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23.07.2001

Hochdruckschieber aus neuem Werkstoff

Turowschieber

Die KSB Armaturen GmbH liefert zum ersten Mal Heißdampf-Schieber, deren Gehäuse aus dem neu entwickelten Werkstoff E 911 (X11 CrMoWVNb 9-1-1) gefertigt sind. Diese kommen in den Blöcken 4 bis 6 des polnischen Kraftwerks Turòw zum Einsatz.

Das Material verfügt gegenüber herkömmlichen Werkstoffen über eine deutlich bessere Langzeit-Warmfestigkeit. Dadurch konnte die Wandstärke der als Schweißkonstruktion ausgebildeten Gehäuse erheblich reduziert werden. Die Schweißnähte sind so angeordnet und beschaffen, dass zerstörungsfreie Prüfungen bei der Herstellung wie auch bei späteren Wiederholungsprüfungen, ohne Weiteres möglich sind. Um schädliche Wandstärkenanhäufungen durch die blockgeschmiedete Ausgangsform zu vermeiden, wurde das Gehäuseunterteil kugelig bearbeitet. Mit dieser Geometrie lassen sich kürzere Aufheiz- und Abkühlzeiten realisieren, und das Kraftwerk kann schneller an- und abgefahren werden.

Bei den Absperrschiebern mit Keilplatten handelt es sich um Sonderkonstruktionen aus der bekannten KSB-Baureihe ZTS. Sie sind für Drücke von 180 bar und Temperaturen von 583°C ausgelegt. Das Gewicht einer kompletten DN 400 Armatur mit Getriebe und elektrischem Antrieb liegt bei 4000 kg.

Da die Kraftwerksbetreiber unter starkem wirtschaftlichen Druck stehen, arbeiten sie ständig daran, die Wirkungsgrade ihrer Anlagen zu erhöhen und damit die eingesetzten Energieträger noch besser zu nutzen. Ein Mittel dazu ist die Steigerung der Kesseldrücke und der Kesseltemperaturen, wodurch immer höhere Ansprüche an die Komponenten gestellt werden.

Die Auslieferung für den ersten Block erfolgte Ende Juni 2001. Bis Mitte 2002 erhalten die anderen Blöcke ihre Schieber.

Bild: Turowschieber

www.ksbgroup.com

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