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22.02.2019

Sulzer 2018: starke operative Leistung und signifikantes Wachstum

Im Jahr 2018 erzielte Sulzer deutliches Wachstum beim Bestellungseingang, beim Umsatz und bei der Profitabilität. Der Auftragseingang wuchs organisch um 8.4 Prozent und inklusive Akquisitionen um 12.5 Prozent. Der Umsatz stieg organisch um 7.8 Prozent und einschliesslich Akquisitionen um 11.9 Prozent an.

Die höheren Volumina und eine effizientere Kostenstruktur führten zu einer Steigerung des operativen Betriebsergebnisses (opEBITA) auf CHF 322.2 Mio., was einem organischen Wachstum von 18.1 Prozent und einer Zunahme um 26.7 Prozent inklusive Akquisitionen entspricht. Die operative Profitabilität (opROSA) stieg auf 9.5 Prozent nach 8.4 Prozent im Vorjahr. Der Free Cashflow wuchs um CHF 47 Mio. auf CHF 173.9 Mio. aufgrund des höheren Betriebsergebnisses. Sulzer wird der Generalversammlung eine unveränderte ordentliche Dividende von CHF 3.50 vorschlagen.

Hohes Auftragswachstum
Der Auftragseingang stieg 2018 um 12.5 Prozent, getragen von einem organischen Wachstum von 8.4 Prozent und einem Beitrag von CHF 129.0 Mio. aus den Akquisitionen.

Der Auftragseingang in der Division Pumps Equipment stieg um 16.5 Prozent, davon 8.6 Prozent aus organischem Wachstum und 7.9 Prozent aus Akquisitionen. Zum organischen Wachstum steuerten alle Segmente bei, mit Ausnahme von Energie. Das Segment Öl und Gas war besonders erfolgreich. In der Division Rotating Equipment Services stieg der Auftragseingang um 7.6 Prozent, wovon 5.8 Prozent organisch waren. Eine Erholung im Pumpenservicegeschäft hat das organische Wachstum verstärkt und die Auswirkungen des schwachen Energiemarktes auf die Turboservices mehr als ausglichen. Der Auftragseingang der Division Chemtech wuchs organisch um 20.5 Prozent, getragen von einem starken Wachstum in allen Regionen. In der Division Applicator Systems stieg der Auftragseingang aufgrund der Akquisitionen von Transcodent und Medmix um 4.2 Prozent, blieb aber organisch unverändert, wobei ein Rückgang von 5.4 Prozent im Segment Beauty das entsprechende Wachstum in den anderen Segmenten kompensierte. Grund für das rückläufige Volumen bei Beauty war eine Produktumstellung bei einem Grosskunden.

Geografisch betrachtet wuchs Sulzer in den Regionen Nord-, Mittel- und Südamerika sowie Europa, Naher Osten und Afrika, während das Geschäft in der Region Asien-Pazifik stabil blieb.

Die Währungseffekte beliefen sich auf CHF –19.5 Mio., zu denen der schwächere russische Rubel, der brasilianische Real und der argentinische Peso beitrugen. Ausgleichend wirkte der stärkere Euro.
Hohes organisches Wachstum und Akquisitionen sorgen für mehr Umsatz
Der Umsatz betrug 2018 CHF 3 404.5 Mio., was einer Steigerung von 11.9 Prozent entspricht. Dieser Anstieg wurde getragen von einem hohen organischen Wachstum von 7.8 Prozent, von einem höheren Auftragsbestand zu Beginn des Jahres, von einem soliden Auftragseingang im Laufe des Jahres und von einem akquisitionsbedingten Umsatz von CHF 126.9 Mio. Die Währungseffekte beliefen sich auf CHF –8.3 Mio.

Im Jahr 2018 wuchs der Umsatz in allen Marktsegmenten. Die stärksten Zuwächse wurde im Segment Wasser verzeichnet, das organisch wuchs und von der JWC-Akquisition profitierte, und im Öl- und Gassegment, das von einem aktiven Markt und einem höheren Auftragsbestand profitierte. Der Umsatz im Segment Energie wuchs wegen der Akquisition von Rotec und Brithinee und konnte damit einen leichten organischen Rückgang ausgleichen. Das Industriesegment verzeichnete sowohl wegen organischen Wachstums als auch wegen Akquisitionen höhere Umsätze.

Der Umsatz wuchs in allen Regionen, insbesondere in der Region Asien-Pazifik. Der Umsatzanteil in den Schwellenländern stieg von 41 Prozent im Jahr 2017 auf 44 Prozent im Jahr 2018.

Operative EBITA-Marge auf 9.5 Prozent gestiegen
Der operative EBITA (opEBITA) betrug CHF 322.2 Mio. gegenüber CHF 255.4 Mio. im Jahr 2017, was einer Steigerung von 26.7 Prozent entspricht. Höhere Umsätze, Einsparungen von
CHF 45 Millionen aus dem SFP Programm und der Beitrag aus Akquisitionen konnten die negativen Margen- und Mixeffekte mehr als ausgleichen. Die operative EBITA-Marge (opROSA) stieg auf 9.5 Prozent gegenüber 8.4 Prozent im Jahr 2017.

EBIT um 34.5 Prozent gesteigert
Der EBIT betrug CHF 183.6 Mio., was einer Steigerung von 34.5 Prozent gegenüber CHF 136.5 Mio. im Jahr 2017 entspricht. Die Umsatzrendite (ROS) betrug 5.4 Prozent gegenüber 4.5 Prozent im Jahr 2017. Akquisitionen führten 2018 zu Abschreibungen, die um CHF 15 Mio. höher waren als im Vorjahr. Nicht operative Positionen, Restrukturierungskosten und Wertminderungen stiegen zusammen um CHF 4 Mio. Die nicht operativen Positionen beinhalten Kosten für das SFP-Programm sowie Akquisitions- und Sanktionskosten. Dazu kommen zwei weitgehend gegenläufige Buchungen: eine Belastung von CHF 30.1 Mio. für die aufgegebene Aktivität „Extended Scope“, die früher Teil von Tower Field Services war, und ein Gewinn von
CHF 28.5 Mio. aus dem Verkauf von nicht notierten Immobilien-Eigenkapitalinstrumenten, die bisher zu Anschaffungskosten bewertet wurden.

Im Jahr 2018 betrug der Reingewinn CHF 116.1 Mio. gegenüber CHF 87.2 Mio. im Vorjahr. Der Kerngewinn ohne Berücksichtigung der steuerbereinigten Effekte aus nicht operativen Positionen belief sich auf CHF 222.7 Mio. gegenüber CHF 178.3 Mio. im Jahr 2017.

Guter Free Cashflow
Der Free Cashflow betrug CHF 173.9 Mio. gegenüber CHF 127.0 Mio. im Vorjahr. Ausschlaggebend dafür war der höhere Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Die Investitionen lagen rund CHF 15 Mio. über dem Vorjahr, während das Net Working Capital trotz des Wachstums stabil blieb.

Ein Jahr voller Erfolge
Nach einem guten Start ins Jahr mit einem Rekord beim Auftragseingang im ersten Quartal war Sulzer Anfang April von den Sanktionen der USA gegen Renova betroffen. Die Situation wurde innerhalb von drei Werktagen gelöst, indem das Unternehmen fünf Millionen Sulzer-Aktien von der damaligen Mehrheitsaktionärin Renova kaufte. Sulzer hat diese Aktien im September bei internationalen Investoren platziert, den Streubesitz auf 51.2 Prozent erhöht und einen Kapitalgewinn von rund CHF 15 Mio. erzielt.

Im Laufe des Sommers hat Sulzer den Finanzierungsmix weiter optimiert und die günstigen Marktbedingungen genutzt. Zwischen Juni und September emittierte das Unternehmen vier Anleihen mit gestaffelten Laufzeiten im Gesamtwert von CHF 860 Mio.

Im dritten Quartal erhielt Sulzer den grössten Auftrag für Pipelinepumpen im Öl- und Gasmarkt in den USA seit dem Abschwung. Ebenfalls im dritten Quartal eröffnete Sulzer in Wroclaw, Polen, eine brandneue Produktionsstätte für Applicator Systems und erweiterte damit seine Möglichkeiten, den dynamischen Klebstoffmarkt zu bedienen.

Sulzer schloss das Jahr mit dem Gewinn eines Gold-Zertifikats an den Swiss Digital Economy Awards. Das Zertifikat ging an BLUE BOX™, eine hochmoderne Analyseplattform für Pumpen. BLUE BOX nutzt maschinelles Lernen und das Internet der Dinge zur vorausschauenden Wartung und Leistungsoptimierung der Pumpensysteme bei Kunden.

Ausblick auf 2019
Sulzer erwartet, dass sich die positive Dynamik im Öl- und Gasmarkt 2019 fortsetzen wird. Auch in allen anderen Märkten, mit Ausnahme von Energie, wird mit Wachstum gerechnet. Sulzers Frühindikatoren zeigen keine Anzeichen einer sich abzeichnenden Konjunkturabschwächung in den wichtigsten Märkten. Das Unternehmen geht daher davon aus, dass es seinen Trend zu organischem Wachstum und verbesserter Profitabilität fortsetzen wird.

Sulzer hat bisher mit dem SFP-Programm kumulierte Einsparungen von CHF 230 Millionen erzielt und erhöht sein Ziel um CHF 10 Millionen, das 2019 erreicht werden soll.

Für das Gesamtjahr 2019 wird währungsbereinigt ein organisches Wachstum des Auftragseingangs um 2 Prozent bis 5 Prozent und ein organisches Umsatzwachstum um 3 Prozent bis 5 Prozent erwartet. Sulzer rechnet damit, eine OpEBITA-Marge (OpEBITA in Prozent des Umsatzes) von rund 10 Prozent zu erreichen.

Änderungen im Verwaltungsrat und in der Geschäftsleitung
Jill Lee, die sieben Jahre lang Mitglied des Sulzer-Verwaltungsrats und Vorsitzende des Prüfungsausschusses war, trat am 5. April 2018 als Chief Financial Officer in die Konzernleitung von Sulzer ein. Frédéric Lalanne, ehemaliger Chief Commercial and Marketing Officer, wurde Ende des Jahres zum Leiter der Division Pumps Equipment ernannt und ersetzte Michael Streicher, der jetzt das Wassergeschäft leitet und an Frédéric Lalanne berichtet. Sulzer reduzierte damit die Grösse der Konzernleitung auf sechs Mitglieder.

Der Verwaltungsrat begrüsste an der ordentlichen Generalversammlung vom 4. April 2018 mit Hanne Birgitte Breinbjerg Sørensen und Lukas Braunschweiler zwei neue Mitglieder. Sie ersetzten Jill Lee und Thomas Glanzmann, die sich nicht mehr zur Wiederwahl stellten. Renova hat seine Vertretung im Verwaltungsrat zum 28. Mai 2018 mit dem Rücktritt von Axel Heitmann auf zwei Mitglieder reduziert. Heitmann wurde nicht ersetzt und der Verwaltungsrat von Sulzer besteht nun aus sieben Mitgliedern.

Anträge des Verwaltungsrates an die Generalversammlung
Der Verwaltungsrat wird der Generalversammlung vom 3. April 2019 eine unveränderte ordentliche Dividende von CHF 3.50 pro Aktie (2018: CHF 3.50) vorschlagen. Dies entspricht einer Dividendenrendite von 4.5 Prozent (2018: 3.0 Prozent).

Der Verwaltungsrat wird auch vorschlagen, alle amtierenden Mitglieder des Verwaltungsrats an der kommenden Sulzer-Generalversammlung für eine einjährige Amtszeit wiederzuwählen.

Quelle: Sulzer

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