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18.03.2019

Neue Baupumpen von Homa minimieren Verstopfungsrisiko und ermöglichen Dauerbetrieb durch Mantelkühlung

Gerade bei Entwässerungseinsätzen auf Baustellen stellen Sand- und Schlammverunreinigungen herkömmliche Baupumpen vor erhebliche Herausforderungen: So verschleißen Komponenten wie das Laufrad oder die Motorwelle oftmals aufgrund von schmirgelnden Schweb- und Schmutzstoffen und müssen daher häufig gewartet werden; ein anschließender Austausch der Bauteile kostet Zeit und Geld.

Aus diesem Grund hat die Homa Pumpenfabrik mit der HBP-Bauserie eine Entwässerungspumpe entwickelt, die universell einsetzbar ist und auch bei starker Beanspruchung durch abrasive Flüssigkeiten konstant Leistung bringt. Eine zentrale Rolle spielt hierbei die Motorabdichtung mittels eines Wellendichtrings und doppelwirkender Gleitringdichtung in einem Ölbad, die besonders vor Verschleiß schützt. Das Saugsieb mit einem offenen Durchgang von 6 – 8 mm für Feststoffe verringert indes die Verstopfungsgefahr und gewährleistet einen effizienten Dauerbetrieb. Zudem wirkt die Außenmantelkühlung einer Überhitzung des Motors entgegen. So ist es der Anlage möglich, Medien mit einer Temperatur von 40 °C im Dauerbetrieb zu fördern; kurzzeitig kann die Temperatur sogar 60 °C betragen.

„Für den zuverlässigen Entwässerungsbetrieb ist eine robuste Konstruktion der Baupumpe essentiell“, erklärt Alexander Vogel, Projektleiter der HBP-Bauserie bei der HOMA Pumpenfabrik GmbH. „Das ist notwendig, weil die Anlagen häufig unter schwierigen Bedingungen, beispielsweise auf der Baustelle, arbeiten und mit abrasiven Medien wie Kies, Sand oder Schlamm fertig werden müssen.“ Durch die entstehende Abnutzung an relevanten Baukomponenten wie dem Laufrad, dem Pumpengehäuse, dem dauergeschmierten Wälzlager oder der Motorwelle ist die Anlage folglich in ihrer Funktionalität eingeschränkt. Die HOMA Pumpenfabrik GmbH hat daher mit den HBP-Pumpen eine Baureihe entwickelt, die sich auch unter widrigen Bedingungen im Dauereinsatz bewährt hat. „Die Konstruktion ist durch den Einsatz verschiedenster verschleißfester Materialien sehr robust“, führt Vogel aus. „Für die Motorwelle und das Motorgehäuse haben wir beispielsweise rostfreien Edelstahl verwendet. Das Laufrad wiederum besteht aus hochwertigem Grauguss.“ Dank der Widerstandsfähigkeit der ausgewählten Werkstoffe verschleißt die HBP-Pumpe kaum und ist somit überall einsetzbar: auf Baustellen oder Schiffen, bei Rohrbrüchen und Kellerentwässerungen sowie im Noteinsatz bei Überflutungen. Die Robustheit wird zusätzlich durch die integrierte Wellenabdichtung erhöht. Diese schützt in Kombination mit einem zusätzlichen Dichtring die Gleitringdichtungen (GLRD), sodass kein direkter Kontakt zum Fördermedium und dessen schmirgelnden Bestandteilen besteht. „Das minimiert die Wartungskosten und erhöht die Pumpenverfügbarkeit“, so Vogel.

Saugsieb verringert Verstopfungsgefahr
Zur Gewährleistung eines Dauereinsatzes unter Heavy-Duty-Betriebsbedingungen spielt auch das am unteren Ende des Aggregats integrierte Saugsieb eine wichtige Rolle. Bei herkömmlichen Modellen ist dies teilweise so engmaschig, dass sich Feststoffe verfangen und den Zugang zum Laufrad blockieren. Im Falle der HBP zieht das Sieb die zu fördernde Flüssigkeit jedoch nicht nur an, sondern gewährleistet durch die 6 bis 8 mm großen Löcher auch einen freien Durchgang für nicht wasser-lösliche Stoffe wie Geröll, Kies oder Sand. Die Verstopfungsgefahr wird somit verringert. „Zusammen mit der speziellen Vortex-Geometrie des Laufrads kann ein störungsfreier Betrieb gewährleistet werden“, erklärt Vogel.

Neben der materialgebundenen Robustheit der Pumpe sowie der Resistenz gegen Verstopfungen trägt auch die Motor-Kühlung zum Schutz der Bauteile der HBP-Pumpen bei. Hierbei wird das Fördermedium durch den Außenmantel gepumpt und dort gekühlt. Dies geschieht nach dem Prinzip der Motorumflutung, wodurch einer Überhitzung der Komponenten auch bei niedrigem Wasserstand vorgebeugt werden kann. „So lange Wasser fließt kann auch der Motor durch die Mantel-Konstruktion kühl gehalten werden.“ Damit ist es der HBP-Pumpe möglich, dauerhaft Flüssigkeiten mit einer Temperatur von bis zu 40 °C zu transportieren; kurzfristig sind sogar 60 °C möglich.

Benutzer- und wartungsfreundliche Konstruktion
Zur Ausstattung der Pumpe zählen ein vom Motor getrennter Kabelanschlussraum sowie ein Schaltgerät mit Motorüberwachung. Die Kontrolle der Stromaufnahme der Anlage übernimmt ein Motorschutzschalter, der bei Überstrom regulierend einwirkt. Dieser befindet sich zusammen mit dem An/Aus-Knopf oder dem Schalter zum manuellen beziehungsweise automatischen Betrieb am Ende des integrierten Anschlusskabels. „Bedienung und Überwachung der HBP-Pumpe erfolgen von diesem Schaltgerät aus und sind selbsterklärend“, so Vogel. „Neben der Benutzerfreundlichkeit haben wir zudem ein verstärktes Augenmerk auf die Montage- sowie Wartungsfreundlichkeit gelegt.“ So lässt sich die 15-kg-Version der Entwässerungspumpe dank des halbrunden, ergonomischen Tragegriffs einfach per Hand montieren. Schwerere Modelle können über denselben Bügelgriff, der gleichzeitig kranbar ist, per Maschine an die gewünschte Stelle platziert werden. „Transport und Installation werden – unabhängig von der Größe – durch das vergleichsweise niedrige Gewicht deutlich vereinfacht“, erläutert Vogel. Sollte indes eine Wartung anstehen, kann diese entsprechend schnell und effizient vorgenommen werden. „Die HBP-Pumpen sind durch ihren modularen Aufbau sehr wartungsfreundlich. Verschleißteile wie Laufrad, Pumpenkammer und Abdichtung können damit einfach und zeitsparend ausgetauscht werden“, so Vogel abschließend.

Bild: Die HBP-Pumpen von HOMA dienen der Entwässerung. Sie lassen sich universell einsetzen und bringen auch bei starker Beanspruchung eine hohe Leistung. (Foto: Homa Pumpenfabrik)

Quelle: Homa Pumpenfabrik

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