flexibilität, Liefergeschwindigkeit und Termintreue zu bieten, betreibt das Unternehmen Pumpenprüffelder für eigene Produkte sowie für Pumpen von Drittfirmen.

Das neueste Prüffeld ist auf Durchflussvolumina von bis zu 5.000 Kubikmeter pro Stunde ausgelegt und eignet sich selbst für komplexe Prüfaufgaben. Für die Elektrotechnik hat Klaus Union Siemens ins Boot geholt. Die durchgängige und übersichtliche Systemtechnik erleichtert den Prüfprozess erheblich und dient der Zuverlässigkeit und Genauigkeit des Pumpenprüffeldes. ´

Die Prüfmedien im neuen Pumpenprüffeld sind Wasser und Öl sowie bei Multiphasentests auch als Gemisch mit Luft. Eine der Herausforderungen für das neue Prüffeld war, dass Klaus Union keine neuen Kabelschächte im vorhandenen Hallenboden ausheben wollte. Die Schaltschränke mussten daher auf Sockeln stehen. Zudem war es notwendig, die Mittelspannungstrafos mit dem gleichen Fahrwerk auszustatten und sie trotz unterschiedlicher Größe hintereinander auf einem Schienenstrang anzuordnen. Möglich waren diese Sonderwünsche nur mit Siemens als Projektpartner.

Flexibilität als Wettbewerbskriterium
"Hier fanden wir in einem Portfolio alles, was wir an
Elektro-, Antriebs- und Automatisierungstechnik benötigen: von der Anschaltung an das Versorgungsnetz über die Transformatoren, die Mittelspannungsschaltanlage, Leitstands-, Steuerungs- und Antriebstechnik bis hin zu Motoren für Pumpenantriebe, Ventilsteuerung und Schmierung", erklärt Oliver Hacker als mitverantwortlicher für den Prüfstand bei Klaus Union. Die Trafos decken mit den eingesetzten Sinamics-Niederspannungsumrichtern bei Betriebsspannungen von 230 Volt AC (Alternating Current/Wechselspannung) bis 690 Volt 3AC einen Leistungsbereich von fünf Kilowatt bis 2,7 Megawatt ab. Die Parametrierung der jeweiligen Trafo-Umrichter-Kombination erfolgt vom Leitstand aus via Profibus, dem Standard für die Feldbus-Kommunikation. Bei den eigenen Pumpensystemen setzt Klaus Union Simotics-Motoren ein, jedoch können die Umrichter auch für andere Motoren konfiguriert werden. "Diese Flexibilität, auf einfache Weise sehr unterschiedliche Motoren betreiben zu können, ist für uns unabdingbar und war ein weiterer Grund der Entscheidung für Siemens-Systeme", so Klaus Union.

Fokus auf die eigentliche Arbeit
Die durchgängige Systemtechnik erleichtert die Arbeit mit dem Prüffeld erheblich, so dass sich die Mitarbeiter von Klaus Union vor allem auf die eigentliche Prüfaufgabe konzentrieren können. Gleichzeitig profitiert die Firma vom engen Kontakt zum Siemens Kundenservice und dem Technical Sales Support. "Sobald irgendwelche Fragen aufkommen, können wir auch jetzt noch, lange nach Abnahme, auf Siemens After-Sales-Service zählen", freut sich Klaus Union.

Bild: Im Pumpenprüffeld führt die Klaus Union Tests mit Fördervolumen bis zu 5.000 Kubikmetern pro Stunde und mit Drücken von bis zu 100 bar durch. (Foto: Siemens/Klaus Union)

Quelle: Siemens

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