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28.01.2019

Lewa startet Verkauf von Nikkiso Spaltrohrmotorpumpenmodellen

Bereits seit Juli 2016 übernimmt der Leonberger Pumpenspezialist Lewa sukzessive den globalen Vertrieb der Spaltrohrpumpen des japanischen Mutterkonzerns Nikkiso. Um dabei die Anforderungen des europäischen Marktes noch besser erfüllen zu können, sind die bewährten Nikkiso Spaltrohrmotorpumpen der Marke „Non-Seal“ ab Januar 2019 auch gemäß DIN EN ISO 2858 verfügbar.

In einem ersten Schritt werden die vier Baugrößen 25-160, 32-125, 40-200 und 50-200 eingeführt. Im Februar 2019 folgen weitere vier Modelle, bis Ende des 3. Quartals 2019 werden insgesamt 12 Pumpengrößen verfügbar sein. Die kompakten und schwingungsarmen Nikkiso Spaltrohrmotorpumpen werden hauptsächlich für Transfer- und Zirkulationsaufgaben leicht entflammbarer, explosiver oder toxischer Fluide in der chemischen sowie petrochemischen Industrie eingesetzt. Sie erfüllen daher alle Vorgaben der ATEX-Richtlinie 2014/34/EU und können zudem kundenspezifisch angepasst werden. Außerdem sind Modelle gemäß API 685-Norm verfügbar.

„Durch über 60 Jahre Erfahrung in der Herstellung und Weiterentwicklung von Non-Seal Spaltrohrmotorpumpen ist die Nikkiso in der Lage, Betreibern chemischer und petrochemischer Anlagen eine zuverlässige Alternative zu Standardkreiselpumpen anzubieten, um leicht entzündliche und toxische Fluide sicher zu fördern“, berichtet Kazim Konus, Produktmanager bei Lewa. Dies wird durch den gekapselten und gänzlich leckagefreien Aufbau der Pumpe ermöglicht, bei dem sich der Motor im Inneren des druckfesten Statorgehäuses, bestehend aus Statorauskleidung und -band, befindet. Dadurch können alle Modelle ohne schadenanfällige Gleitringdichtungen ausgeführt werden, was sowohl unmittelbare als auch langfristige Gefahrenrisiken für die Mitarbeiter und die Umwelt minimiert.

Durch die besondere Bauweise der Pumpe wird ein Teilstrom des geförderten Mediums in den Motorraum geführt und dient dort zur Schmierung der Lager. Darüber hinaus wird es gleichzeitig zur Kühlung des Motors verwendet. „Um die Pumpen auf die Eigenschaften des jeweils geförderten Prozessmediums perfekt abstimmen zu können, werden die eingebauten Gleitlager in verschiedenen Werkstoffen ausgeführt“, berichtet Konus. „Die Palette reicht dabei von Kohlenstoffgraphit über PTFE und Siliziumkarbid bis hin zu einem Mischgefüge aus Kohlenstoff und Siliziumkarbid, welches einen besonderen Verschleißschutz gewährleistet.“

b>Zertifizierungen für extreme Einsatzbedingungen

Um den hohen Belastungen in Raffinerien der chemischen sowie in der petrochemischen Industrie dauerhaft standzuhalten und den Anforderungen der Betreiber gerecht zu werden, sind alle Nikkiso Non-Seal Spaltrohrmotorpumpenmodelle nach ATEX 2014/34/EU zertifiziert und können auch gemäß API 685 ausgeführt werden. „Mit der zusätzlichen Umsetzung der Vorgaben der DIN EN ISO 2858 erfüllen wir die Forderungen der Anlagenbetreiber nach genormten und leicht austauschbaren Pumpen. Die neuen Baureihen ermöglichen den Austausch vorhandener Standardkreiselpumpen mit Gleitringdichtung, um die Anlagensicherheit und Zuverlässigkeit der Aggregate ohne Modifikation der Rohrleitungsisometrien zu erhöhen“, berichtet Konus. Die vier Modelle, die ab Januar am europäischen Markt verfügbar sind, zeichnen sich durch eine maximale Antriebsleistung von 27,5 kW bei einer maximalen Fördermenge von 80 m³/h und einer maximalen Förderhöhe von 90 m aus. Zusätzlich werden auch die Norm-Nennleistungen eingehalten, bei denen verschiedene Volumenströme – unter Berücksichtigung der Nennweite von Saug- und Druckstutzen – je einer bestimmten Förderhöhe zugeordnet werden.

Überwachung der Pumpenlager durch E-Monitor

Zur weiteren Verbesserung der Betriebssicherheit und der Zuverlässigkeit werden alle Non-Seal Spaltrohrmotorpumpen mit dem von Nikkiso entwickelten E-Monitor ausgestattet. Dabei handelt es sich um das fortschrittlichste Überwachungssystem seiner Art für Pumpen im Hochdruck- und Hochtemperatureinsatz. „Durch den E-Monitor werden die Lagerzustände der Nikkiso Non-Seal Pumpen permanent kontrolliert, um Abweichungen vom Normalzustand zu erkennen“, berichtet Konus. „Dies erfolgt im laufenden Betrieb durch die Überwachung der radialen und axialen Position der Rotorbaugruppe mit Hilfe von im Stator integrierten Sensoren. Im Falle eines zunehmenden Lagerverschleißes registrieren die entsprechenden Sensoren diese Abweichungen und zeigen den Zustand des Lagers über ein Display mit Ampelsystem an.“ Auf diese Weise kann der Verschleiß frühzeitig erkannt und die notwendige Wartung besser eingeplant werden. Um die Überwachung weiter zu optimieren, kann der E-Monitor mit einer Remote-Funktion oder einem analogen Ausgangssignal ausgestattet werden, die eine Fernanzeige des Lagerzustands einschließlich Alarmierung und Notabschaltung beinhaltet. Sämtliche Modelle der Spaltrohrmotorpumpen sind aufgrund ihres modularen Aufbaus einfach zu montieren und zu warten – weder Ausgleichsscheiben noch Spieleinstellungen sind notwendig.

„Mit der Einführung der neuen Modelle gemäß DIN EN ISO 2858 bieten wir den Kunden und Betreibern eine sichere und wirtschaftliche Pumpenlösung mit einem echten Mehrwert in Bezug auf den Total Cost of Ownership für die Anlage“, zeigt sich Konus zufrieden

Bild: Der gekapselte und gänzlich leckagefreie Aufbau, bei dem sich der Motor im Inneren des druckfesten Statorgehäuses befindet, erlaubt die dichtungsfreie Pumpenkonstruktion der neuen Modelle nach DIN EN ISO 2858. (Foto: Lewa)

Quelle: Lewa

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